Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Kategorie: Fliegen

Premium Economy bei Air France – Teil 2

So, nachdem ich vor zwei Tagen den ersten Teil meiner Erfahrungen mit der Premium Economy bei Air France geteilt habe, folgt hier der zweite Teil. Diesmal allerdings nicht mit Airbus A380, sondern mit der Boeing 777. Als Flugzeug präferiere ich definitiv den A380, weil er aus meiner Erfahrung ruhiger in der Luft liegt als kleinere Flugzeuge, aber vor allem, weil er trotz der vier Triebwerke im Inneren weitaus leiser ist als zum Beispiel die Triple Seven.

Teil 1 der Reise führte mich zuerst nach Paris Charles de Gaulle und von dort weiter nach Shanghai Pudong. Das Flugzeug war hier die kürzere Variante der Triple Seven, die Boeing 777-200ER, von der Air France 25 Stück besitzt, die in 4 unterschiedlichen Konfigurationen rumfliegen. In der Variante, in der ich geflogen bin, waren die Reihen 19 bis 21 in einer 2-4-2 Konfiguration als Premium Economy bestuhlt. Die Premium Economy besteht somit hier aus gerade einmal 24 Sitzen, während diese im A380 mit 38 Sitzen über 50% größer ist und gefühlt durch die 2-3-2 Anordnung auch wesentlich weniger dicht bestuhlt wirkt.

Was allerdings positiv gegenüber dem A380 herausgestellt werden muss ist die Qualität der Sitze und des Interieurs. Man merkt, dass diese Klasse hier neuer ist, vor allem am Zustand und auch am Monitor für das IFE (In-Flight Entertainment). Letzterer ist nicht nur größer, sondern hat auch eine bessere Auflösung und liefert somit das schönere Bild. Der Inhalt des angebotenen Programms ist meiner Meinung nach identisch zu dem im A380. Jedenfalls konnte ich keine gravierenden Unterschiede feststellen.

Nachdem wir aus Paris halbwegs pünktlich los geflogen sind gab es ca. eine Stunde nach Start die erst Mahlzeit. Ich wählte ein Hühnchen in Honigsauce mit Brokkoli und Polenta, was allerdings scheußlich schmeckte. Da es sich um einen Nachtflug handelte, wie in Richtung Osten üblich, versuchte ich anschließend zu schlafen. Wie schon im A380 misslang mir das allerdings total. Durch dieses Verschieben der Sitzfläche kam ich in keine bequeme Schlafstellung und konnte vielleicht eine halbe Stunde schlafen. Somit überbrückte ich den Rest des Fluges mit Filme schauen.

Kurz vor der Landung gab es noch ein Frühstück, was ich wieder ablehnte, da nicht für mich dabei war, was ich irgendwie lecker fand.

Überpünktlich in Shanghai angekommen ging dann bei der Einreise alles super schnell, die Koffer kamen pünktlich am Gepäckband an und ich war mit dem Taxi schon kurz nach 9 Uhr am Hotel, wo ich allerdings noch zwei Stunden auf ein Zimmer warten musste.

Bilder von Shanghai und Nanjing werde ich zu einem späterem Zeitpunkt mal hier posten.

Zurück ging es dann von Nanjing mit China Eastern nach Peking und dann wieder mit Air France über Paris nach Berlin.

Der Flug von Peking nach Paris war wieder eine Boeing 777, allerdings diesmal die größere Version 777-300ER. Von der um etwa 10 m längeren Variante besitzt Air France 43 Stück in der Flotte, die in 4 unterschiedlichen Konfigurationen geflogen werden. Die Sitzanordnung war wieder 2-4-2, insgesamt gab es aber 28 Premium Economy Sitze, was daran lag, dass jeweils an den Außenseiten 2 Extra-Sitze knapp hinter den Türen waren. Ich würde nicht zu diesen raten, obwohl sie mehr Beinfreiheit bieten. Zum einen ist der Bildschirm in den Armlehnen verstaut, so dass man diesen ausklappen muss und ich diese Sitzposition zum Video anschauen nicht bequem finde. Dazu kommt, dass man beim Start und bei der Landung den Monitor verstauen muss und somit kein Entertainment in Form von Filmen oder Serien hat. Außerdem haben die Sitze kein Fenster, auch wenn man an der Außenwand sitzt.

Trotzdem gefiel mir die Anordnung besser als die in der 777-200ER. Warum? Nun, die Toiletten waren gleich am Beginn der Premium Economy Klasse. Bei der 200ER musste man durch die halbe Economy laufen, um auf die Toilette zu gehen. Bei einem 10 Stunden Flug lässt sich das nun einmal nicht vermeiden.

Was war an dem Flug von Peking nach Paris so besonders? Normalerweise sind Flüge von Ost nach West ja Flüge, die am Tage durchgeführt werden. Man steigt z.B. um 9 in Tegel in ein Flugzeug nach New York und ist um 12 Mittags dort. Dieser Flug begann allerdings um 01:45 in der früh und wir waren gegen 6:00 Uhr morgens in Paris. Somit musste ich versuchen, irgendwie zu schlafen, wenn ich meinen Tag-Nacht Rhythmus nicht komplett aus dem Gleichgewicht bringen wollte. Kurz nach dem Start wurde wieder Essen serviert, diesmal stilecht chinesisch, was sogar relativ lecker war. Anschließend versucht ich zu schlafen und siehe da: Es klappte sogar recht gut. Insgesamt 5 Stunden konnte ich schlafen, was für mich in einem Flugzeug wirklich viel ist. Offenbar war ich so müde, dass die unbequeme Schlafstellung relativ egal war.

Kurz vor der Landung gab es wieder Frühstück, was ich dankend ablehnte. Und nur 4 Stunden später war ich dann schon wieder zu Hause.

 

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass das Produkt Premium Economy bei Air France ganz gut ist. Gerade für Flüge, die tagsüber stattfinden, wie von Europa in die USA oder von China nach Europa, sind diese eine echte Alternative zur Business Class, vor allem, wenn man auf den Preis achten muss oder will.

Leider vernachlässigt AF den A380, da diese ja bald ausgeflottet werden sollen und somit ist die Qualität dort nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Allgemein müsste AF beim A380 jetzt Geld in die Hand nehmen und die Kabine neu ausrüsten, was wohl kaum noch passieren wird, zumindestens nicht mehr bei den geleasten Modellen. In der Boeing 777 ist die Premium Eco signifikant besser.

Allerdings sehe ich noch Verbesserungspotenzial bei der Premium Economy bei Air France. Zum einen war das Essen definitiv verbesserungswürdig. Ich erwarte kein haut cuisine in dieser Klasse, aber etwas mehr Auswahl sollte schon sein. Andererseits ist bei anderen Fluggesellschaften der Zugang zur Business Lounge schon inklusive. Bei Air France soll man pro Person immer noch mindestens 25 Euro zahlen, was meiner Meinung nach vollkommen überteuert ist.

Hier noch einige wenige Impressionen:

Premium Economy Class in der Boeing 777

Bild 1 von 3

Premium Economy Class in der Boeing 777

Premium Economy bei Air France

Nach sehr langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Heute geht es zur Abwechslung mal wieder um einen Erfahrungsbericht zum Thema Fliegen, allerdings mal keine Business Class, sondern um das Reisen in der Premium Economy Class.

Zuerst, was zeichnet die Premium Economy Class aus? Wie aus dem Namen zu erahnen ist, ist dies eine Zwischenklasse zwischen der Economy und der Business. Man hat mehr Beinfreiheit, die Sitze sind etwas breiter, so dass auch zwei nebeneinander sitzende Menschen die Armlehne gleichzeitig nutzen können. Es ist also nicht ganz so eng wie in der „Holzklasse“. Dazu kommt, dass häufig die Sitze in Schalen eingebettet sind, so dass beim Verstellen der Rückenlehne der Hintermann diese nicht gleich im Gesicht hat. Außerdem kann man meist mehr Gepäck mitnehmen.

Abhängig von der Fluggesellschaft kann es zusätzlich unterschiedliche Vergünstigungen geben. Darunter befinden sich:

  • Zugang zu der Business Lounge
  • Priority Boarding
  • Amentity Kits
  • Besseres Essen (das gleiche wie die Business Class)
  • Noise Cancelling Kopfhörer
  • und noch mehr

Preislich liegt die Premium Economy zwischen der Business Class und der Economy. Ob es sich immer lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

Ich werde mich heute hier in diesem Bericht zu meinen Erfahrungen zu der Premium Economy bei Air France auslassen. Dabei geht es auch um zwei verschiedene Flugzeugtypen, zum einen der Airbus A380 und zum anderen der Boeing 777.

Teil 1: Mit dem Airbus A380 nach Washington und zurück

Im ersten Teil geht es mit dem A380 nach Washington. Der Flug von Berlin nach Paris war ganz normal in der Economy. Hierbei musste ich feststellen, dass der gefühlte Sitzabstand kleiner ist als bei Lufthansa oder British Airways. In Paris angekommen dann Terminalwechsel und halbwegs pünktlich am Gate angekommen. Da man als Gast der Premium Economy in der Boarding Zone 2 ist, kann man recht schnell in das Flugzeug, wenn die Economy noch nicht geboarded hat. Allerdings macht das beim A380 wenig aus, da Air France die PE-Class im Oberdeck hinter die Business Class gepackt hat. Hinter der PE gibt es noch eine kleine Economy mit nur sehr wenig Reihen. Der größte Teil der Eco ist im Hauptdeck untergebracht. Das sorgt sowohl bei der Business als auch bei der Premium Eco für ein sehr entspanntes Einsteigen.

Die Sitzanordnung bei der Premium Eco ist 2-3-2, so dass man maximal über einen Passagier drüber steigen muss. Ich hatte beim Hinflug Platz 85A, also am Fenster. Vorteil bei diesem Platz ist, dass es hier zusätzliche Gepäckfächer an der Seite gibt, in denen man seinen Laptop und andere Dinge verstauen kann.

Was allerdings negativ auffällt: die Premium Economy ist nicht mehr die neuste und schon ziemlich heruntergerockt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Air France den A380 lieber heute als morgen los werden will.

Das Essen war definitiv nicht so der Bringer. Man konnte zwischen Hühnchen mit Sherry Essig und Gemüsepüree oder Pasta mit Napoli-Sauce wählen. Ich entschied mich für das Hühnchen, was gerade noch ok war. Aber die beste Küche ist das definitiv nicht, da gibt es Fluggesellschaften, die es besser können.

Ich vertrieb mir die Zeit mit Filme schauen. Das Entertainment Programm ist gut, aber nicht überragend. Man findet trotzdem ausreichend Filme, die man schauen kann. Und das auch in deutscher Sprache, wenn man des französischen oder englischen nicht mächtig ist. Von daher: Daumen hoch.

Kurz vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Snack, auf den ich aber verzichtete.

 

Der Rückflug ging dann wenige Tage später ebenfalls in einem A380. Diesmal hatte ich jedoch einen Gangplatz in der Mitte. Auch in diesem Airbus war der Zustand der PE doch eher schlecht. Allerdings soll dieser Airbus wohl schon Anfang 2020 an den Leasinggeber zurück gehen, so dass an diesen nichts mehr investiert wird.

Da dies ein Übernachtflug von Washington nach Paris war, wollte ich versuchen, zu schlafen. Kurz nach dem Start gab es noch eine Mahlzeit. Ich entschied mich für Farfalle in einer Käsesauce, was halbwegs ok vom Geschmack her war. Anschließend versuchte ich zu schlafen, was mir nicht wirklich gelang. Im Gegensatz zu den Economy sitzen wird bei den Pe-Sitzen die Sitzfläche nach vorne geschoben, wodurch die Rückenlehne sich etwas neigt. Ich konnte allerdings nicht wirklich darin schlafen, so dass ich mir das Unterhaltungsprogramm weiter anschaute und bald alle Marvel-Filme kenne 🙂

Kurz vor der Landung gab es wieder Frühstück, was ich allerdings ablehnte, da nichts für mich dabei war.

Alles in allem ist die Premium Economy bei Air France  im A380 nicht schlecht, da aber Air France wohl nichts mehr in den A380 investieren wird, kann ich sie nur bedingt empfehlen. Für Flüge von Ost nach West, die tagsüber sind und man wach bleiben sollte, ist sie gut, da das Plus an Beinfreiheit im Vergleich zu Economy wirklich gut ist.

Ein Gesamtfazit werde ich nach dem zweiten Teil abgeben, der sich dann mit der Premium Economy in der Boeing 777 beschäftigen wird.

 

Hier dann noch ein paar Bilder:

Mit TAP nach Brasilien

So, wie vor 2 Wochen versprochen hier nun ein aktueller Tripreport über meine Dienstreise nach Porto Alegre in der Business Class von TAP Portugal.

Da ich dienstlich für eine Woche nach Porto Alegre musste begann ich im Dezember nach einer vernünftigen Verbindung von Berlin in die südbrasilianische Stadt zu suchen. Neben vielen Verbindungen, bei denen man zweimal umsteigen muss und teilweise längere Aufenthalte auf brasilianischen Flughäfen wie Sao Paulo oder Brasilia hat, bin ich auf darauf gestoßen, dass TAP Portugal einen Direktflug von Lissabon nach Porto Alegre mehrmals die Woche anbietet. Da meine Meetings von Montags bis Freitags dauern sollten, fand ich einen passenden Hinflug am Samstag und den entsprechenden Rückflug eine Woche später von Samstag auf Sonntag.

Nachdem der Flug nach Lissabon schon um 6 Uhr früh ab Tegel ging und ich somit schon sehr zeitig am Flughafen war, habe ich den Flug nach Lissabon mehr oder weniger schlafend verbracht und auch nichts weiter gegessen. Angekommen in Lissabon ging es erst einmal in die Business Lounge, in der ich dann auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Pünktlich um 11 ging dann der Flieger. Das Flugzeug war ein etwa 16,5 Jahre alter Airbus A330-200 mit der Kennung CS-TOQ, der allerdings schon eine recht neue Business Class hatte. Die Sitzanordnung war abwechselnd 1-2-1 und 1-2-2, wobei mein Platz 4K am Fenster war, aber leider jemand direkt neben mir saß, über die ich immer rübersteigen musste. Auf dem Rückflug hatte ich in gleicher Konfiguration 6C, der noch angenehmer war, da niemand neben mir saß.

Zur Begrüßung konnte man zwischen Sekt, Saft und Wasser wählen, wobei ich mich für den Sekt entschied. Das Platzangebot war sehr gut, die Sitze lassen sich zu einem flachen Bett ausfahren, wobei ich irgendwie das Gefühl hatte, immer falsch zu liegen. Anderen ging es ebenso. Ein Blick in die Speisekarte und ich suchte mir schon einmal mein Mittagessen aus.

Nach dem Start war dann auch das In-Flight Entertainment System an. Die Filmauswahl ist gut, auch wenn ich schon größere gesehen habe. Das Repertoire an Filmen umfasste Klassiker wie „Ben Hur“ oder „Rebel without a Cause“ bis hin zu aktuellem Material wie „Bohemian Rhapsody“. Bemerkenswert fand ich, dass neben 6 oder 7 James Bond Filmen auch alle Harry Potter Filme angeboten worden.

Nach ca. einer Stunde kam das Mittagessen, zuerst natürlich die Vorspeise, anschließend der Hauptgang. Auf das Dessert verzichtete ich, da ich nicht mehr essen wollte.

Der Flug selbst war zumindestens über dem Atlantik recht ruhig, erst über Brasilien gab es vermehrt Turbulenzen, die sich aber in Grenzen hielten. Nach etwa 11 Stunden landeten wir in Porto Alegre bei immer noch über 25°C.

Der Rückflug eine Woche später war dann zwar in einem baugleichen A330-200, allerdings unterschied sich die Business Class in einem Detail. Das Flugzeug beim Hinflug (CS-TOQ) hatte über den Mittelplätzen kein Gepäckfächer, was zu einem gutem Raumgefühl führte. Beim Rückflug hatte das eingesetzte Flugzeug (CS-TOP) hingegen über der Mitte Overhead Bins, was dazu führte, dass es gefühlt beengter wirkt.

Ich selbst weiß nicht, was ich besser finden soll. Ohne die Gepäckfächer in der Mitte wirkt alles offener, allerdings muss sämtlicher Gepäck dann in die Fächer an den Seiten verstaut werden. Da erfahrungsgemäß in der Business Class die Passagiere häufiger mit mehr Handgepäck fliegen, sind die Fächer dann meist recht voll. Sind Overhead Bins auch in der Mitte, ist viel Platz für Gepäck und es muss nicht gequetscht werden…

 

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder

In der Business Class bei Finnair – Teil 2

Hier wie Dienstag schon angekündigt, der zweite Teil des Tripreports mit Finnair. Diesmal eben der Rückweg, der über eine andere Route als der Hinweg erfolgte.

Los ging es von Busan um kurz nach 7 Richtung Seoul-Incheon in einer Boeing 737 von Korean Air. Angekommen in Incheon musste ich erst einmal den langen Weg von Terminal 2 nach Terminal 1 finden, inklusive Umsteigen von einem Zug in den anderen. Ziemlich kompliziert, aber es hatte alles geklappt und ich kam überpünktlich am Gate an, so dass genügend Zeit war, in der direkt gegenüberliegenden Lounge noch schnell was zu essen.

Das Flugzeug war diesmal ein Airbus A350-900 (MSN 134) in Marimekko Livery und dem Kennzeichen OH-LWL.

Aus der Lounge ging es dann direkt zum Boarding. Beim Boarden gab es den ersten Minuspunkt: ich musste mein Ticket, dass ich nur auf dem Handy hatte gegen ein echtes aus Papier tauschen, was natürlich Zeit in Anspruch nahm, zum Glück ging es den beiden Männern hinter mir genau so. Angekommen im Flugzeug nahm ich gleich wieder meinen Platz ein, diesmal auf der rechten Seite auf Platz 3L. Im Gegensatz zum A330 wird hier schon die bequeme 1-2-1 Konfiguration bei den Business Class Sitzen verwendet, die eben jedem Passagier direkten Zugang zum Gang ermöglicht.Das Platzangebot ist wieder sehr gut, es liegen eine Decke, Kopfkissen und das Amenity Kit bereit. Auf dem Monitor kann man unter anderem zwischen den 2 Außenkameras umschalten. Eine ist auf dem Seitenruder befestigt, die andere unter dem Flugzeug. Beide Ansichten finde ich genial.

Allerdings kommt jetzt ein Punktabzug: Das Angebot an Filmen auf dem Flug war ein Witz. Gerade einmal 7 Filme gab es und einige waren definitiv nicht mein Geschmack. Grund hierfür war wohl ein Problem mit der Elektrik, so dass nur ein Rumpfangebot da war. Sehr schade. Ansonsten war alles in Ordnung: Das Essen war sehr gut, ebenso der Rotwein. Mein Highlight war die Toilette, die wieder ein Fenster hatte. Leider war dies in meinem Rücken, so dass man nicht während man auf Toilette saß, einfach rausschauen konnte. Ich weiß nicht, ob das noch so ist, aber bei SAS im Airbus A340 konnte man sogar rausschauen, während man auf dem stillen Örtchen saß, da die Toilette groß war und leicht gedreht.

Blick aus der Toilette

Blick aus der Toilette

 

Und hier noch ein ziemlich geiles Bild vom A350 im Flug:

Im Flug

Im Flug

So, das soll es wieder einmal gewesen sein. Übermorgen geht es mit TAP nach Brasilien, dann kommt mal wieder aktueller Bericht.

Mit Finnair nach Japan

Hier nun ein zweiter Bericht zu einer Airline. Diesmal ist es Finnair und dies hier wird der erste von zwei Teilen.

Im letzten Oktober war ich dienstlich auf dem 82. General Meeting des IEC (International Technical Committee), welches in Busan in Südkorea statt fand. Mein Reisebüro hatte mir eine interessante Route für die Flüge ausgesucht:

Hinreise: TXL – HEL, HEL – NGO, NGO – PUS

Rückreise: PUS – ICN, ICN – HEL, HEL – TXL

Alle Flüge mit Finnair waren Business Class, die beiden anderen Flüge mit Air Busan (NGO – PUS) sowie mit Korean Air (PUS – ICN) waren in der Economy. Dieser Teil dreht sich hauptsächlich um den Hinflug, genauer gesagt, die Reise bis Nagoya in Japan.

Der Flug von Tegel nach Helsinki war wenig spektakulär. Das Flugzeig war ein Airbus A321 mit der Kennung OH-LZG, wobei hier die Business Class wie bei den meisten innereuropäischen Flügen sich von der Economy nur darin unterschied, dass der Mittelplatz in der Reihe frei bleibt. Die Sitze waren mit einem hellen Stoff bezogen, es gab hellgrüne Kissen und die Beinfreiheit war ok. Aber seht selbst:

 Zu Essen gab es auch eine Kleinigkeit und auch Getränke wurden auf dem zweistündigen Flug mehrmals gereicht.

Da wir mit einiger Verspätung gestartet waren, war die Umsteigezeit in Helsinki sehr knapp. Da wir auch noch am anderen Ende des Terminals andockten, musste ich mich recht zügig zu dem Abfluggate begeben. Noch schnell durch die Pass- und Sicherheitskontrolle, dann war ich pünktlich am Gate als das Boarding schon lief. Als Business Class Passagier kam ich natürlich etwas schneller in das Flugzeug und an meinen Platz.

Das Flugzeug war ein Airbus A330-300, der auch schon 10 Jahre auf dem Buckel hatte. Die Business Class war in einem abwechselnd 1-2-1 & 2-2-1 Layout bestuhlt. Ich hatte Sitz 5A, also am Fenster, wie ich es mag, allerdings mit einer Sitznachbarin, über die ich drüber steigen musste. Prinzipiell ist das aber ok. Das Platzangebot war sehr gut. Der Sitz lässt sich in ein flaches Bett ohne jegliche Neigung fahren (lie-flat). Natürlich gab es auch hier wieder ein Amenity Kit, in dem sich das übliche Repertoire befand, allerdings in einer stylischen Verpackung im Marimekko-Stil. Zur Begrüßung gab es dann auch ein Glas Champagner.

Hier ein paar Bilder von meinem Platz:

Nach dem Start begann ich wie üblich, das Filmangebot zu durchforsten und mir diverse Filme anzuschauen. Das Angebot war gut und auch in diversen Sprachen verfügbar, auch wenn es inzwischen Airlines gibt, die mehr Auswahl haben. Was es genau zu essen gab, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Es hatte aber gut geschmeckt und der Rotwein dazu war lecker. Danach versuchte ich etwas zu schlafen, was mir leidlich gelang. Etwa 90 Minuten vor der Landung gab es noch ein Frühstück und wir setzten recht pünktlich in Nagoya auf.

Der Flughafen von Nagoya liegt spektakulär auf einer künstlich aufgeschütteten Insel vor der Küste. Hier begann dann ein weiteres Abenteuer. Ich konnte mich online nicht für die letzte Etappe einchecken. Air Busan scheint keinen Online Check-In zu kennen, was mich für ein technikverliebtes Land wie Südkorea etwas verwundert. Ich hatte versucht, mein Ticket dann an einem Counter im Transitbereich zu bekommen, da auch mein Gepäck offiziell bis nach Busan durchgecheckt sein sollte. Aber auch das funktionierte nicht. So blieb mir nur eine Wahl: Einreisen nach Japan, dort mein Gepäck zu nehmen, dann zum Schalter von Air Busan um mich dort einzuchecken und mein Gepäck aufzugeben. Ich bekam sogar einen Fensterplatz in der Notaustiegsreihe, so dass ich ausreichend Beinfreiheit hatte. DIe netten Damen hatte mitgedacht oder mit mir großgewachsenen Europäer Mitleid gehabt. Jedenfalls ging es dann nach der Sicherheitskontrolle zum Gate und dann zur letzten Etappe, auf der ich jedoch die meiste Zeit schlief.

Etwas positives muss ich noch erwähnen: Als ich schlief wurde der Bordservice gemacht und als ich erwachte, klebte an meinem Vordersitz ein Aufkleber mit koreanischen und japanischen Schriftzeichen. Da ich die nicht lesen konnte, dachte ich mir dabei nichts weiter. Am Ende fand ich heraus, dass das ein Merker für die Crew bzw. eine Information für mich war, dass der Bordservice schon stattgefunden hatte und ich noch nichts bekommen hatte. Ich hätte mich nur melden sollen und hätte etwas bekommen. In Europa habe ich so etwas noch nie gesehen.

Das soll es erst einmal gewesen sein, der zweite Teil folgt demnächst.

Mit American Airlines in der Business Class

Heute will ich mit dem ersten persönlichen Bericht über eine Airline beginnen. Und da das Alphabet mit A anfängt, ist mein erster Beitrag über einen Business Class Flug von London Heathrow nach Charlotte, NC. Eigentlich hätten hier eher meine Flüge mit airberlin hingehört, da das „i“ vor dem „m“ kommt, aber leider hat airberlin ja das Zeitliche gesegnet.

 Der Trip sollte zu unserer Tochtergesellschaft in New Bern, NC gehen, und von unserem Reisebüro wurde folgende Route ausgewählt:

  • Berlin Tegel – London Heathrow
  • London Heathrow – Charlotte
  • Charlotte – New Bern

Eigentlich wahrscheinlich der direkteste Weg, den man nehmen kann. Die erste Strecke war eine Strecke mit der typisch innereuropäischen Business Class: im Airbus A320 auf einer Dreierreihe bleibt der Mittelplatz leer. Nicht wirklich viel Luxus und deshalb auch keiner weiteren Erwähnung wert. Aufgrund der mangelnden Zeit (der Flug ging um 7:05 von Tegel) war ich auch nicht in der BA Lounge in TXL gewesen.

In Heathrow noch halbwegs pünktlich angekommen haben wir natürlich eine Außenposition bekommen, dass hieß: Busboarding. Bei einer schon knapp einkalkulierten Umsteigezeit von weniger als 2 Stunden wusste ich: Das wird eng. Angekommen in Terminal 5 wurde ich gleich abgefangen und mir ein orangenes „PRIORITY“-Schild ausgehändigt, was mich schneller durch diverse Sicherheitskontrollen bringen sollte. Eigentlich unnötig, da als Business Class Passagier Fast Lane und ähnliches eigentlich Standard sind. Mit dem Bus ging es dann zu Terminal 3, wo ich mir erst einmal ein Ticket von American Airlines besorgen musste. Das von BA ausgedruckte musste also getauscht werden, super 🙁

Das dauerte natürlich wieder etwas und nach Erhalt ging es im Stechschritt weiter durch die Passkontrolle und anschließender Sicherheitskontrolle endlich Richtung Gate. Und hier die nächste Überraschung: Busboarding 🙂

Offenbar war dies der letzte Bus zum Flugzeug, da wir noch auf 3 andere Passagiere warteten, bis wir endlich los fuhren.  Auf dem Vorfeld erwartete uns dann ein Airbus A330-300, in den wir dann auch schnell einsteigen. Mein Sitzplatz war 6H, wie gewünscht ein Fensterplatz. Da die Sitze nach dem sogenannten „Heringbone“ angeordnet sind und somit eine 1-2-1 Anordnung vorherrscht, hat jeder Passagier in der Business Class direkten Zugang zum Gang, was ich ja sehr mag, da man auch am Fenster über niemanden rüber steigen muss.

Blick in die American Airlines Business Class

Blick in die American Airlines Business Class

Beinfreiheit am Platz

Beinfreiheit am Platz

Die Sitze sind sehr bequem, es gibt ein Amenities Pack mit den üblichen Inhalten wie Cremes, Ohrstöpseln und Blindfold, des Weiteren Kissen und eine Decke. In den Overhead Bins ist viel Platz, den ich aber nicht brauchte, da ich ja mein Gepäck eingechecked hatte. Und ja, das kam auch trotz der knappen Zeit problemlos mit.

Nachdem wir gestartet waren durchforstete ich das Spielfilmangebot und muss sagen, dass dieses umfangreich und ziemlich aktuell war. Von daher: Daumen hoch.

Kurz darauf gab es dann auch die erste Mahlzeit. Ich entschied mich für irgendwas mit Chicken 🙂 Sah lecker aus, schmeckte auch so.

Vorspeise

Vorspeise

Hauptgang

Hauptgang

Nachspeise

Nachspeise

Ein kleiner Tipp, den jede Airline beherzigen sollte: Entweder, ihr schneidet die Brötchen vorher selber in der Mitte oder ihr gibt den Passagieren scharfe Messer. Mit den Messern, die man als Passagier bekommt, kann man ein Brötchen nicht vernünftig aufschneiden und es sieht hinterher aus wie Sau…

Auch der Service auf dem Rest des Fluges war gut, immer wieder kam jemand vorbei und fragte, ob man noch etwas zu trinken wolle. Vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Happen zu essen. Leider kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, was genau das gewesen sein soll. Ich weiß nur, dass ich es aufgegessen hatte.

Snack vor der Landung

Snack vor der Landung

Wir kamen mehr als Pünktlich in Charlotte an und ich muss sagen, dass das die schnellste Einreise in die USA war, die ich je erlebt habe. Auf den Koffer musste ich keine 5 Minuten warten. Wir hatten offenbar viel Glück, dass vor uns kein Flieger aus dem Ausland ankam, da vor mir niemand bei der Einreise war und ich in nullkommnix durch dir Immigration durch war und ich viel Zeit bis zu meinem Flug nach New Bern hatte.

Insgesamt eine sehr positive Erfahrung und ich würde jederzeit wieder mit AA fliegen.

Germania – Das Airlinesterben geht weiter

Eigentlich wollte ich demnächst ein Review zu Germania schreiben. Wir sind mit dieser Airline letzten Herbst nach Fuerteventura geflogen und waren hellauf begeistert. Im Gegensatz zu vielen anderen Airlines, die auf die Kanaren und zu andere Urlaubsdestinationen fliegen, stach diese mit Service und für diese Preisklasse sehr gutem Komfort heraus.

Leider hat sich jetzt das bewahrheitet, was sich in den letzten Wochen angekündigt hatte. Germania hat am 04. Februar beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Was vor weniger als anderthalb Jahren mit Monarch und  airberlin begann, letztes Jahr viele Fluggesellschaften wie smallplanet erwischte, hat nun eben auch Germania erfasst. Wie es wohl aussieht, wird Germania wohl ganz normal über eine Regelinsolvenz abgewickelt.

Schade, ich fand Germania gut. Essen auf beiden Flügen nach und von Fuerteventura, zu mindestens etwas Unterhaltung in Form von Filmen und Serien über die Deckenmonitore und immer wieder das Getränkeangebot, bei dem Wasser, Kaffee, Säfte und Softdrinks kostenlos waren haben mich überzeugt. Und zwar so sehr, dass wir bei unserer Pauschalreise nach Lanzarote wieder Germania wählten und deshalb auch Preisaufschlag bezahlt hatte. Daraus wird jetzt leider nichts. Ich muss jetzt schauen, womit wir dann nach Lanzarote fliegen werden. Da das ganze ja als Pauschalreise gebucht ist, sind wir fein raus.

Wenn sich andere Airlines bei Germania etwas abgucken sollen, dann wohl deren Service. Was ähnliches habe ich bei Pauschalurlaub bisher nur bei airberlin erlebt, die es ja auch nicht mehr gibt. Eurowings, Germanwings, Laudamotion und auch Condor sollten die guten Dinge von Germania in Sachen Service übernehmen, dann sind Menschen vielleicht auch bereit, für etwas mehr Service auch mehr zu bezahlen.