Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Kategorie: Reisen (Seite 1 von 3)

Ecomuseo La Alcogida

Nachdem wir jetzt über eine Woche aus dem Urlaub zurück sind, kommt nun ein neuer Beitrag. Wobei ich technisch gesehen ja die vier Einträge aus dem Urlaub bearbeitet habe, indem ich die Bilder jetzt auf meinem Computer noch einmal bearbeitet habe und das Wasserzeichen etwas unscheinbarer geworden ist.

Der letzte Ausflug in diesem Urlaub führte uns wieder in den nördlichen Teil der Insel. Wobei, Inselmitte trifft es besser. Von Esquinzo aus ist es auf jeden Fall eine Fahrt von mehr als einer Stunde. Die Anfahrt führt über die FV-20, bei der man zwischen Antigua und Casillas del Angel auf die FV-30 in Richtung Westen abbiegt. Nach gut 2 km biegt man dann im Kreisverkehr nach Norden in Richtung Tefia auf die FV-207 ab. Nach gut viereinhalb Kilometern erreicht man dann das Ecomuseo, welches gut ausgeschildert ist. Beim zweiten Fußgängerüberweg biegt man links ab und erreicht so den kostenlosen Parkplatz.

 

Hier die übliche Übersicht über das Museum:

Adresse
Carretera, Tefia, Fuerteventura
35600
Telefon +34 928 17 54 34
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 10:00 – 17:30

Eintrittspreis

5,00 €

verbilligter Eintritt für Senioren und Jugendliche

Kinder unter 12 Jahren zahlen nichts

Das Ecomuseo ist ein Freilichtmuseum, bei dem insgesamt 7 Gehöfte in traditioneller kanarischer Bauweise erhalten sind bzw. wieder in diesem Stil aufgebaut wurden. Teilweise sind die Häuser wohl bis 70er Jahre des 20. Jahrhunderts bewohnt gewesen und wurden ab Mitte der 90er restauriert. Vom Parkplatz aus erreicht man das erste Haus, in dem dann der Eintritt von 5 € für Erwachsene gelöhnt werden muss. Außerdem bekommt man einen Aufkleber auf seine Kleidung welcher zeigen soll, dass man auch wirklich Eintritt bezahlt hat. Prinzipiell könnte man hier auch ohne Eintritt zu zahlen durchspazieren, da es keine Zäune oder Zugangskontrollen gibt. Allerdings wäre das natürlich unfair, da auch der Erhalt eines solchen Museums Geld kostet.

In dem Haus 1, in dem sich die Kasse befindet, sind außerdem noch Toiletten vorhanden. Gegenüber befindet sich ein kleines Haus, in dem Miniturmodelle von einer Kirche sowie von Windmühlen ausgestellt sind. Weiter geht es über gut ausgeschilderte Wege zum zweiten Haus, das dann auch wirklich als ehemaliges Wohnhaus zu erkennen ist. Neben einer Küche gibt es hier eine Art Wohnzimmer sowie ein Schlafzimmer inklusive des Nachttopfs. Interessant ist dabei, dass die meisten Häuser keine Fenster haben, sondern nur Türen, die meist nach Süden ausgerichtet sind. Auch zwischen den Zimmern gibt es fast nie Türen oder Durchbrüche, so dass man vom einen Raum in den nächsten immer erst das Haus verlassen muss und durch eine andere Tür das Zimmer betritt. Deswegen haben die Häuser hier auch so viele Türen außen.

Um vom zweiten Haus zum dritten zu kommen, muss man die Straße FV-207 überqueren. Hierzu gibt es einen Fußgängerüberweg, der direkt hinter dem Haus beginnt. Allerdings sollte man hier vorsichtig ein, da man nach 2 Treppenstufen direkt auf die Straße tritt und die Sicht nach links teilweise durch das Haus, welches sich direkt an der Straße befindet, versperrt ist.

Im Haus 3 befindet sich eine Raum, in dem man ein Video sehen kann, wie aus Palmenblättern hier Körbe und ähnliches geflochten wird. Das Video war allerdings nur auf spanisch. Weitere Räume waren hier nicht geöffnet.

Haus 4 gehörte einem Senor Teodosio. Hier konnte man wieder die Räume besichtigen, dazu gehörten eine Art Wohnzimmer, ein Schlafzimmer mit einem fensterlosen Nebenraum, in dem ebenfalls ein Bett stand sowie einer relativ gut eingerichteten Küche. Daneben war ein Gebäude mit einer Mühle sowie weitere Räume, die eher wie Abstell- oder Lagerräume wirkten.

Weiter ging es zu Haus 5, in dem eine ältere Frau Lochstickereien in einem beeindruckenden Tempo herstellte. Die meisten Menschen hätten sich bei der Geschwindigkeit eher selbst schwer verletzt, aber bei ihr wirkte das so einfach. In dem Haus waren im Hinterhof noch weitere Räume zu besichtigen. Darunter war eine Holzwerkstatt, in der z.B. Modelle von Windmühlen hergestellt wurden, eine weitere Werkstatt, in der Spielzeugautos aus Metall gebaut wurden und ein Raum, der aussah, als würde hier Käse gemacht werden.

Im Haus 6 befand sich dann eine Töpferei, in der man hätte auch Töpfe und ähnliches kaufen können. Daneben war eine Webstube mit zwei Webstühlen sowie ein Raum mit den oben angesprochenen geflochtenen Körben und ähnlichem aus den Palmenblättern. Das letzte der sieben Häuser war allerdings geschlossen. Bis auf eine Bildwand, durch die man seine Köpfe stecken kann, war hier zu dem Zeitpunkt, an dem wir hier waren, leider nichts weiter zu sehen. Eigentlich schade, da es von außen sehr interessant aussieht.

Alles in allem kann ich auch diesen Ort empfehlen, insgesamt sollte man sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall, wenn man daran interessiert ist, wie die Einheimischen hier gelebt haben.

 

Wie immer hier noch ein paar Impressionen:

Ein Segeltörn an der Südküste

Heute gibt es schon wieder einen neuen Beitrag. Diesmal über einen Segeltörn an der Südküste vor Jandia. Wie kam es dazu?

Da wir ja auf einer Insel sind, gehört ein Ausflug auf einem Schiff sicherlich zu einem kompletten Urlaub. Vom Hotel her gab es mehrere Angebote:

  • Einen Ausflug mit einem Katamaran mit bis zu 80 Leuten.
  • Einen Ausflug mit einem kleineren Katamaran mit bis zu 12 Leuten.
  • Eine Tour mit einem Piratenschiff, welches schon bei der Ausfahrt die Titelmusik von „Fluch der Karibik“ spielt
  • Oder einen Segeltörn mit maximal 8 Leuten auf dem Boot

Wir entschieden uns für letztere Variante, die mit 75 € allerdings auch die teuerste Variante war. 

Durchgeführt wurde diese von Flounders Sailing. Geplant war die Tour eigentlich am Montag. Doch schon am Sonntag bekamen wir Zweifel, ob der Ausflug aufgrund des Windes überhaupt stattfinden könnte. Seit Tagen stürmte es ziemlich heftig und laut Wetterbericht sollte der Montag der schlimmste Tag sein. So kam es dann auch, so dass wir zwar am Montag uns fertig machten, die Tour aber abgesagt werden musste. Wir verschoben diesen Ausflug dann auf Mittwoch und fuhren am Montag in den Oasis Park, über den ich später noch einen ausführlichen Bericht schreiben werde.

Am Mittwoch war das Wetter entsprechend besser. Zwar wehte noch ein kräftiger Wind, aber er war nicht so stürmisch. So wurden wir gegen 10 Uhr vom Hotel abgeholt, sammelten noch zwei weitere Fahrgäste ein (einer war schon im Auto, als wir zustiegen) und fuhren zum Hafen von Morro Jable. 

Hafen von Morro Jable? Da war doch was? Richtig, da begann auch unsere Jeep Safari. Angekommen im Hafen trafen wir noch zwei weitere Teilnehmer unseres Segeltörns, so dass wir insgesamt sieben Leute plus Skipper waren. Die Gäste waren alles Deutsche, was wieder einmal unterstreicht, dass die Insel zum größten Teil von Deutschen besucht wird. 

Auf der Flounders trafen wir dann auch unseren Skipper José, einen netten jungen Mann, der sein Leben wohl dem Segeln verschrieben hat.

Dann ging es auch schon los. Aus dem Hafen fuhren wir noch von einem Motor angetrieben, doch kurz danach wurden die Segel gehisst und es ging ohne Motorkraft los, nur vom Wind angetrieben. Das Steuer übernahm dann Jenny, eine der Gäste, die schon Erfahrung im Segeln hatte. Wir fuhren ostwärts an Morro Jable vorbei. Am Anfang war es noch sehr ruhig, da durch die Berge der Wind noch abgeschwächt war. Nachdem wir aber aus dem Windschatten heraus waren, nahmen wir richtig Fahrt auf. Das war dann auch der Moment, an dem die Gäste, die es sich am Bug bequem gemacht hatten, zum ersten Mal richtig nass wurden und nach hinten zu den eigentlichen Sitzplätzen kamen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir eine schöne Schräglage des Bootes. Wir fühlten uns aber sehr sicher, da das Boot einen 3 Meter tiefen Kiel mit etwa zwei Tonnen Gewicht hat und uns versichert wurde, dass wir nicht kentern könnten. Zwar musste man sich je nach Schräglage schon festhalten, allerdings wurde es nie gefährlich, da José auch nicht volles Risiko ging und die Segel voll setzte. Das war auch gut so, da wir zwischendurch immer noch Windstärke 6 auf der Beaufort Skala hatten. Leider konnten wir keine Delfine sehen, was wohl unter anderem am Wellengang gelegen haben könnte. 

Nach gut zwei Stunden herumcruisen vor der Küste ging es zu einer etwas geschützten Bucht in der Nähe des Hafens, wo wir ankerten. Nicole und ich nahmen ein Bad im Atlantik und anschließend gab es noch kleine Snacks, darunter leckeren Ziegenkäse aus Fuerteventura, der wirklich anders schmeckt als aus Deutschland. 

Nach etwa einer Stunde ging es wieder zurück zum Hafen und wir wurden wieder in die Hotels zurück gefahren.

Ich kann diesen Ausflug auf jeden Fall empfehlen. Es hat eine Menge Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen. 

 

Hier noch ein paar Fotos von der Tour:

Ein Ausflug nach Betancuria

Heute gibt es mal wieder einen neuen Eintrag direkt aus dem Urlaub. Diesmal ging es nach Betancuria, wobei wir eigentlich was ganz anderes vorhatten. Wie kam es dazu?

Es war Sonntag und ursprünglich wollten wir an dem Tag im Norden der Insel wandern gehen. Da es aber seit Tagen auf Fuerteventura stark stürmte und das Wandern im Sturm wenig Spaß macht, vor allem, wenn man auf einer freien Ebene wandern müsste, planten wir kurzfristig um. So einfach ist das aber nicht, da fast alle Museen und Ausstellungen am Sonntag hier geschlossen haben. In unserem Reiseführer fanden wir trotzdem etwas interessantes: Die Finca Pepe bei Betancuria. Dort wird Ziegenkäse hergestellt und man kann nicht nur den dort produzierten Käse kaufen, sondern auch von 9 bis 12 Uhr die Herstellung anschauen. Da es aber schon kurz nach 10 war und Google Maps mindestens 70 Minuten veranschlagt hatte, hieß es schnell fertig machen und dann los.

Der einfachste Weg, die Finca zu finden, ist von Norden kommend die FV-30 Richtung Betancuria zu fahren und dann direkt vor dem Ortseingang nach rechts in eine kleine asphaltierte Straße abzubiegen. An der Abzweigung ist auch ein entsprechendes Schild angebracht. Nach etwa einem Kilometer erreicht man die Finca, bei der man auch parken kann. Draußen sieht man schon eine Menge Ziegen, so dass man weiß, dass man hier richtig ist.

Allerdings hatten wir wohl Pech gehabt. Obwohl wir gegen dreiviertel 12 da waren, waren außer einem kleinem Kind und einem doch sehr großen Hund draußen keiner anzutreffen. Wir gingen am Hund vorbei in das Gebäude, in dem viele alte Utensilien lagen, die möglicherweise zur Käseherstellung verwendet werden, sahen da aber auch nur einen jungen Mann im Stall, der außer einem „Ola“ uns ignorierte. Da wir niemanden weiter dort sahen, entschieden wir uns, wieder zu fahren. Schade eigentlich, wir hätten uns die Käseherstellung gerne angeschaut und auch gerne mal probiert. So fuhren wir dann weiter nach Betancuria. Parken kann man in Betancuria kostenlos am südlichen Ortsausgang, wo es ausreichend Parkplätze gibt.

Betancuria war von ihrer Gründung 1404 bis 1834 die alte Inselhauptstadt von Fuerteventura. Gründer der Stadt war Jean de Bethencourt, der als Eroberer die kanarischen Inseln erkundete. Der Ort ist heute allerdings sehr klein, laut Wikipedia lebten 2011 gerade einmal 215 Menschen in Betancuria, viel mehr dürften es auch heute nicht sein. Die Lage der Stadt ist allerdings malerisch. Eingeschlossen von Bergen liegt Betancuria in einem Tal. Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Insel ist hier relativ viel Grün zu sehen. Auch werden hier Kartoffeln angebaut, wie wir selbst bestaunen konnten. An einem Sonntag ist die Stadt allerdings trotzdem sehr verschlafen, die meisten Geschäfte hatten geschlossen und auch die meisten Restaurant waren zu unserer Verwunderung geschlossen. Nicole fand natürlich den geöffneten Aloe Vera Shop, in dem sie sich mit Aloe Produkten eindeckte, die bis zu unserem nächsten Urlaub reichen müssen. Anschließend entdeckten wir dann eine Hinweistafel auf einen restaurierten historischen Teil der Stadt, den wir dann auch aufsuchten. Der Baustil hier sieht wirklich toll aus und man kommt sich vor wie in eine andere Zeit versetzt. Auf einem größeren Platz sahen wir dann die Kirche Santa Maria, in der man „Heiligtümer“ betrachten kann. Der Eintritt kostet gerade einmal 1,50 €, was mehr als fair ist. 

Anschließend hatten wir Hunger und fanden dann auch etwas Wunderbares: das Casa Princess Arminda. In einem Hinterhof versteckt werden da leckere kanarische Köstlichkeiten zu kleinen Preisen serviert. Man sollte Zeit mitbringen, da hier alles sehr gemütlich zugeht und der Kellner sich Zeit lässt. Wir bestellten Papas arrugadas, also die typischen kanarischen Kartoffeln mit Mojo Sauce. Diese waren zwar lecker, hätten aber noch mehr Mojo vertragen können. Anschließend ging es noch durch die Gassen zurück zum Parkplatz und weiter mit dem Auto. Wir nahmen allerdings nicht den gleichen Weg zurück, sondern fuhren die FV-30 in südlicher Richtung gen Pajara. Dabei machten wir noch an 2 Aussichtspunkten (Miradors) halt. Der erste ist kurz hinter Vega de Rio Palmas der Mirador Las Peñitas und der zweite war der Mirador del Risco de las Peñas. Bei beiden hat man eine tolle Aussicht auf die Berglandschaft. Vom ersten Mirador kann man auch den Versuch sehen, hier einen Stausee anzulegen, was massiv schief gelaufen ist. Der Stausee verlandete aufgrund des mitgeführten Sediment innerhalb kurzer Zeit.

Den zweiten Mirador konnten wir nicht wirklich genießen. Es stürmte hier so stark, dass Nicole sich nicht mal aus dem Auto traute, da sonst ihr Kleid hochgehoben worden wäre. Ich selbst hatte einige Mühe, gegen den Wind anzukämpfen und bin nach knapp 2 Minuten wieder im Auto gewesen. Somit ging es weiter nach Pajara auf der wunderschönen Bergstraße, bei der es rechts neben uns ziemlich steil bergab ging. In Pajara angekommen fuhren wir gleich weiter zum Hotel.

Alles in allem war es ein schöner Ausflug, auch wenn wir gerne mehr von der Käseproduktion gesehen hätten. Betancuria ist auf jeden Fall ein Ausflug wert.

 

Wie immer hier noch ein paar Bilder:

Ein Ausflug zur Schwarzen Bucht bei Ajuy

Heute gibt es schon wieder einen neuen Bericht über einen Ausflug, den Nicole und ich heute unternommen haben. Dabei ging es nach Ajuy, um dort die Caleta Negra, die Schwarze Bucht, zu besuchen. 

Was ist so besonders an dieser Bucht? Nun, hier gibt es viele Höhlen, in denen Piraten seit dem 15. Jahrhundert ihre Beute versteckt haben.

 

 

Ajuy ist ein kleines verschlafenes Fischerdorf an der Westküste, in dem laut Wikipedia nicht einmal einhundert Menschen wohnen. Allerdings gibt es in dem Dorf mindestens drei Restaurants, die mehr oder weniger alle vom Tourismus leben.

In den Ort führt nur eine einzige Straße, die FV-621. Man gelangt vom Osten her kommend über Pajara und die FV-605 auf die FV-621, oder von Süden aus Richtung La Pared kommend, wenn man kurz vor Pajara links auf die FV-621 abbiegt. Am Ortseingang befindet sich ein Kreisverkehr und linkerhand ein Parkplatz, auf dem man gut parken kann. Vormittags sollen hier wohl öfter große Busse mit Touristen ankommen, da wir erst am Nachmittag gegen 15 Uhr da waren, können wir das nicht bestätigen. Bei uns gab es noch einige freie Parkplätze. Alternativ kann man auch das Auto durch die engen Gassen manövrieren und am Strand parken. 

Der Strand von Ajuy ist im Gegensatz zu den meist weißen Stränden auf Fuerteventura sehr dunkel, vergleichbar am ehesten mit den Stränden auf Teneriffa, z.B. bei Playa de las Americas. Man kann hier wohl baden gehen, allerdings ist auch hier eine starke Unterwasserströmung vorhanden, welche das Schwimmen gefährlich macht.

Am nördlichen Strandende beginnt dann auch der relativ steile Anstieg an den Klippen entlang. Der Weg ist nicht überall gut ausgebaut und manchmal etwas holprig, festes Schuhwerk ist auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem, wenn man später noch die Höhlen weiter erkunden will. Der Atlantik ist hier sehr wild, vor allem, wenn es wie bei uns sehr windig ist. Geht man den Weg entlang, so kommt man zu 2 relativ großen und tiefen Löchern. Dabei handelt es sich um alte Kalkbrennöfen, da Kalk hier bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebrannt worden ist. Nach weiteren 5 Minuten gelangt man dann in die Bucht. Der Weg führt dann über eine Treppe über 25 Meter hinab in eine erste Höhle. Man muss etwas aufpassen, da es bei Gegenverkehr sehr eng werden kann und die Geländer zu Absturzsicherung nicht an allen Stellen hoch genug sind. Der TÜV hätte seine Freude daran 🙂

Unten angelangt kann man die erste Höhle etwas erkunden. Wenn gerade Ebbe ist, wie bei uns, und man festes Schuhwerk an hat, so kann man mit wenig Kletterkünsten auch noch in die zweite Höhle gelangen. Hier führt der Weg noch weitaus tiefer in die Höhle. Mit einer Taschenlampe kann man diese noch weiter erkunden, worauf wir aber verzichteten. Wer weiß, vielleicht hätten wir ja noch einen Piratenschatz gefunden. Arrrrrr!!

Anschließend ging es wieder zurück. Alles in allem ein schöner und lohnender Ausflug, den man bequem an einem Nachmittag machen kann.

 

Und hier noch einige Impressionen von dem Ausflug.

Jeep Safari im Süden von Jandia

Es ist wieder soweit: Wir sind wieder im Urlaub und wieder einmal verschlägt es uns nach Fuerteventura. Diesmal allerdings das erste Mal als Frau und Herr Munick. Wir sind wieder im Allsun Esquinzo Beach untergekommen und haben nach einem Tag Entspannung heute den ersten Ausflug unternommen. 

Über unsere Reiseleitung buchten wir eine Jeep Safari in den Jandia Nationalpark. Durchgeführt wurde diese von Discovery Safari. Falls sich jemand fragt, warum wir nicht selber da hin fahren, ist die Antwort ganz einfach: Da kurz hinter Morro Jable die Straßen nicht mehr asphaltiert sind und die Straße dort eher einer Schotterpiste gleicht, haben fast alle Mietwagenanbieter in ihren Verträgen Klauseln drin, dass man auf unbefestigten Straßen nicht fahren darf. Somit ist dieser Teil der Insel eigentlich tabu für Touristen, es sei denn, sie buchen entweder eine Tour oder mieten sich ein wirklich geländegängiges Fahrzeug. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass dort sehr viele Mietwagen unterwegs sind. Ich kann nur davon abraten, es trotz aller Warnungen dorthin zu fahren, da es durch Steinschlag zu Beschädigungen am Auto kommen kann und man unter Umständen den Versicherungsschutz verliert. Angeblich kontrolliert auch die Polizei dort, wenn Mietwagen unterwegs sind.

Los ging es früh um kurz vor halb 10, als wir von Miguel in einem der Jeeps abgeholt wurden. In Jandia Playa sammelten wir weitere Gäste ein und fuhren zuerst zum Hafen von Morro Jable. Dort warteten wir, bis alle anderen Jeeps mit Gästen angekommen waren. Um uns die Zeit etwas zu vertreiben, gingen wir etwas im Hafen spazieren. Im glasklaren Wasser konnten wir neben vielen kleineren Fischen auch Stachelrochen sehen. Außerdem gibt es im Hafengelände ebenfalls eine Aufzuchtstation von Schildkröten, da man es sich zum Ziel gesetzt hat, Fuerteventura wieder zur Heimat von vier der sieben Meereschildkröten zu machen. 

Um viertel Elf waren dann alle Teilnehmer und Guides angekommen und wir erhielten eine kurze Einweisung, was wir heute alles erleben werden. Die Guides selbst sprechen unterschiedliche Sprachen, neben Spanisch und Englisch sind auch Deutsch, Französisch und Italienisch im Angebot. 

Wir saßen weiterhin bei Miguel in dem Landrover Defender, also einem echten Geländewagen und kein SUV. Sein Fahrstil war doch recht forsch, aber wir haben uns niemals unsicher gefühlt. Nach kurzer Strecke hielten wir an einer Stelle an und waren plötzlich von Ziegen umgeben. Unsere Guides stiegen dann aus und scheuchten sie etwas umher. Einige der Ziegen schauten dann auch bei einigen Autos durch das Fenster herein, was zur Erheiterung beitrug.

Anschließend ging es weiter über einen Pass in Richtung Cofete. Oben am Pass blieben wir stehen und stiegen auch aus. Da der Wind hier oben so stark wehte, blies er mir gleich mein erst einen Tag vorher gekauftes Basecap vom Kopf und gleich über den Passkamm. Eigentlich hatte ich es schon abgeschrieben, aber unser deutsche Guide Tino lief hinterher, ich folgte ihm. Und wirklich, er fand mein Basecap sofort und gab es mir zurück mit dem Hinweis, es besser nicht aufzusetzen. Von hier oben hatte man einen fantastischen Blick auf beide Seiten der Halbinsel Jandia. Die Anblick auf den Strand im Norden war wirklich herrlich. 

Dann ging es auch schon weiter Richtung Cofete mit einem kurzem Zwischenstopp, bei dem wir mehr über die Kanarische Wolfsmilch erfuhren, die auf den Kanaren endemisch ist, also nur hier vorkommt. Unsere Fahrt führte uns weiter durch Cofete hindurch an den unter dem Ort liegenden Strand. Hier hat man eine tolle Aussicht auf die Berge und die sagenumwobene Villa Winter, über die sich eine Reihe von Verschwörungstheorien ranken.

Wir verbrachten noch etwas Zeit am Strand, der zwar einladend aussieht, aber an dem Baden verboten ist. Neben den hohen Wellen, die ein Baden schwer machen ist vor allem eine gefährliche Strömung unter Wasser dafür verantwortlich, dass man hier maximal spazieren gehen kann und dieser Teil der Insel auch für Massentourismus mit Hotelburgen nicht geeignet ist.

Weiter ging es wieder zurück über den Pass zum nächsten Stop, einer einsamen Badebucht. Hier hatten wir fast eine Stunde Zeit, in den mit 22°C noch immer recht warmen Atlantik baden zu gehen. Damit waren wir aber immer noch nicht am Ende. Die Fahrt führte uns weiter zum Faro de Punta Jandia, einem Leutturm am westlichen Ende der Insel. Hier treffen zwei unterschiedliche Meereströmungen aufeinander, so dass hier teilweise bis zu sechs Meter hohe Wellen entstehen. Auch wenn bei uns keine so hohen Wellen sichtbar waren, so so es doch spannend aus, wie Wellen aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander zulaufen. 

Den Abschluss der Safari bildete ein Mittagessen im Restaurant „El Caleton“ in El Puertito, einem kleinem Fischerdorf etwa anderthalb Kilometer vom Faro de Punta Jandia. Als Vorspeise gab es Papas arrugadas, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce, Salat und Brot. Die Hauptspeise war eine leckere Paella, dazu gab es Wasser und Weißwein. Das alles war im Gesamtpreis der Reise von 59 € enthalten. Nach dem Essen ging es dann direkt wieder in Hotel.

Alles in allem kann man sagen, dass dieser Ausflug jeden Cent wert war. Aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung für jeden Fuerteventura-Touristen. Ich würde es jederzeit wieder machen und es niemals auf eigene Faust mit einem Mietwagen machen, bei dem das Risiko besteht, dass man den Versicherungsschutz verliert und noch Strafe zahlen muss.

 

Hier noch ein paar Bilder. Ich werde, wenn ich wieder zu Hause bin und an meinem PC arbeiten kann, ein paar mehr einstellen.

Arta – (K)Ein Geheimtipp auf Mallorca

Mallorca ist die Lieblingsinsel der Deutschen im Mittelmeer. Bedingt durch den Massentourismus vor allem um die Inselhauptstadt Palma de Mallorca und auch viele Touristen, die sich zum Ziel  gesetzt habe, den Urlaub möglichst komplett im Rausch zu verbringen, hat die Insel einen leider teilweise doch schlechten Ruf erhalten. Dieses Ansehen wird der Insel in keinem Fall gerecht. Abseits des Massentourismus gibt es wirklich schöne Ecken zu sehen, die wir in unserem Urlaub 2016 hier entdecken durften.

Wir hatten uns damals alles selbst organisiert: Flug direkt bei Eurowings gebucht, einen Mietwagen in der Nähe des Flughafens (was ich nie wieder machen werde, da wir über 2 Stunden gewartet hatten, bis wir den Mietwagen hatten) und auch die Ferienwohnung in Port d’Alcudia über fewo-direkt.

Die Wohnung war toll: eine Dreiraumwohnung mit Terasse, kleiner Küche und einer sehr netten Betreuerin. Erika war schon Rentnerin und verdiente sich ein Zubrot zu Ihrer kleinen Rente durch die Verwaltung der Ferienwohnungen. Von ihr bekamen wir auch den Tipp, am Dienstag zum Markt nach Arta zu fahren.

Von Port d’Alcudia ist es mit dem Wagen nicht wirklich weit nach Arta, Also sind wir am Dienstag das erste mal hingefahren und danach noch an zwei Tagen, um jedes Mal neue Dinge zu entdecken.

 

Arta

Am Dienstag fuhren wir am späten Vormittag nach Arta. Am Markttag empfiehlt es sich, das Auto etwas außerhalb der Stadt abzustellen und dann einen Spaziergang in die Straßen der Stadt zu unternehmen, in denen der Wochenmarkt an diesem Tag immer statt findet. Es gibt hier das übliche zu kaufen: Klamotten, Handtaschen, einheimische Handwerkskunst, etc. pp. Auch treten „einheimische“ Indio-Bands aus Südamerika hier auf…

An diesem Tag fanden wir hier ein kleines Regionalmuseum, bei deren Besuch wir ein Kombiticket erwarben, welches uns Rabatt auf diverse Sehenswürdigkeiten versprach, weshalb wir hier in Arta öfter landeten. Von diesem Museum aus gingen wir in Richtung Sant Salvador, welche schon von weitem beeindruckend über der Stadt thront. Wir entschieden uns allerdings, nicht in die Feste zu gehen, sondern besuchten die knapp unterhalb davon liegende Kirche Transfiguració del Senyor. Ein wirklich schöner Bau mit einem fantastischen Blick über die Stadt und das Umland.

Ses Païsses

Nur einen kurzen Fußmarsch von der Innenstadt liegt Ses Païsses, ein Zeugnis steinzeitlicher Kultur auf Mallorca. Diese alterstümliche Siedlung war zwar lange bekannt, ist aber erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts unter Schutz gestellt worden. Diese Reste einee talajotischen Siedlung existiert stammt aus der Zeit 1300 bis 100 v. Chr. Diese beeindruckende Relikt aus der steinzeitlichen Geschichte Mallorcas ist aus meiner Sicht super interessant und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Durch das im Regionalmuseum gekaufte Kombiticket war der Eintritt nur 1 Euro (oder so ähnlich, auf jeden Fall super billig).

Coves d’Arta

Wer es noch nicht wusste: Auf Mallorca gibt es mindestens 200 Tropfsteinhöhlen. Wir selbst haben zwei davon besucht:

Coves de Companet

Coves d’Arta

Leider darf man in der ersten keine Fotos machen, so dass ich hier nur Bilder der zweiten zeigen kann. Coves de Campanet liegt südwestlich von Port d’Alcudia, während Coves d’Arta eine kurze Fahrt von Arta an die Küste ist. Eigentlich kann man wenig sagen, die Bilder sagen glaube ich mehr. Führungen sind mehrsprachig in spanisch, englisch und deutsch und auf jeden Fall den Eintritt wert.

Museo Art Arta

Der letzte Abschnitt handelt von einem wirklich interessanten Museum in Arta, dem Museo Art Arta. Auch hier bekommt man mit dem Kombiticket einen preiswerteren Eintritt. Dort findet man Figuren des in Arta geborenen Bildhauers Pere Pujol. Dieser hat dort Figuren aus lokalen Märchen ziemlich echt und teilweise doch gruselig zum Leben  erweckt. Ein paar Impressionen sind in der folgenden Bildergalerie zu sehen.

La Graciosa und Mirador del Rio

La Graciosa

Und schon wieder ein Beitrag, den ich aus Bildern und Erlebnissen unseres ersten Lanzarote-Aufenthalts erstelle.

Diesmal geht es nach La Graciosa, der seit letztem Jahr offiziell achten Kanareninsel.

 

 

Die mit gerade einmal 29 km² kleinste bewohnte Insel der Kanaren wartet mit einsamen Stränden und einer genialen Gelassenheit auf ihre Besucher. Dabei ist es gar nicht so schwer dorthin zu gelangen. Die LZ1 kennt man ja schon aus anderen Beiträgen von mir. Folgt man dieser bis ganz in den Norden Lanzarotes, so erwartet einem das kleine Fischerdorf Orzola. Von dort kann man fast im Halbstundentakt nach Caleta del Sebo mit der Fähre übersetzen. Parkplätze für das Auto gibt es auch, es empfiehlt sich nicht direkt am Hafen zu parken, da man dort nur drei Stunden kostenlos parken kann. In der Nähe findet man trotzdem kostenlose Parkmöglichkeiten, wenn man sagt, dass man mit der Fähre nach La Graciosa fährt.

Dabei gibt es zwei verschiedene Fähranbieter, zum einen ist das die von uns genutzte Fähre von Biosfera Express, zum anderen die Fähren von Lineas Romero. Beide Betreiber fahren versetzt im Stundentakt, so dass man etwa jede halbe Stunde losfahren kann. Die Kosten sind für beide gleich: die einfache  Fahrt kostet 11 €, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 20 €.

Die Überfahrt dauert rund 25 Minuten und ist zu mindestens am Anfang doch sehr rau gewesen. Ich hatte jedenfalls nicht mit so viel Seegang gerechnet. Nach der Einfahrt in den Rio, wie die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa genannt wird, wir der Seegang spürbar weniger und man kann den ersten Ausblick auf die Insel genießen.

Angekommen im Hafen haben wir erst einmal Caleta del Sebo zu Fuß erkundet. Da es hier keine befestigten Straßen gibt, wirkt das ganze doch recht seltsam. Es gibt wenig Autos, dafür recht viele Fahrradverleihe. Ich habe auf Anhieb drei gezählt, was für einen Ort mit knapp weniger als 750 Einwohnern doch viel ist. Ansonsten gibt es hier eine Polizeistation, einen kleinen Supermarkt und mehrere Restaurants.

Witzig: hier gibt es super Empfang von 4G auf dem Handy. Da gibt es viele Gegenden in Deutschland, wo der Empfang schlechter ist.

Da wir dann Hunger hatte, sind wir in ein Restaurant eingekehrt. Wir haben uns für das Restarante Girasol entschieden, da es zum einen nicht so aggressiv Werbung bei den Touris gemacht hat, wie der kleine Imbiss auf der anderen „Straßenseite“, sondern, weil es gemütlich aussah und hier auch mehrere Einheimische gegessen haben. Nach einem Blick auf die Karte war klar, dass wir hier frisch gegrillten Fisch essen wollten und dass hat sich auf jeden Fall gelohnt. Kanarische Kartoffeln mit Mojo Rosso und Mojo Verde, dazu der frische Fisch, der Lecker gegrillt und nicht zu trocken war – ein Gedicht…

Gut gestärkt machten wir noch einen Spaziergang durch den Ort, der nicht nur wunderschön ist, sondern auch noch selbst einen schönen Strand direkt im Ort neben dem Hafen hat.

Der einzige weitere Ort auf der Insel ist Pedro Barba. Allerdings ist dieser nicht ständig bewohnt und besteht mehr oder weniger nur aus Ferienhäusern von Bewohnern anderer kanarischer Inseln bzw. vom spanischen Festland.

Auf der Insel gibt es noch mehrere schöne Strände, darunter auch den Playa De Las Conchas, Playa Del Ámbar oder Playa La Francesa.

Uns hat es hier sehr gefallen und wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Wer ein paar sehr ruhige Tage haben will, der ist hier wahrscheinlich sehr gut aufgehoben.

 

Mirador del Rio

Da wir schon einmal im Norden der Insel waren, sind wir dann nach der Rückkehr nach Orzola noch gleich zu einem weiteren Highlight gefahren: dem Mirador del Rio.

Hmm, Rio ist doch spanisch für Fluss. Und auf Lanzarote gibt es doch keine Flüssen. Also warum sollte ein Aussichtspunkt auf einen Fluss hier existieren? Nun ja, wie schon weiter oben geschrieben wird die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa als Rio bezeichnet, da sich hier auch der Atlantik anders verhält und wir dies bei unserer Überfahrt nach Caleta sel Seto und zurück zu spüren bekamen.

Der Weg zum Mirador ist gut ausgeschildert und die Straßen sind nicht zu schmal, so dass man den Mirador relativ leicht erreicht.

Adresse
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/mirador-del-rio-2/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 17:45

vom 15.07. bis 15.09. 10:00 – 18:45

Eintrittspreis

4,75 €

Minderjährige zahlen  2,40 €

Es gibt auch hier diverse Sparpakete

Das Gebäude war für uns schon auf der Überfahrt nach la Graciosa erkennbar, die Bridgekamera konnte mit dem Zoom sehr schöne Fotos mit guter Auflösung davon machen. Das Gebäude wurde entworfen von, man kann es erahnen, Cesar Manrique. Es gibt hier 2 Aussichtsebenen, man kann hier Kaffee trinken und die Aussicht genießen und natürlich darf auch ein Souvenirshop hier nicht fehlen.

Von hier oben hat mein einen genialen Ausblick auf La Graciosa und die kleineren unbewohnten Inseln wie die Isla de Montaña Clara oder Isla de Alegranza.

In der Galerie kann man ein paar Eindrücke gewinnen.

Video zum Timanfaya National Park

So, hier noch ein Update zu meinem Beitrag über den Timanfaya National Park, den wir während unserer Twizy Tour besucht haben.

Ich habe das Video auf Youtube geladen.

Aufgenommen wurde das Video an folgendem Ort.

 
Was passiert hier? Neben dem Restaurant, in dem der natürliche Grill steht , bei dem das Fleisch und Gemüse mittels natürlicher Hitze gegrillt wird, sind ein paar Metallröhren bis knapp 10 m unter die Erdoberfläche eingelassen. In regelmäßigen Abständen zeigt der Kollege auf dem Video, wie heiß es noch in dieser doch sehr geringen Tiefe unter der Erdoberfläche ist, in dem er Wasser in die Röhren schüttet.
 
Was passiert, kann sich jeder selbst anschauen.
 

Cueva de los Verdes

Heute gibt es einen weiteren Beitrag aus unserem Urlaub auf Lanzarote. Diesmal besuchen wir die Cueva de los Verdes. Im Prinzip waren wir ja schon fast da, als wir Jameos del Aqua besucht haben. Die Cueva und das Jameos liegen nur einige hunder Meter auseinander und gehören, so weit ich das gelesen habe, zum gleichen Jameos, also der Höhle, die durch einen unterirdischen Lavastrom entstanden ist.

Man erreicht die Cueva de los Verdes ebenfalls über die LZ1 in Richtung Norden (Orzola) und biegt diesmal an der Abzweigung, an der rechts zu Jameos del Aqua geht, nach links ab. Nach wenigen hundert Metern erreicht man rechterhand einen kostenlosen Parkplatz, auf dem man dann gleich eingewiesen wird. Überquert man dann die Straße, so erreicht man den Eingang in die Höhle.

 

 
Adresse
Carretera Arrieta-Órzola
35542
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/cueva-de-los-verdes/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 17:00

vom 15.07. bis 15.09. von 10:00 bis 18:00

Eintrittspreis

9,50 €

Minderjährige zahlen die Hälfte

Wie schon beim Kaktusgarten und Jameos del Aqua geschrieben, gibt es diverse Sparangebote, bei denen man verschiedene Sehenswürdigkeiten kombinieren kann und einiges an Geld sparen kann.

Wie auch schon bei den anderen Angeboten beschrieben, lohnt es sich, entweder ganz früh da zu sein, oder ab ca. 15:00. Ab 15:00 gibt es sogar 20% Rabatt am Einlass.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist diese Höhle nicht zu besuchen, da man schon einiges an Höhenmetern in Form von Treppen zurücklegt und man an einigen Stellen ganz schön den Kopf einziehen muss. Auch einige Durchgänge sind doch sehr schmal. Deswegen ist das ganze aus meine Sicht auch nicht geeignet für Eltern mit ganz kleinen Kindern. Ebenfalls sollte man vorher noch einmal auf die Toilette gehen, da es in der Höhle keine Möglichkeiten dafür gibt.

Die Höhle selbst ist nur mit einem Guide zu begehen, sprich, man muss warten, bis einen neue Führung beginnt. Unser Guide sprach spanisch und englisch, deutsch wurde nicht angeboten. Ob es andere Führer gibt, die auch deutsch sprechen, ist mir nicht bekannt. Da der Guide ein Mikrofon und einen Lautsprecher bei sich trug, konnte man ihn gut verstehen.

Die insgesamt sieben Kilometer lange Höhle ist für Besucher ca. einen Kilometer freigegeben. Der Guide erklärt an vielen Stellen, wie die Höhle entstanden ist und welche Mineralien hier vorkommen. Der meist gehörte Satz ist „Mind your head“, was man auch wirklich beherzigen sollte, da einige Durchgänge sehr klein sind und man sich hier wirklich doll den Kopf stoßen kann. Weiter unten befindet sich ebenfalls ein Saal, in dem Konzerte stattfinden können. Dieser wird allerdings wenig genutzt, da es hier keine Infrastruktur wie eine Bar oder gar Toiletten gibt.

Insgesamt dauert die Tour ca. 45 Minuten und ist sehr informativ. Unten gibt es ein paar Eindrücke. Die Bilder sind teilweise dunkel, allerdings war es in der Höhle eben auch sehr dunkel und die Bilder geben das teilweise ganz gut wieder.

Jameos del Aqua

Und hier schon der nächste Bericht von unserem Urlaub auf Lanzarote. Diesmal geht es nach Jameos del Aqua.

Erreicht werden kann das ganze einfach wieder über die LZ1 Richtung Orzola, an der ausgeschilderten Abzweigung sind es dann nur noch wenige hundert Meter. Am besten man ist hier entweder sehr früh da oder am späteren Nachmittag nach um 3. Dann ist hier wohl meist weniger los.

 

 

Aber hier mal wieder ein paar Informationen:

Adresse
Carretera Arrieta-Órzola
35542
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/jameos-del-agua/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 18:30

Dienstag und Samstag 19:00 – 0:30

vom 15.07. bis 15.09. auch Mittwoch bis 0:30

Eintrittspreis

9,50 €

Minderjährige zahlen die Hälfte

Wie schon beim Kaktusgarten geschrieben, gibt es diverse Sparangebote, bei denen man verschiedene Sehenswürdigkeiten kombinieren kann und einiges an Geld sparen kann.

Wenn man nach dem Eingang die Treppen hinuntersteigt, so kommt man erst einmal in einem Gastrobereich an, dreht man sich dann Richtung der ersten Höhle, so kann man schon das erste Highlight sehen, der See in der Höhle, in dem man kleine weiße Punkte sehen kann. Bei diesen kleinen Punkten handelt es sich um Albinokrebse (Munidopsis Polimorpha), die endemisch sind, also nur auf dieser Insel vorkommen. Diese winzigen Krebse sind selten größer als 1 cm, und wenn man genau hinsieht, kann man sie sich auch bewegen sehen. 

An der rechten Seite führt ein kleiner Weg zur anderen Seite. Hier ist Vorsicht geboten, da die Absperrung doch sehr niedrig ist und an einigen Stellen auch ganz fehlt. Auf der anderen Seite ist dann wieder ein Gastrobereich. Geht man die Treppen nach oben, so kommt man wieder ans Tageslicht. Dort befindet sich eine Art Pool, in dem es aber verboten ist, baden zu gehen. Hinter dem Pool öffnet sich eine zweite Höhle, die für Konzerte genutzt wird. Hier sind auch ein paar schöne Kunstwerke zu sehen. Diese sind wie die gesamte Höhle inklusive der Einrichtung, wie soll es auch anders sein, von Cesar Manrique.

Hier noch ein paar Eindrücke:

 

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