Nachdem wir jetzt über eine Woche aus dem Urlaub zurück sind, kommt nun ein neuer Beitrag. Wobei ich technisch gesehen ja die vier Einträge aus dem Urlaub bearbeitet habe, indem ich die Bilder jetzt auf meinem Computer noch einmal bearbeitet habe und das Wasserzeichen etwas unscheinbarer geworden ist.

Der letzte Ausflug in diesem Urlaub führte uns wieder in den nördlichen Teil der Insel. Wobei, Inselmitte trifft es besser. Von Esquinzo aus ist es auf jeden Fall eine Fahrt von mehr als einer Stunde. Die Anfahrt führt über die FV-20, bei der man zwischen Antigua und Casillas del Angel auf die FV-30 in Richtung Westen abbiegt. Nach gut 2 km biegt man dann im Kreisverkehr nach Norden in Richtung Tefia auf die FV-207 ab. Nach gut viereinhalb Kilometern erreicht man dann das Ecomuseo, welches gut ausgeschildert ist. Beim zweiten Fußgängerüberweg biegt man links ab und erreicht so den kostenlosen Parkplatz.

 

Hier die übliche Übersicht über das Museum:

Adresse
Carretera, Tefia, Fuerteventura
35600
Telefon +34 928 17 54 34
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 10:00 – 17:30

Eintrittspreis

5,00 €

verbilligter Eintritt für Senioren und Jugendliche

Kinder unter 12 Jahren zahlen nichts

Das Ecomuseo ist ein Freilichtmuseum, bei dem insgesamt 7 Gehöfte in traditioneller kanarischer Bauweise erhalten sind bzw. wieder in diesem Stil aufgebaut wurden. Teilweise sind die Häuser wohl bis 70er Jahre des 20. Jahrhunderts bewohnt gewesen und wurden ab Mitte der 90er restauriert. Vom Parkplatz aus erreicht man das erste Haus, in dem dann der Eintritt von 5 € für Erwachsene gelöhnt werden muss. Außerdem bekommt man einen Aufkleber auf seine Kleidung welcher zeigen soll, dass man auch wirklich Eintritt bezahlt hat. Prinzipiell könnte man hier auch ohne Eintritt zu zahlen durchspazieren, da es keine Zäune oder Zugangskontrollen gibt. Allerdings wäre das natürlich unfair, da auch der Erhalt eines solchen Museums Geld kostet.

In dem Haus 1, in dem sich die Kasse befindet, sind außerdem noch Toiletten vorhanden. Gegenüber befindet sich ein kleines Haus, in dem Miniturmodelle von einer Kirche sowie von Windmühlen ausgestellt sind. Weiter geht es über gut ausgeschilderte Wege zum zweiten Haus, das dann auch wirklich als ehemaliges Wohnhaus zu erkennen ist. Neben einer Küche gibt es hier eine Art Wohnzimmer sowie ein Schlafzimmer inklusive des Nachttopfs. Interessant ist dabei, dass die meisten Häuser keine Fenster haben, sondern nur Türen, die meist nach Süden ausgerichtet sind. Auch zwischen den Zimmern gibt es fast nie Türen oder Durchbrüche, so dass man vom einen Raum in den nächsten immer erst das Haus verlassen muss und durch eine andere Tür das Zimmer betritt. Deswegen haben die Häuser hier auch so viele Türen außen.

Um vom zweiten Haus zum dritten zu kommen, muss man die Straße FV-207 überqueren. Hierzu gibt es einen Fußgängerüberweg, der direkt hinter dem Haus beginnt. Allerdings sollte man hier vorsichtig ein, da man nach 2 Treppenstufen direkt auf die Straße tritt und die Sicht nach links teilweise durch das Haus, welches sich direkt an der Straße befindet, versperrt ist.

Im Haus 3 befindet sich eine Raum, in dem man ein Video sehen kann, wie aus Palmenblättern hier Körbe und ähnliches geflochten wird. Das Video war allerdings nur auf spanisch. Weitere Räume waren hier nicht geöffnet.

Haus 4 gehörte einem Senor Teodosio. Hier konnte man wieder die Räume besichtigen, dazu gehörten eine Art Wohnzimmer, ein Schlafzimmer mit einem fensterlosen Nebenraum, in dem ebenfalls ein Bett stand sowie einer relativ gut eingerichteten Küche. Daneben war ein Gebäude mit einer Mühle sowie weitere Räume, die eher wie Abstell- oder Lagerräume wirkten.

Weiter ging es zu Haus 5, in dem eine ältere Frau Lochstickereien in einem beeindruckenden Tempo herstellte. Die meisten Menschen hätten sich bei der Geschwindigkeit eher selbst schwer verletzt, aber bei ihr wirkte das so einfach. In dem Haus waren im Hinterhof noch weitere Räume zu besichtigen. Darunter war eine Holzwerkstatt, in der z.B. Modelle von Windmühlen hergestellt wurden, eine weitere Werkstatt, in der Spielzeugautos aus Metall gebaut wurden und ein Raum, der aussah, als würde hier Käse gemacht werden.

Im Haus 6 befand sich dann eine Töpferei, in der man hätte auch Töpfe und ähnliches kaufen können. Daneben war eine Webstube mit zwei Webstühlen sowie ein Raum mit den oben angesprochenen geflochtenen Körben und ähnlichem aus den Palmenblättern. Das letzte der sieben Häuser war allerdings geschlossen. Bis auf eine Bildwand, durch die man seine Köpfe stecken kann, war hier zu dem Zeitpunkt, an dem wir hier waren, leider nichts weiter zu sehen. Eigentlich schade, da es von außen sehr interessant aussieht.

Alles in allem kann ich auch diesen Ort empfehlen, insgesamt sollte man sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall, wenn man daran interessiert ist, wie die Einheimischen hier gelebt haben.

 

Wie immer hier noch ein paar Impressionen: