Blog von Michael Munick

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Schlagwort: Air France

Premium Economy bei Air France – Teil 2

So, nachdem ich vor zwei Tagen den ersten Teil meiner Erfahrungen mit der Premium Economy bei Air France geteilt habe, folgt hier der zweite Teil. Diesmal allerdings nicht mit Airbus A380, sondern mit der Boeing 777. Als Flugzeug präferiere ich definitiv den A380, weil er aus meiner Erfahrung ruhiger in der Luft liegt als kleinere Flugzeuge, aber vor allem, weil er trotz der vier Triebwerke im Inneren weitaus leiser ist als zum Beispiel die Triple Seven.

Teil 1 der Reise führte mich zuerst nach Paris Charles de Gaulle und von dort weiter nach Shanghai Pudong. Das Flugzeug war hier die kürzere Variante der Triple Seven, die Boeing 777-200ER, von der Air France 25 Stück besitzt, die in 4 unterschiedlichen Konfigurationen rumfliegen. In der Variante, in der ich geflogen bin, waren die Reihen 19 bis 21 in einer 2-4-2 Konfiguration als Premium Economy bestuhlt. Die Premium Economy besteht somit hier aus gerade einmal 24 Sitzen, während diese im A380 mit 38 Sitzen über 50% größer ist und gefühlt durch die 2-3-2 Anordnung auch wesentlich weniger dicht bestuhlt wirkt.

Was allerdings positiv gegenüber dem A380 herausgestellt werden muss ist die Qualität der Sitze und des Interieurs. Man merkt, dass diese Klasse hier neuer ist, vor allem am Zustand und auch am Monitor für das IFE (In-Flight Entertainment). Letzterer ist nicht nur größer, sondern hat auch eine bessere Auflösung und liefert somit das schönere Bild. Der Inhalt des angebotenen Programms ist meiner Meinung nach identisch zu dem im A380. Jedenfalls konnte ich keine gravierenden Unterschiede feststellen.

Nachdem wir aus Paris halbwegs pünktlich los geflogen sind gab es ca. eine Stunde nach Start die erst Mahlzeit. Ich wählte ein Hühnchen in Honigsauce mit Brokkoli und Polenta, was allerdings scheußlich schmeckte. Da es sich um einen Nachtflug handelte, wie in Richtung Osten üblich, versuchte ich anschließend zu schlafen. Wie schon im A380 misslang mir das allerdings total. Durch dieses Verschieben der Sitzfläche kam ich in keine bequeme Schlafstellung und konnte vielleicht eine halbe Stunde schlafen. Somit überbrückte ich den Rest des Fluges mit Filme schauen.

Kurz vor der Landung gab es noch ein Frühstück, was ich wieder ablehnte, da nicht für mich dabei war, was ich irgendwie lecker fand.

Überpünktlich in Shanghai angekommen ging dann bei der Einreise alles super schnell, die Koffer kamen pünktlich am Gepäckband an und ich war mit dem Taxi schon kurz nach 9 Uhr am Hotel, wo ich allerdings noch zwei Stunden auf ein Zimmer warten musste.

Bilder von Shanghai und Nanjing werde ich zu einem späterem Zeitpunkt mal hier posten.

Zurück ging es dann von Nanjing mit China Eastern nach Peking und dann wieder mit Air France über Paris nach Berlin.

Der Flug von Peking nach Paris war wieder eine Boeing 777, allerdings diesmal die größere Version 777-300ER. Von der um etwa 10 m längeren Variante besitzt Air France 43 Stück in der Flotte, die in 4 unterschiedlichen Konfigurationen geflogen werden. Die Sitzanordnung war wieder 2-4-2, insgesamt gab es aber 28 Premium Economy Sitze, was daran lag, dass jeweils an den Außenseiten 2 Extra-Sitze knapp hinter den Türen waren. Ich würde nicht zu diesen raten, obwohl sie mehr Beinfreiheit bieten. Zum einen ist der Bildschirm in den Armlehnen verstaut, so dass man diesen ausklappen muss und ich diese Sitzposition zum Video anschauen nicht bequem finde. Dazu kommt, dass man beim Start und bei der Landung den Monitor verstauen muss und somit kein Entertainment in Form von Filmen oder Serien hat. Außerdem haben die Sitze kein Fenster, auch wenn man an der Außenwand sitzt.

Trotzdem gefiel mir die Anordnung besser als die in der 777-200ER. Warum? Nun, die Toiletten waren gleich am Beginn der Premium Economy Klasse. Bei der 200ER musste man durch die halbe Economy laufen, um auf die Toilette zu gehen. Bei einem 10 Stunden Flug lässt sich das nun einmal nicht vermeiden.

Was war an dem Flug von Peking nach Paris so besonders? Normalerweise sind Flüge von Ost nach West ja Flüge, die am Tage durchgeführt werden. Man steigt z.B. um 9 in Tegel in ein Flugzeug nach New York und ist um 12 Mittags dort. Dieser Flug begann allerdings um 01:45 in der früh und wir waren gegen 6:00 Uhr morgens in Paris. Somit musste ich versuchen, irgendwie zu schlafen, wenn ich meinen Tag-Nacht Rhythmus nicht komplett aus dem Gleichgewicht bringen wollte. Kurz nach dem Start wurde wieder Essen serviert, diesmal stilecht chinesisch, was sogar relativ lecker war. Anschließend versucht ich zu schlafen und siehe da: Es klappte sogar recht gut. Insgesamt 5 Stunden konnte ich schlafen, was für mich in einem Flugzeug wirklich viel ist. Offenbar war ich so müde, dass die unbequeme Schlafstellung relativ egal war.

Kurz vor der Landung gab es wieder Frühstück, was ich dankend ablehnte. Und nur 4 Stunden später war ich dann schon wieder zu Hause.

 

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass das Produkt Premium Economy bei Air France ganz gut ist. Gerade für Flüge, die tagsüber stattfinden, wie von Europa in die USA oder von China nach Europa, sind diese eine echte Alternative zur Business Class, vor allem, wenn man auf den Preis achten muss oder will.

Leider vernachlässigt AF den A380, da diese ja bald ausgeflottet werden sollen und somit ist die Qualität dort nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Allgemein müsste AF beim A380 jetzt Geld in die Hand nehmen und die Kabine neu ausrüsten, was wohl kaum noch passieren wird, zumindestens nicht mehr bei den geleasten Modellen. In der Boeing 777 ist die Premium Eco signifikant besser.

Allerdings sehe ich noch Verbesserungspotenzial bei der Premium Economy bei Air France. Zum einen war das Essen definitiv verbesserungswürdig. Ich erwarte kein haut cuisine in dieser Klasse, aber etwas mehr Auswahl sollte schon sein. Andererseits ist bei anderen Fluggesellschaften der Zugang zur Business Lounge schon inklusive. Bei Air France soll man pro Person immer noch mindestens 25 Euro zahlen, was meiner Meinung nach vollkommen überteuert ist.

Hier noch einige wenige Impressionen:

Premium Economy Class in der Boeing 777

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Premium Economy Class in der Boeing 777

Premium Economy bei Air France

Nach sehr langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Heute geht es zur Abwechslung mal wieder um einen Erfahrungsbericht zum Thema Fliegen, allerdings mal keine Business Class, sondern um das Reisen in der Premium Economy Class.

Zuerst, was zeichnet die Premium Economy Class aus? Wie aus dem Namen zu erahnen ist, ist dies eine Zwischenklasse zwischen der Economy und der Business. Man hat mehr Beinfreiheit, die Sitze sind etwas breiter, so dass auch zwei nebeneinander sitzende Menschen die Armlehne gleichzeitig nutzen können. Es ist also nicht ganz so eng wie in der „Holzklasse“. Dazu kommt, dass häufig die Sitze in Schalen eingebettet sind, so dass beim Verstellen der Rückenlehne der Hintermann diese nicht gleich im Gesicht hat. Außerdem kann man meist mehr Gepäck mitnehmen.

Abhängig von der Fluggesellschaft kann es zusätzlich unterschiedliche Vergünstigungen geben. Darunter befinden sich:

  • Zugang zu der Business Lounge
  • Priority Boarding
  • Amentity Kits
  • Besseres Essen (das gleiche wie die Business Class)
  • Noise Cancelling Kopfhörer
  • und noch mehr

Preislich liegt die Premium Economy zwischen der Business Class und der Economy. Ob es sich immer lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

Ich werde mich heute hier in diesem Bericht zu meinen Erfahrungen zu der Premium Economy bei Air France auslassen. Dabei geht es auch um zwei verschiedene Flugzeugtypen, zum einen der Airbus A380 und zum anderen der Boeing 777.

Teil 1: Mit dem Airbus A380 nach Washington und zurück

Im ersten Teil geht es mit dem A380 nach Washington. Der Flug von Berlin nach Paris war ganz normal in der Economy. Hierbei musste ich feststellen, dass der gefühlte Sitzabstand kleiner ist als bei Lufthansa oder British Airways. In Paris angekommen dann Terminalwechsel und halbwegs pünktlich am Gate angekommen. Da man als Gast der Premium Economy in der Boarding Zone 2 ist, kann man recht schnell in das Flugzeug, wenn die Economy noch nicht geboarded hat. Allerdings macht das beim A380 wenig aus, da Air France die PE-Class im Oberdeck hinter die Business Class gepackt hat. Hinter der PE gibt es noch eine kleine Economy mit nur sehr wenig Reihen. Der größte Teil der Eco ist im Hauptdeck untergebracht. Das sorgt sowohl bei der Business als auch bei der Premium Eco für ein sehr entspanntes Einsteigen.

Die Sitzanordnung bei der Premium Eco ist 2-3-2, so dass man maximal über einen Passagier drüber steigen muss. Ich hatte beim Hinflug Platz 85A, also am Fenster. Vorteil bei diesem Platz ist, dass es hier zusätzliche Gepäckfächer an der Seite gibt, in denen man seinen Laptop und andere Dinge verstauen kann.

Was allerdings negativ auffällt: die Premium Economy ist nicht mehr die neuste und schon ziemlich heruntergerockt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Air France den A380 lieber heute als morgen los werden will.

Das Essen war definitiv nicht so der Bringer. Man konnte zwischen Hühnchen mit Sherry Essig und Gemüsepüree oder Pasta mit Napoli-Sauce wählen. Ich entschied mich für das Hühnchen, was gerade noch ok war. Aber die beste Küche ist das definitiv nicht, da gibt es Fluggesellschaften, die es besser können.

Ich vertrieb mir die Zeit mit Filme schauen. Das Entertainment Programm ist gut, aber nicht überragend. Man findet trotzdem ausreichend Filme, die man schauen kann. Und das auch in deutscher Sprache, wenn man des französischen oder englischen nicht mächtig ist. Von daher: Daumen hoch.

Kurz vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Snack, auf den ich aber verzichtete.

 

Der Rückflug ging dann wenige Tage später ebenfalls in einem A380. Diesmal hatte ich jedoch einen Gangplatz in der Mitte. Auch in diesem Airbus war der Zustand der PE doch eher schlecht. Allerdings soll dieser Airbus wohl schon Anfang 2020 an den Leasinggeber zurück gehen, so dass an diesen nichts mehr investiert wird.

Da dies ein Übernachtflug von Washington nach Paris war, wollte ich versuchen, zu schlafen. Kurz nach dem Start gab es noch eine Mahlzeit. Ich entschied mich für Farfalle in einer Käsesauce, was halbwegs ok vom Geschmack her war. Anschließend versuchte ich zu schlafen, was mir nicht wirklich gelang. Im Gegensatz zu den Economy sitzen wird bei den Pe-Sitzen die Sitzfläche nach vorne geschoben, wodurch die Rückenlehne sich etwas neigt. Ich konnte allerdings nicht wirklich darin schlafen, so dass ich mir das Unterhaltungsprogramm weiter anschaute und bald alle Marvel-Filme kenne 🙂

Kurz vor der Landung gab es wieder Frühstück, was ich allerdings ablehnte, da nichts für mich dabei war.

Alles in allem ist die Premium Economy bei Air France  im A380 nicht schlecht, da aber Air France wohl nichts mehr in den A380 investieren wird, kann ich sie nur bedingt empfehlen. Für Flüge von Ost nach West, die tagsüber sind und man wach bleiben sollte, ist sie gut, da das Plus an Beinfreiheit im Vergleich zu Economy wirklich gut ist.

Ein Gesamtfazit werde ich nach dem zweiten Teil abgeben, der sich dann mit der Premium Economy in der Boeing 777 beschäftigen wird.

 

Hier dann noch ein paar Bilder: