Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Schlagwort: Airbus A330

Mit Finnair nach Japan

Hier nun ein zweiter Bericht zu einer Airline. Diesmal ist es Finnair und dies hier wird der erste von zwei Teilen.

Im letzten Oktober war ich dienstlich auf dem 82. General Meeting des IEC (International Technical Committee), welches in Busan in Südkorea statt fand. Mein Reisebüro hatte mir eine interessante Route für die Flüge ausgesucht:

Hinreise: TXL – HEL, HEL – NGO, NGO – PUS

Rückreise: PUS – ICN, ICN – HEL, HEL – TXL

Alle Flüge mit Finnair waren Business Class, die beiden anderen Flüge mit Air Busan (NGO – PUS) sowie mit Korean Air (PUS – ICN) waren in der Economy. Dieser Teil dreht sich hauptsächlich um den Hinflug, genauer gesagt, die Reise bis Nagoya in Japan.

Der Flug von Tegel nach Helsinki war wenig spektakulär. Das Flugzeig war ein Airbus A321 mit der Kennung OH-LZG, wobei hier die Business Class wie bei den meisten innereuropäischen Flügen sich von der Economy nur darin unterschied, dass der Mittelplatz in der Reihe frei bleibt. Die Sitze waren mit einem hellen Stoff bezogen, es gab hellgrüne Kissen und die Beinfreiheit war ok. Aber seht selbst:

 Zu Essen gab es auch eine Kleinigkeit und auch Getränke wurden auf dem zweistündigen Flug mehrmals gereicht.

Da wir mit einiger Verspätung gestartet waren, war die Umsteigezeit in Helsinki sehr knapp. Da wir auch noch am anderen Ende des Terminals andockten, musste ich mich recht zügig zu dem Abfluggate begeben. Noch schnell durch die Pass- und Sicherheitskontrolle, dann war ich pünktlich am Gate als das Boarding schon lief. Als Business Class Passagier kam ich natürlich etwas schneller in das Flugzeug und an meinen Platz.

Das Flugzeug war ein Airbus A330-300, der auch schon 10 Jahre auf dem Buckel hatte. Die Business Class war in einem abwechselnd 1-2-1 & 2-2-1 Layout bestuhlt. Ich hatte Sitz 5A, also am Fenster, wie ich es mag, allerdings mit einer Sitznachbarin, über die ich drüber steigen musste. Prinzipiell ist das aber ok. Das Platzangebot war sehr gut. Der Sitz lässt sich in ein flaches Bett ohne jegliche Neigung fahren (lie-flat). Natürlich gab es auch hier wieder ein Amenity Kit, in dem sich das übliche Repertoire befand, allerdings in einer stylischen Verpackung im Marimekko-Stil. Zur Begrüßung gab es dann auch ein Glas Champagner.

Hier ein paar Bilder von meinem Platz:

Nach dem Start begann ich wie üblich, das Filmangebot zu durchforsten und mir diverse Filme anzuschauen. Das Angebot war gut und auch in diversen Sprachen verfügbar, auch wenn es inzwischen Airlines gibt, die mehr Auswahl haben. Was es genau zu essen gab, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Es hatte aber gut geschmeckt und der Rotwein dazu war lecker. Danach versuchte ich etwas zu schlafen, was mir leidlich gelang. Etwa 90 Minuten vor der Landung gab es noch ein Frühstück und wir setzten recht pünktlich in Nagoya auf.

Der Flughafen von Nagoya liegt spektakulär auf einer künstlich aufgeschütteten Insel vor der Küste. Hier begann dann ein weiteres Abenteuer. Ich konnte mich online nicht für die letzte Etappe einchecken. Air Busan scheint keinen Online Check-In zu kennen, was mich für ein technikverliebtes Land wie Südkorea etwas verwundert. Ich hatte versucht, mein Ticket dann an einem Counter im Transitbereich zu bekommen, da auch mein Gepäck offiziell bis nach Busan durchgecheckt sein sollte. Aber auch das funktionierte nicht. So blieb mir nur eine Wahl: Einreisen nach Japan, dort mein Gepäck zu nehmen, dann zum Schalter von Air Busan um mich dort einzuchecken und mein Gepäck aufzugeben. Ich bekam sogar einen Fensterplatz in der Notaustiegsreihe, so dass ich ausreichend Beinfreiheit hatte. DIe netten Damen hatte mitgedacht oder mit mir großgewachsenen Europäer Mitleid gehabt. Jedenfalls ging es dann nach der Sicherheitskontrolle zum Gate und dann zur letzten Etappe, auf der ich jedoch die meiste Zeit schlief.

Etwas positives muss ich noch erwähnen: Als ich schlief wurde der Bordservice gemacht und als ich erwachte, klebte an meinem Vordersitz ein Aufkleber mit koreanischen und japanischen Schriftzeichen. Da ich die nicht lesen konnte, dachte ich mir dabei nichts weiter. Am Ende fand ich heraus, dass das ein Merker für die Crew bzw. eine Information für mich war, dass der Bordservice schon stattgefunden hatte und ich noch nichts bekommen hatte. Ich hätte mich nur melden sollen und hätte etwas bekommen. In Europa habe ich so etwas noch nie gesehen.

Das soll es erst einmal gewesen sein, der zweite Teil folgt demnächst.

Mit American Airlines in der Business Class

Heute will ich mit dem ersten persönlichen Bericht über eine Airline beginnen. Und da das Alphabet mit A anfängt, ist mein erster Beitrag über einen Business Class Flug von London Heathrow nach Charlotte, NC. Eigentlich hätten hier eher meine Flüge mit airberlin hingehört, da das „i“ vor dem „m“ kommt, aber leider hat airberlin ja das Zeitliche gesegnet.

 Der Trip sollte zu unserer Tochtergesellschaft in New Bern, NC gehen, und von unserem Reisebüro wurde folgende Route ausgewählt:

  • Berlin Tegel – London Heathrow
  • London Heathrow – Charlotte
  • Charlotte – New Bern

Eigentlich wahrscheinlich der direkteste Weg, den man nehmen kann. Die erste Strecke war eine Strecke mit der typisch innereuropäischen Business Class: im Airbus A320 auf einer Dreierreihe bleibt der Mittelplatz leer. Nicht wirklich viel Luxus und deshalb auch keiner weiteren Erwähnung wert. Aufgrund der mangelnden Zeit (der Flug ging um 7:05 von Tegel) war ich auch nicht in der BA Lounge in TXL gewesen.

In Heathrow noch halbwegs pünktlich angekommen haben wir natürlich eine Außenposition bekommen, dass hieß: Busboarding. Bei einer schon knapp einkalkulierten Umsteigezeit von weniger als 2 Stunden wusste ich: Das wird eng. Angekommen in Terminal 5 wurde ich gleich abgefangen und mir ein orangenes „PRIORITY“-Schild ausgehändigt, was mich schneller durch diverse Sicherheitskontrollen bringen sollte. Eigentlich unnötig, da als Business Class Passagier Fast Lane und ähnliches eigentlich Standard sind. Mit dem Bus ging es dann zu Terminal 3, wo ich mir erst einmal ein Ticket von American Airlines besorgen musste. Das von BA ausgedruckte musste also getauscht werden, super 🙁

Das dauerte natürlich wieder etwas und nach Erhalt ging es im Stechschritt weiter durch die Passkontrolle und anschließender Sicherheitskontrolle endlich Richtung Gate. Und hier die nächste Überraschung: Busboarding 🙂

Offenbar war dies der letzte Bus zum Flugzeug, da wir noch auf 3 andere Passagiere warteten, bis wir endlich los fuhren.  Auf dem Vorfeld erwartete uns dann ein Airbus A330-300, in den wir dann auch schnell einsteigen. Mein Sitzplatz war 6H, wie gewünscht ein Fensterplatz. Da die Sitze nach dem sogenannten „Heringbone“ angeordnet sind und somit eine 1-2-1 Anordnung vorherrscht, hat jeder Passagier in der Business Class direkten Zugang zum Gang, was ich ja sehr mag, da man auch am Fenster über niemanden rüber steigen muss.

Blick in die American Airlines Business Class

Blick in die American Airlines Business Class

Beinfreiheit am Platz

Beinfreiheit am Platz

Die Sitze sind sehr bequem, es gibt ein Amenities Pack mit den üblichen Inhalten wie Cremes, Ohrstöpseln und Blindfold, des Weiteren Kissen und eine Decke. In den Overhead Bins ist viel Platz, den ich aber nicht brauchte, da ich ja mein Gepäck eingechecked hatte. Und ja, das kam auch trotz der knappen Zeit problemlos mit.

Nachdem wir gestartet waren durchforstete ich das Spielfilmangebot und muss sagen, dass dieses umfangreich und ziemlich aktuell war. Von daher: Daumen hoch.

Kurz darauf gab es dann auch die erste Mahlzeit. Ich entschied mich für irgendwas mit Chicken 🙂 Sah lecker aus, schmeckte auch so.

Vorspeise

Vorspeise

Hauptgang

Hauptgang

Nachspeise

Nachspeise

Ein kleiner Tipp, den jede Airline beherzigen sollte: Entweder, ihr schneidet die Brötchen vorher selber in der Mitte oder ihr gibt den Passagieren scharfe Messer. Mit den Messern, die man als Passagier bekommt, kann man ein Brötchen nicht vernünftig aufschneiden und es sieht hinterher aus wie Sau…

Auch der Service auf dem Rest des Fluges war gut, immer wieder kam jemand vorbei und fragte, ob man noch etwas zu trinken wolle. Vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Happen zu essen. Leider kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, was genau das gewesen sein soll. Ich weiß nur, dass ich es aufgegessen hatte.

Snack vor der Landung

Snack vor der Landung

Wir kamen mehr als Pünktlich in Charlotte an und ich muss sagen, dass das die schnellste Einreise in die USA war, die ich je erlebt habe. Auf den Koffer musste ich keine 5 Minuten warten. Wir hatten offenbar viel Glück, dass vor uns kein Flieger aus dem Ausland ankam, da vor mir niemand bei der Einreise war und ich in nullkommnix durch dir Immigration durch war und ich viel Zeit bis zu meinem Flug nach New Bern hatte.

Insgesamt eine sehr positive Erfahrung und ich würde jederzeit wieder mit AA fliegen.