Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Kategorie: Fuerteventura (Seite 1 von 2)

Wildparks auf den Kanaren – Teil 1: Der Oasis Park auf Fuerteventura

Zu Beginn des neuen Jahres folgt auch gleich der erste Blogbeitrag. Dies wird der erste Teil einer (mindestens) dreiteiligen Serie zu Wildparks auf den Kanaren. Das „mindestens“ bezieht sich darauf, dass wir bisher in drei dieser Parks waren und möglicherweise noch im Laufe der nächsten Jahre weitere dazu kommen werden.

Deshalb geht es heute um den Oasis Park  auf Fuerteventura. Dieser befindet sich in der Nähe des, vor allem bei deutschen Touristen, sehr beliebten Ortes Costa Calma.

 

Der Park liegt direkt an der FV-2 in La Lajita, zwischen Tarajalejo und Costa Colma, so dass man ihn bei Anreise mit dem eigenen Auto/ Mietwagen nicht verfehlen kann. Wer sich keinen Mietwagen nehmen möchte, kann auch gern Busse nehmen. Eigentlich bietet jedes Hotel Tickets für den Park an, bei denen dann die Anreise mit dem Bus inklusive ist. Wir hatten dies bei unserem ersten Besuch in dem Park genutzt. Normalerweise fahren die Busse zwei mal vormittags zum Park und zwei mal nachmittags zu den Hotels zurück. Das ist sehr bequem, allerdings muss man sich in dem Fall an die Abfahrtszeiten halten, was aber kein Problem sein sollte: die letzte Abfahrt ist meist gegen 17:00 Uhr.

 

Adresse
Museo del Campo Majorero S.L.
Carretera General Jandía s/n
35627, La Lajita (Pájara) Fuerteventura
Telefon +34 928 16 11 02
E-Mail

reservas@fuerteventuraoasispark.com

Öffnungszeiten

täglich 09:00 – 18:00

Eintrittspreis

35,00 €

verbilligter Eintritt für Einheimische, Senioren und Kinder

Der Eintrittspreis ist mit 35 € sicher nicht billig, allerdings lohnt es sich aus meiner Sicht schon, diesen Park zu besuchen. Die Tickets kann man wie schon beschrieben in den meisten Hotels bei den entsprechenden Reiseveranstaltern erwerben, oder sie direkt am Park kaufen. Wir waren das letzte Mal im November 2019 dort sehr spontan und mussten keine 5 Minuten an der Kasse im Park warten. Auch war die Verkäuferin Deutsche, so dass sie uns noch beraten konnte, wann welche Shows sind und was sich noch lehnt. Wir kauften zusätzlich noch die Lemuren Experience für 14 € pro Person, bei der man diesen Halbaffen sehr sehr nah kommen kann.

Neben der Lemuren Experience kann man noch eine Kamel-Safari buchen sowie eine besondere Begegnung mit Seelöwen.

Wir gingen als erstes in eine der verschiedenen Shows: die Papageien Show. Dort fliegen diverse Papageien wie Aras und Kakakdus direkt über die Köpfe der Zuschauer. Teilweise werden die Zuschauer auch in die Show integriert. Allerdings ist das weit davon entfernt, was in anderen Shows gezeigt wird, bei denen Papageien Fahrrad fahren und ähnliches. Bei dieser Show wird eher das Leben und die Besonderheiten der Papageien erklärt. Wie bei den anderen Shows steht hier das Nahebringen der Lebensweise der Tiere im Vordergrund und weniger irgendwelche Zirkusnummern.

Nach der recht kurzen Show hatten wir vor der Lemuren Experience noch etwas Zeit und schauten uns etwas um. Dabei fiel uns ein Gehege mit Affen auf, bei dem auf einer Schautafel jeder einzelne Affe mit seinen Erkennungsmerkmalen vorgestellt wurde. Diese Affen waren alle von irgendwelchen Privatpersonen gekauft und als Haustiere gehalten worden. Dabei lernten diese Affen auch menschliche Gewohnheiten, wie z.B. Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder Schokolade essen. Teilweise wurden diese Affen auch gefesselt und ähnliches, so dass sie keine arttypischen Verhaltensmuster mehr hatten. Der Oasis Park hat diese Tieren dann gekauft und gibt ihnen zu mindestens ein halbwegs normales Leben, zwar nicht in Freiheit, aber doch unter Artgenossen. In Freiheit könnten diese Tiere wohl nicht mehr überleben.

Danach ging es zu der von uns gebuchten Lemuren Experience. Hierbei geht man in einer Gruppe von etwa 15 bis 20 Leuten für etwa eine halbe Stunde in das Gehegen der Lemuren und kommt den Tieren dabei sehr nah. Wer will, kann gegen weiteres Geld ein Foto von sich mit den Lemuren schießen lassen. Man selbst darf die Tiere nicht füttern oder anfassen. Dies ist der Pflegerin überlassen, oder den Tieren. Denn diese dürfen auf einen springen, wie an einem Bild zu sehen ist. Alleine dafür hat sich das zusätzliche Geld gelohnt.

Neben den ganzen Tieren, die man hier in Gehegen sehen kann gibt es auch mehrere Shows, die einem verschiedene Tiere näher bringen sollen. Folgende Shows werden angeboten:

  • Fauna Live (Reptilien, Schlangen, …)
  • Parrots Live (Papageien)
  • Sea Lions Live (Seelöwen)
  • Birds of Prey Live (Greifvögel, diese war im November 2019 allerdings geschlossen – ob und wann sie wieder gemacht wird, weiß ich nicht)

Bilder aller dieser Shows sind in der Galerie zu sehen. Das Ziel aller dieser Shows liegt eher auf der Seite, Wissen über die Tiere und ihre Lebensweise zu vermitteln, als darauf, dass diese Tiere Zirkusnummern vorführen. So werden bei der Seelöwen Show die Unterschiede zwischen Seelöwen und Robben erklärt. Man kommt dabei vielen Tieren sehr nah, was nicht jedermanns Sache ist.

Ein Highlight im November 2019 waren sicherlich die Flusspferde, die erst vor wenigen Wochen Nachwuchs bekommen haben. Das kleine Flusspferd zu Gesicht bzw. vor die Linse zu kriegen, hat einiges an Geduld gekostet, da die Eltern ihr Junges gut abgeschirmt hatten.

Wer Hunger hat, der kann in den verschiedenen Restaurants im Park relativ preiswert essen und trinken. Die Speisen sind zwar eher Fast Food lastig, trotzdem nicht schlecht und jeder findet hier was. Auch für Kinder ist das Angebot ok.

Hier ein paar Impressionen vom Oasis Park. Ich habe noch viel mehr Bilder, hier nur eine kleine Auswahl von Fotos, die im April 2018 und November 2019 aufgenommen wurden.

Ecomuseo La Alcogida

Nachdem wir jetzt über eine Woche aus dem Urlaub zurück sind, kommt nun ein neuer Beitrag. Wobei ich technisch gesehen ja die vier Einträge aus dem Urlaub bearbeitet habe, indem ich die Bilder jetzt auf meinem Computer noch einmal bearbeitet habe und das Wasserzeichen etwas unscheinbarer geworden ist.

Der letzte Ausflug in diesem Urlaub führte uns wieder in den nördlichen Teil der Insel. Wobei, Inselmitte trifft es besser. Von Esquinzo aus ist es auf jeden Fall eine Fahrt von mehr als einer Stunde. Die Anfahrt führt über die FV-20, bei der man zwischen Antigua und Casillas del Angel auf die FV-30 in Richtung Westen abbiegt. Nach gut 2 km biegt man dann im Kreisverkehr nach Norden in Richtung Tefia auf die FV-207 ab. Nach gut viereinhalb Kilometern erreicht man dann das Ecomuseo, welches gut ausgeschildert ist. Beim zweiten Fußgängerüberweg biegt man links ab und erreicht so den kostenlosen Parkplatz.

 

Hier die übliche Übersicht über das Museum:

Adresse
Carretera, Tefia, Fuerteventura
35600
Telefon +34 928 17 54 34
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 10:00 – 17:30

Eintrittspreis

5,00 €

verbilligter Eintritt für Senioren und Jugendliche

Kinder unter 12 Jahren zahlen nichts

Das Ecomuseo ist ein Freilichtmuseum, bei dem insgesamt 7 Gehöfte in traditioneller kanarischer Bauweise erhalten sind bzw. wieder in diesem Stil aufgebaut wurden. Teilweise sind die Häuser wohl bis 70er Jahre des 20. Jahrhunderts bewohnt gewesen und wurden ab Mitte der 90er restauriert. Vom Parkplatz aus erreicht man das erste Haus, in dem dann der Eintritt von 5 € für Erwachsene gelöhnt werden muss. Außerdem bekommt man einen Aufkleber auf seine Kleidung welcher zeigen soll, dass man auch wirklich Eintritt bezahlt hat. Prinzipiell könnte man hier auch ohne Eintritt zu zahlen durchspazieren, da es keine Zäune oder Zugangskontrollen gibt. Allerdings wäre das natürlich unfair, da auch der Erhalt eines solchen Museums Geld kostet.

In dem Haus 1, in dem sich die Kasse befindet, sind außerdem noch Toiletten vorhanden. Gegenüber befindet sich ein kleines Haus, in dem Miniturmodelle von einer Kirche sowie von Windmühlen ausgestellt sind. Weiter geht es über gut ausgeschilderte Wege zum zweiten Haus, das dann auch wirklich als ehemaliges Wohnhaus zu erkennen ist. Neben einer Küche gibt es hier eine Art Wohnzimmer sowie ein Schlafzimmer inklusive des Nachttopfs. Interessant ist dabei, dass die meisten Häuser keine Fenster haben, sondern nur Türen, die meist nach Süden ausgerichtet sind. Auch zwischen den Zimmern gibt es fast nie Türen oder Durchbrüche, so dass man vom einen Raum in den nächsten immer erst das Haus verlassen muss und durch eine andere Tür das Zimmer betritt. Deswegen haben die Häuser hier auch so viele Türen außen.

Um vom zweiten Haus zum dritten zu kommen, muss man die Straße FV-207 überqueren. Hierzu gibt es einen Fußgängerüberweg, der direkt hinter dem Haus beginnt. Allerdings sollte man hier vorsichtig ein, da man nach 2 Treppenstufen direkt auf die Straße tritt und die Sicht nach links teilweise durch das Haus, welches sich direkt an der Straße befindet, versperrt ist.

Im Haus 3 befindet sich eine Raum, in dem man ein Video sehen kann, wie aus Palmenblättern hier Körbe und ähnliches geflochten wird. Das Video war allerdings nur auf spanisch. Weitere Räume waren hier nicht geöffnet.

Haus 4 gehörte einem Senor Teodosio. Hier konnte man wieder die Räume besichtigen, dazu gehörten eine Art Wohnzimmer, ein Schlafzimmer mit einem fensterlosen Nebenraum, in dem ebenfalls ein Bett stand sowie einer relativ gut eingerichteten Küche. Daneben war ein Gebäude mit einer Mühle sowie weitere Räume, die eher wie Abstell- oder Lagerräume wirkten.

Weiter ging es zu Haus 5, in dem eine ältere Frau Lochstickereien in einem beeindruckenden Tempo herstellte. Die meisten Menschen hätten sich bei der Geschwindigkeit eher selbst schwer verletzt, aber bei ihr wirkte das so einfach. In dem Haus waren im Hinterhof noch weitere Räume zu besichtigen. Darunter war eine Holzwerkstatt, in der z.B. Modelle von Windmühlen hergestellt wurden, eine weitere Werkstatt, in der Spielzeugautos aus Metall gebaut wurden und ein Raum, der aussah, als würde hier Käse gemacht werden.

Im Haus 6 befand sich dann eine Töpferei, in der man hätte auch Töpfe und ähnliches kaufen können. Daneben war eine Webstube mit zwei Webstühlen sowie ein Raum mit den oben angesprochenen geflochtenen Körben und ähnlichem aus den Palmenblättern. Das letzte der sieben Häuser war allerdings geschlossen. Bis auf eine Bildwand, durch die man seine Köpfe stecken kann, war hier zu dem Zeitpunkt, an dem wir hier waren, leider nichts weiter zu sehen. Eigentlich schade, da es von außen sehr interessant aussieht.

Alles in allem kann ich auch diesen Ort empfehlen, insgesamt sollte man sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall, wenn man daran interessiert ist, wie die Einheimischen hier gelebt haben.

 

Wie immer hier noch ein paar Impressionen:

Ein Segeltörn an der Südküste

Heute gibt es schon wieder einen neuen Beitrag. Diesmal über einen Segeltörn an der Südküste vor Jandia. Wie kam es dazu?

Da wir ja auf einer Insel sind, gehört ein Ausflug auf einem Schiff sicherlich zu einem kompletten Urlaub. Vom Hotel her gab es mehrere Angebote:

  • Einen Ausflug mit einem Katamaran mit bis zu 80 Leuten.
  • Einen Ausflug mit einem kleineren Katamaran mit bis zu 12 Leuten.
  • Eine Tour mit einem Piratenschiff, welches schon bei der Ausfahrt die Titelmusik von „Fluch der Karibik“ spielt
  • Oder einen Segeltörn mit maximal 8 Leuten auf dem Boot

Wir entschieden uns für letztere Variante, die mit 75 € allerdings auch die teuerste Variante war. 

Durchgeführt wurde diese von Flounders Sailing. Geplant war die Tour eigentlich am Montag. Doch schon am Sonntag bekamen wir Zweifel, ob der Ausflug aufgrund des Windes überhaupt stattfinden könnte. Seit Tagen stürmte es ziemlich heftig und laut Wetterbericht sollte der Montag der schlimmste Tag sein. So kam es dann auch, so dass wir zwar am Montag uns fertig machten, die Tour aber abgesagt werden musste. Wir verschoben diesen Ausflug dann auf Mittwoch und fuhren am Montag in den Oasis Park, über den ich später noch einen ausführlichen Bericht schreiben werde.

Am Mittwoch war das Wetter entsprechend besser. Zwar wehte noch ein kräftiger Wind, aber er war nicht so stürmisch. So wurden wir gegen 10 Uhr vom Hotel abgeholt, sammelten noch zwei weitere Fahrgäste ein (einer war schon im Auto, als wir zustiegen) und fuhren zum Hafen von Morro Jable. 

Hafen von Morro Jable? Da war doch was? Richtig, da begann auch unsere Jeep Safari. Angekommen im Hafen trafen wir noch zwei weitere Teilnehmer unseres Segeltörns, so dass wir insgesamt sieben Leute plus Skipper waren. Die Gäste waren alles Deutsche, was wieder einmal unterstreicht, dass die Insel zum größten Teil von Deutschen besucht wird. 

Auf der Flounders trafen wir dann auch unseren Skipper José, einen netten jungen Mann, der sein Leben wohl dem Segeln verschrieben hat.

Dann ging es auch schon los. Aus dem Hafen fuhren wir noch von einem Motor angetrieben, doch kurz danach wurden die Segel gehisst und es ging ohne Motorkraft los, nur vom Wind angetrieben. Das Steuer übernahm dann Jenny, eine der Gäste, die schon Erfahrung im Segeln hatte. Wir fuhren ostwärts an Morro Jable vorbei. Am Anfang war es noch sehr ruhig, da durch die Berge der Wind noch abgeschwächt war. Nachdem wir aber aus dem Windschatten heraus waren, nahmen wir richtig Fahrt auf. Das war dann auch der Moment, an dem die Gäste, die es sich am Bug bequem gemacht hatten, zum ersten Mal richtig nass wurden und nach hinten zu den eigentlichen Sitzplätzen kamen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir eine schöne Schräglage des Bootes. Wir fühlten uns aber sehr sicher, da das Boot einen 3 Meter tiefen Kiel mit etwa zwei Tonnen Gewicht hat und uns versichert wurde, dass wir nicht kentern könnten. Zwar musste man sich je nach Schräglage schon festhalten, allerdings wurde es nie gefährlich, da José auch nicht volles Risiko ging und die Segel voll setzte. Das war auch gut so, da wir zwischendurch immer noch Windstärke 6 auf der Beaufort Skala hatten. Leider konnten wir keine Delfine sehen, was wohl unter anderem am Wellengang gelegen haben könnte. 

Nach gut zwei Stunden herumcruisen vor der Küste ging es zu einer etwas geschützten Bucht in der Nähe des Hafens, wo wir ankerten. Nicole und ich nahmen ein Bad im Atlantik und anschließend gab es noch kleine Snacks, darunter leckeren Ziegenkäse aus Fuerteventura, der wirklich anders schmeckt als aus Deutschland. 

Nach etwa einer Stunde ging es wieder zurück zum Hafen und wir wurden wieder in die Hotels zurück gefahren.

Ich kann diesen Ausflug auf jeden Fall empfehlen. Es hat eine Menge Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen. 

 

Hier noch ein paar Fotos von der Tour:

Ein Ausflug nach Betancuria

Heute gibt es mal wieder einen neuen Eintrag direkt aus dem Urlaub. Diesmal ging es nach Betancuria, wobei wir eigentlich was ganz anderes vorhatten. Wie kam es dazu?

Es war Sonntag und ursprünglich wollten wir an dem Tag im Norden der Insel wandern gehen. Da es aber seit Tagen auf Fuerteventura stark stürmte und das Wandern im Sturm wenig Spaß macht, vor allem, wenn man auf einer freien Ebene wandern müsste, planten wir kurzfristig um. So einfach ist das aber nicht, da fast alle Museen und Ausstellungen am Sonntag hier geschlossen haben. In unserem Reiseführer fanden wir trotzdem etwas interessantes: Die Finca Pepe bei Betancuria. Dort wird Ziegenkäse hergestellt und man kann nicht nur den dort produzierten Käse kaufen, sondern auch von 9 bis 12 Uhr die Herstellung anschauen. Da es aber schon kurz nach 10 war und Google Maps mindestens 70 Minuten veranschlagt hatte, hieß es schnell fertig machen und dann los.

Der einfachste Weg, die Finca zu finden, ist von Norden kommend die FV-30 Richtung Betancuria zu fahren und dann direkt vor dem Ortseingang nach rechts in eine kleine asphaltierte Straße abzubiegen. An der Abzweigung ist auch ein entsprechendes Schild angebracht. Nach etwa einem Kilometer erreicht man die Finca, bei der man auch parken kann. Draußen sieht man schon eine Menge Ziegen, so dass man weiß, dass man hier richtig ist.

Allerdings hatten wir wohl Pech gehabt. Obwohl wir gegen dreiviertel 12 da waren, waren außer einem kleinem Kind und einem doch sehr großen Hund draußen keiner anzutreffen. Wir gingen am Hund vorbei in das Gebäude, in dem viele alte Utensilien lagen, die möglicherweise zur Käseherstellung verwendet werden, sahen da aber auch nur einen jungen Mann im Stall, der außer einem „Ola“ uns ignorierte. Da wir niemanden weiter dort sahen, entschieden wir uns, wieder zu fahren. Schade eigentlich, wir hätten uns die Käseherstellung gerne angeschaut und auch gerne mal probiert. So fuhren wir dann weiter nach Betancuria. Parken kann man in Betancuria kostenlos am südlichen Ortsausgang, wo es ausreichend Parkplätze gibt.

Betancuria war von ihrer Gründung 1404 bis 1834 die alte Inselhauptstadt von Fuerteventura. Gründer der Stadt war Jean de Bethencourt, der als Eroberer die kanarischen Inseln erkundete. Der Ort ist heute allerdings sehr klein, laut Wikipedia lebten 2011 gerade einmal 215 Menschen in Betancuria, viel mehr dürften es auch heute nicht sein. Die Lage der Stadt ist allerdings malerisch. Eingeschlossen von Bergen liegt Betancuria in einem Tal. Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Insel ist hier relativ viel Grün zu sehen. Auch werden hier Kartoffeln angebaut, wie wir selbst bestaunen konnten. An einem Sonntag ist die Stadt allerdings trotzdem sehr verschlafen, die meisten Geschäfte hatten geschlossen und auch die meisten Restaurant waren zu unserer Verwunderung geschlossen. Nicole fand natürlich den geöffneten Aloe Vera Shop, in dem sie sich mit Aloe Produkten eindeckte, die bis zu unserem nächsten Urlaub reichen müssen. Anschließend entdeckten wir dann eine Hinweistafel auf einen restaurierten historischen Teil der Stadt, den wir dann auch aufsuchten. Der Baustil hier sieht wirklich toll aus und man kommt sich vor wie in eine andere Zeit versetzt. Auf einem größeren Platz sahen wir dann die Kirche Santa Maria, in der man „Heiligtümer“ betrachten kann. Der Eintritt kostet gerade einmal 1,50 €, was mehr als fair ist. 

Anschließend hatten wir Hunger und fanden dann auch etwas Wunderbares: das Casa Princess Arminda. In einem Hinterhof versteckt werden da leckere kanarische Köstlichkeiten zu kleinen Preisen serviert. Man sollte Zeit mitbringen, da hier alles sehr gemütlich zugeht und der Kellner sich Zeit lässt. Wir bestellten Papas arrugadas, also die typischen kanarischen Kartoffeln mit Mojo Sauce. Diese waren zwar lecker, hätten aber noch mehr Mojo vertragen können. Anschließend ging es noch durch die Gassen zurück zum Parkplatz und weiter mit dem Auto. Wir nahmen allerdings nicht den gleichen Weg zurück, sondern fuhren die FV-30 in südlicher Richtung gen Pajara. Dabei machten wir noch an 2 Aussichtspunkten (Miradors) halt. Der erste ist kurz hinter Vega de Rio Palmas der Mirador Las Peñitas und der zweite war der Mirador del Risco de las Peñas. Bei beiden hat man eine tolle Aussicht auf die Berglandschaft. Vom ersten Mirador kann man auch den Versuch sehen, hier einen Stausee anzulegen, was massiv schief gelaufen ist. Der Stausee verlandete aufgrund des mitgeführten Sediment innerhalb kurzer Zeit.

Den zweiten Mirador konnten wir nicht wirklich genießen. Es stürmte hier so stark, dass Nicole sich nicht mal aus dem Auto traute, da sonst ihr Kleid hochgehoben worden wäre. Ich selbst hatte einige Mühe, gegen den Wind anzukämpfen und bin nach knapp 2 Minuten wieder im Auto gewesen. Somit ging es weiter nach Pajara auf der wunderschönen Bergstraße, bei der es rechts neben uns ziemlich steil bergab ging. In Pajara angekommen fuhren wir gleich weiter zum Hotel.

Alles in allem war es ein schöner Ausflug, auch wenn wir gerne mehr von der Käseproduktion gesehen hätten. Betancuria ist auf jeden Fall ein Ausflug wert.

 

Wie immer hier noch ein paar Bilder:

Ein Ausflug zur Schwarzen Bucht bei Ajuy

Heute gibt es schon wieder einen neuen Bericht über einen Ausflug, den Nicole und ich heute unternommen haben. Dabei ging es nach Ajuy, um dort die Caleta Negra, die Schwarze Bucht, zu besuchen. 

Was ist so besonders an dieser Bucht? Nun, hier gibt es viele Höhlen, in denen Piraten seit dem 15. Jahrhundert ihre Beute versteckt haben.

 

 

Ajuy ist ein kleines verschlafenes Fischerdorf an der Westküste, in dem laut Wikipedia nicht einmal einhundert Menschen wohnen. Allerdings gibt es in dem Dorf mindestens drei Restaurants, die mehr oder weniger alle vom Tourismus leben.

In den Ort führt nur eine einzige Straße, die FV-621. Man gelangt vom Osten her kommend über Pajara und die FV-605 auf die FV-621, oder von Süden aus Richtung La Pared kommend, wenn man kurz vor Pajara links auf die FV-621 abbiegt. Am Ortseingang befindet sich ein Kreisverkehr und linkerhand ein Parkplatz, auf dem man gut parken kann. Vormittags sollen hier wohl öfter große Busse mit Touristen ankommen, da wir erst am Nachmittag gegen 15 Uhr da waren, können wir das nicht bestätigen. Bei uns gab es noch einige freie Parkplätze. Alternativ kann man auch das Auto durch die engen Gassen manövrieren und am Strand parken. 

Der Strand von Ajuy ist im Gegensatz zu den meist weißen Stränden auf Fuerteventura sehr dunkel, vergleichbar am ehesten mit den Stränden auf Teneriffa, z.B. bei Playa de las Americas. Man kann hier wohl baden gehen, allerdings ist auch hier eine starke Unterwasserströmung vorhanden, welche das Schwimmen gefährlich macht.

Am nördlichen Strandende beginnt dann auch der relativ steile Anstieg an den Klippen entlang. Der Weg ist nicht überall gut ausgebaut und manchmal etwas holprig, festes Schuhwerk ist auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem, wenn man später noch die Höhlen weiter erkunden will. Der Atlantik ist hier sehr wild, vor allem, wenn es wie bei uns sehr windig ist. Geht man den Weg entlang, so kommt man zu 2 relativ großen und tiefen Löchern. Dabei handelt es sich um alte Kalkbrennöfen, da Kalk hier bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebrannt worden ist. Nach weiteren 5 Minuten gelangt man dann in die Bucht. Der Weg führt dann über eine Treppe über 25 Meter hinab in eine erste Höhle. Man muss etwas aufpassen, da es bei Gegenverkehr sehr eng werden kann und die Geländer zu Absturzsicherung nicht an allen Stellen hoch genug sind. Der TÜV hätte seine Freude daran 🙂

Unten angelangt kann man die erste Höhle etwas erkunden. Wenn gerade Ebbe ist, wie bei uns, und man festes Schuhwerk an hat, so kann man mit wenig Kletterkünsten auch noch in die zweite Höhle gelangen. Hier führt der Weg noch weitaus tiefer in die Höhle. Mit einer Taschenlampe kann man diese noch weiter erkunden, worauf wir aber verzichteten. Wer weiß, vielleicht hätten wir ja noch einen Piratenschatz gefunden. Arrrrrr!!

Anschließend ging es wieder zurück. Alles in allem ein schöner und lohnender Ausflug, den man bequem an einem Nachmittag machen kann.

 

Und hier noch einige Impressionen von dem Ausflug.

Jeep Safari im Süden von Jandia

Es ist wieder soweit: Wir sind wieder im Urlaub und wieder einmal verschlägt es uns nach Fuerteventura. Diesmal allerdings das erste Mal als Frau und Herr Munick. Wir sind wieder im Allsun Esquinzo Beach untergekommen und haben nach einem Tag Entspannung heute den ersten Ausflug unternommen. 

Über unsere Reiseleitung buchten wir eine Jeep Safari in den Jandia Nationalpark. Durchgeführt wurde diese von Discovery Safari. Falls sich jemand fragt, warum wir nicht selber da hin fahren, ist die Antwort ganz einfach: Da kurz hinter Morro Jable die Straßen nicht mehr asphaltiert sind und die Straße dort eher einer Schotterpiste gleicht, haben fast alle Mietwagenanbieter in ihren Verträgen Klauseln drin, dass man auf unbefestigten Straßen nicht fahren darf. Somit ist dieser Teil der Insel eigentlich tabu für Touristen, es sei denn, sie buchen entweder eine Tour oder mieten sich ein wirklich geländegängiges Fahrzeug. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass dort sehr viele Mietwagen unterwegs sind. Ich kann nur davon abraten, es trotz aller Warnungen dorthin zu fahren, da es durch Steinschlag zu Beschädigungen am Auto kommen kann und man unter Umständen den Versicherungsschutz verliert. Angeblich kontrolliert auch die Polizei dort, wenn Mietwagen unterwegs sind.

Los ging es früh um kurz vor halb 10, als wir von Miguel in einem der Jeeps abgeholt wurden. In Jandia Playa sammelten wir weitere Gäste ein und fuhren zuerst zum Hafen von Morro Jable. Dort warteten wir, bis alle anderen Jeeps mit Gästen angekommen waren. Um uns die Zeit etwas zu vertreiben, gingen wir etwas im Hafen spazieren. Im glasklaren Wasser konnten wir neben vielen kleineren Fischen auch Stachelrochen sehen. Außerdem gibt es im Hafengelände ebenfalls eine Aufzuchtstation von Schildkröten, da man es sich zum Ziel gesetzt hat, Fuerteventura wieder zur Heimat von vier der sieben Meereschildkröten zu machen. 

Um viertel Elf waren dann alle Teilnehmer und Guides angekommen und wir erhielten eine kurze Einweisung, was wir heute alles erleben werden. Die Guides selbst sprechen unterschiedliche Sprachen, neben Spanisch und Englisch sind auch Deutsch, Französisch und Italienisch im Angebot. 

Wir saßen weiterhin bei Miguel in dem Landrover Defender, also einem echten Geländewagen und kein SUV. Sein Fahrstil war doch recht forsch, aber wir haben uns niemals unsicher gefühlt. Nach kurzer Strecke hielten wir an einer Stelle an und waren plötzlich von Ziegen umgeben. Unsere Guides stiegen dann aus und scheuchten sie etwas umher. Einige der Ziegen schauten dann auch bei einigen Autos durch das Fenster herein, was zur Erheiterung beitrug.

Anschließend ging es weiter über einen Pass in Richtung Cofete. Oben am Pass blieben wir stehen und stiegen auch aus. Da der Wind hier oben so stark wehte, blies er mir gleich mein erst einen Tag vorher gekauftes Basecap vom Kopf und gleich über den Passkamm. Eigentlich hatte ich es schon abgeschrieben, aber unser deutsche Guide Tino lief hinterher, ich folgte ihm. Und wirklich, er fand mein Basecap sofort und gab es mir zurück mit dem Hinweis, es besser nicht aufzusetzen. Von hier oben hatte man einen fantastischen Blick auf beide Seiten der Halbinsel Jandia. Die Anblick auf den Strand im Norden war wirklich herrlich. 

Dann ging es auch schon weiter Richtung Cofete mit einem kurzem Zwischenstopp, bei dem wir mehr über die Kanarische Wolfsmilch erfuhren, die auf den Kanaren endemisch ist, also nur hier vorkommt. Unsere Fahrt führte uns weiter durch Cofete hindurch an den unter dem Ort liegenden Strand. Hier hat man eine tolle Aussicht auf die Berge und die sagenumwobene Villa Winter, über die sich eine Reihe von Verschwörungstheorien ranken.

Wir verbrachten noch etwas Zeit am Strand, der zwar einladend aussieht, aber an dem Baden verboten ist. Neben den hohen Wellen, die ein Baden schwer machen ist vor allem eine gefährliche Strömung unter Wasser dafür verantwortlich, dass man hier maximal spazieren gehen kann und dieser Teil der Insel auch für Massentourismus mit Hotelburgen nicht geeignet ist.

Weiter ging es wieder zurück über den Pass zum nächsten Stop, einer einsamen Badebucht. Hier hatten wir fast eine Stunde Zeit, in den mit 22°C noch immer recht warmen Atlantik baden zu gehen. Damit waren wir aber immer noch nicht am Ende. Die Fahrt führte uns weiter zum Faro de Punta Jandia, einem Leutturm am westlichen Ende der Insel. Hier treffen zwei unterschiedliche Meereströmungen aufeinander, so dass hier teilweise bis zu sechs Meter hohe Wellen entstehen. Auch wenn bei uns keine so hohen Wellen sichtbar waren, so so es doch spannend aus, wie Wellen aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander zulaufen. 

Den Abschluss der Safari bildete ein Mittagessen im Restaurant „El Caleton“ in El Puertito, einem kleinem Fischerdorf etwa anderthalb Kilometer vom Faro de Punta Jandia. Als Vorspeise gab es Papas arrugadas, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce, Salat und Brot. Die Hauptspeise war eine leckere Paella, dazu gab es Wasser und Weißwein. Das alles war im Gesamtpreis der Reise von 59 € enthalten. Nach dem Essen ging es dann direkt wieder in Hotel.

Alles in allem kann man sagen, dass dieser Ausflug jeden Cent wert war. Aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung für jeden Fuerteventura-Touristen. Ich würde es jederzeit wieder machen und es niemals auf eigene Faust mit einem Mietwagen machen, bei dem das Risiko besteht, dass man den Versicherungsschutz verliert und noch Strafe zahlen muss.

 

Hier noch ein paar Bilder. Ich werde, wenn ich wieder zu Hause bin und an meinem PC arbeiten kann, ein paar mehr einstellen.

Fuerteventura – Aussichtspunkte, Teil 2

Nachdem ich seit gestern massive Probleme mit der Website hatte und diese teilweise gar nicht mehr erreichbar war, hier ein weiteres Update mit einem Aussichtspunkt auf Fuerteventura. Fährt man auf der FV605 von La Pared nach Pajara, so erreicht man etwa der Hälfte der Strecken den Mirador Astronómico de Sicasumbre.

Fuerteventura gilt als Lichtschutzgebiet. Dieses Konzept besagt, dass hier der Einfluss von künstlichem Licht nachts hier möglichst gering gehalten wird, so dass sich hier die Sterne sehr gut beobachten lassen. Für Hobbyastronomen ist dies ein El Dorado, aber auch als nicht ganz so enthusiastischer Sternengucker ist der Anblick  wunderschön.

 

Wir waren allerdings zwei Mal tagsüber am Mirador Astronómico de Sicasumbre, und ich muss zugeben, auch da finde ich den Ausblick spektakulär. Ich empfehle auf jeden Fall festes Schuhwerk zu tragen. Nach einem  kurzen Aufstieg vom Parkplatz hat man einen wunderschönen Ausblick über den westlichen Teil Fuerteventuras, der extrem wenig besiedelt ist. Hier ein paar Impressionen:

 

Fuerteventura – Aussichtspunkte

Heute gibt es hier einen Tipp für einen Aussichtspunkt, den wir bei unseren beiden Aufenthalten auf Fuerteventura besucht hatte. Das erste Mal war eher zufällig, das zweite Mal bin ich gezielt dahin gefahren. Es handelt sich hierbei um den Mirador De Morro Velosa. Man erreicht ihn, wenn man auf der FV-30 von Norden kommend Richung Betancuria fährt. Der Weg ist ausgeschildert und man kommt mit dem Auto relativ gut hoch. Die Straße ist gut ausgebaut und meist breit genug, so dass man vor entgegenkommenden Fahrzeugen kaum Angst haben muss. Da gibt es eindeutig heiklere Punkte auf der Insel…

Oben angekommen findet man eigentlich immer einen Parkplatz. Wenn mehr als ein Bus oben wartet, könnte es schon mal enger werden, bei uns war aber nie mehr als ein Bus da, so dass auch beim Ausparken und dem Verlassen es nie zu Platzproblemen kam.

Am Gipfel ist auch ein Gebäude , in dem es eine Ausstellung über die Insel gibt. Die Ausstellung selbst ist meiner Meinung nach sehr gut, enttäuscht war ich nur, dass das im Gebäude befindliche Café geschlossen war, so dass man nicht einmal einen Kaffee trinken konnte. Schade, da die Aussicht selbst wirklich genial ist.

 

Die Aussicht von hier oben ist allerdings spektakulär. Auch wenn Fuerteventura eine sehr karge Insel ist, der Blick von hier ist verdammt genial. Aber seht selbst. Die Aufnahmen sind Anfang April und Ende November entstanden.

 

Fuerteventura – Ausflugstipps Teil 2

So, heute gleich Teil 2 und in dem Sinne die Fortsetzung des letzten Eintrags.

Wie schon im vorherigen Beitrag geschrieben, hatten wir im Museo de las Salinas del Carmen ein Kombiticket gekauft, bei dem wir neben der Saline auch noch Eintritt zu einem Käsemuseum und zu einem Mühlenmuseum.

 

Museo del Queso Majorero

Das Museo del Queso Majorero liegt an der FV-20 etwas nördlich von Antigua. Man kann es nicht verfehlen, einfach an der Windmühle auf den Parkplatz abbiegen. Diese waren bei uns ausreichend vorhanden.

 

Hier noch ein paar allgemeine  Informationen

Adresse

Calle Virgen de Antigua km 20

35630, Antigua, Fuerteventura,

Öffnungszeiten

täglich geöffnet

10:00 bis 18:00 (01.05 – 31.10)

9:30 bis 17:30 (01.11. – 30. 04)

Eintrittspreis

4 € für Erwachsene

11,50 € als Kombiticket

 

An der Eintrittskasse wurden wir gefragt, ob wir noch den Käse kosten möchten, eine kleine Tapas-Platte kostet 3 €. Für 2 Personen ist diese auf jeden Fall zu empfehlen, man braucht nicht die große zu nehmen. Positiv auf jeden Fall, die Frau an der Kasse sprach ganz gutes deutsch und auch englisch.

Drinnen sind wir erst einmal in die dortige Mühle gegangen. Das sollte man auf jeden Fall machen, einzig große Personen müssen auf ihren Kopf aufpassen, da das Innere doch eher niedrig gebaut ist.

 

Windmühle beim Käsemuseum

Windmühle beim Käsemuseum

Danach ging es in die Ausstellung, die sich mit der Herstellung des Ziegenkäses beschäftigt. Diese ist sehr schön angelegt und auch mit vielen interaktiven und multimedialen Inhalten aufgepeppt.

Draußen haben wir denn die schon vorhin erwähnte Tapas-Platte mit dem Ziegenkäse. Diesen gab es in den 3 Altersstufen, die hier auf der Insel verkauft werden. Ich kann nur sage, der Käse war echt lecker und hat überhaupt nicht nach Ziegenstall geschmeckt. Selbst Nicole, die Ziegenkäse nicht mag, war davon begeistert.

Anschließend ging es noch auf die Dachterasse, von der man einen schönen Ausblick auf den Palmengarten und den Kaktusgarten hat, die zum Museum dazugehören und die man auch besuchen kann oder meiner Meinung nach auch sollte.

Hier ein paar Impressionen vom Palmen-und Kaktusgarten.

 

Centro de Interpretacion Los Molinos

Das Centro de Interpretacion Los Molinas oder auch Mühlenmuseum befindet sich in Tiscamanita in einer Parallelstraße zur Hauptstraße, die den Ort durchquert.Das Ticket hatte wir ja schon beim Besuch in der Saline mit erworben.

Direkt vor dem Museum gibt es keine Parkplätze, aber bei der Abbiegung zum Museum sein einige Parkplätze, so dass man ca. 100 m zum Museum laufen darf.

Hier die weiteren Informationen

Adresse

Calle la Cruz 11

35638 Tiscamanita, Las Palmas

Öffnungszeiten

täglich geöffnet

10:00 bis 18:00 (01.05 – 31.10)

9:30 bis 17:30 (01.11. – 30. 04)

Eintrittspreis

4 € für Erwachsene

11,50 € als Kombiticket

 

Im Museum gibt es  einige Informationen zu  den Mühlen und vor allem über Gofio. Gofio ist gemahlenes Getreide, welches geröstet wird. Am Einlass gab es auch gleich eine Gofio-Süßspeise zum probieren: Gofio mit Zucker und Öl vermischt. Süß, ein nussiger Geschmack und bestimmt nicht kalorienarm, aber verdammt lecker. Auch die Ausstellung war interessant. Klein, aber doch interessant.

Viele Bilder habe ich leider nicht. Aber wie schon im Salzmuseum war das Video außergewöhnlich gestaltet. Die Projektionsfläche des Videos war bestückt mit Mehlsäcken. Gezeigt wurde ein Video, wie die von uns verköstigte Süßspeise vor Publikum hergestellt wird.

 

Alles in allem sind beide hier beschriebene Museen empfehlenswert und vor allem in Kombination mit der Saline auf jeden Fall zu empfehlen.

Fuerteventura – Ausflugstipps Teil 1

Hier nun einmal der erste Ausflugstipp auf Fuerteventura. Nun ja, eigentlich sind es drei und wie es dazu kam, erfahrt ihr hier.

 

Eigentliches Ziel war Museo de las Salinas del Carmen, das Salzmuseum. Dieses liegt im Osten der Insel südlich der Hauptstadt Puerto del Rosario. Man kann das Museum gar nicht verfehlen, wenn man die FV-2 von Puerto del Rosario Richtung Süden fährt bzw. von Süden kommend Richtung Inselhauptstadt.

Parkplätze gibt es ausreichend.

Adresse:

Barrio las Salinas, 2,

35610 Antigua

Las Palmas, Spanien

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag: 09:30 bis 17:30 Uhr
Eintrittspreis:

6 €

11,50 € als Kombiticket mit Museo de Queso &  Museo de Molina

Das Museum selbst hat mehrere Ausstellungen. Eine davon wechselt regelmäßig. Bei uns war zeitgenössische Kunst zu sehen, was mich nicht wirklich begeistert hatte. Viel interessanter war die Dauerausstellung, welche, wie man vermuten kann, sich um die Salzherstellung und das Leben der Arbeiter drehte.

Begeistert war ich von dem Video, welches man sich anschauen konnte. Dieses wurde nicht nur einfach auf eine Wand projiziert, nein, die Wand hatte verschiedene Elemente die teilweise angestrahlt wurden und somit plastische Effekte erzeugte. So waren in Bilderrahmen Fotos und Animationen zu sehen.

Video im Museum

Video im Museum

Der Mann rechts im Bild war ein Handwerker, der gerade eine Lampe austauschen musste. 🙂

Im Außenbereich kann man dann sehen, wie hier noch auf traditionelle Weise Salz gewonnen wird. Allerdings wird nicht nur einfach Mehrwasser in die Becken gepumpt, sondern durch die Beschaffenheit an der Küste wird die überspritzende Gischt aufgefangen und über mehrere Vorbecken aufkonzentriert, bis die Sole dann in kleinen Becken sammelt und letztendlich das Salt kristallisiert. Da man nur die Gischt nimmt, heißt dieses Salz auch Schaumsalz und kann natürlich im Museumsshop erworben werden.

Gischt

Die hier sichtbare Gischt in der Mitte des Bildes wird aufgefangen, gesammelt und dann aufkonzentriert.

Die Saline wird auch restauriert, so dass sie irgendwann wieder ihre volle Kapazität ausschöpfen kann.

Hier kann man die Verdunstungsbecken sehen, in denen das Salz auskristallisiert und geerntet wird. Die weißen Häufchen weiter hinten sind Salz.

 

Des weiteren befindet sich auf dem Gelände auch noch ein Skelett eines Finnwalweibchens, welches im April auf der Insel strandete und verendete.

Das Finnwalskelett bei den Salinen

Der Kopf und Rumpf des Finnwals

 

Aus meiner Sicht sind die Salines de las Carmen auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Salz ist auch ein nettes Geschenk für Freunde und Familie zu Hause.

 

Das soll es erst  einmal gewesen sein. Demnächst wieder mehr.

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