Heute gibt es schon wieder einen neuen Beitrag. Diesmal über einen Segeltörn an der Südküste vor Jandia. Wie kam es dazu?

Da wir ja auf einer Insel sind, gehört ein Ausflug auf einem Schiff sicherlich zu einem kompletten Urlaub. Vom Hotel her gab es mehrere Angebote:

  • Einen Ausflug mit einem Katamaran mit bis zu 80 Leuten.
  • Einen Ausflug mit einem kleineren Katamaran mit bis zu 12 Leuten.
  • Eine Tour mit einem Piratenschiff, welches schon bei der Ausfahrt die Titelmusik von „Fluch der Karibik“ spielt
  • Oder einen Segeltörn mit maximal 8 Leuten auf dem Boot

Wir entschieden uns für letztere Variante, die mit 75 € allerdings auch die teuerste Variante war. 

Durchgeführt wurde diese von Flounders Sailing. Geplant war die Tour eigentlich am Montag. Doch schon am Sonntag bekamen wir Zweifel, ob der Ausflug aufgrund des Windes überhaupt stattfinden könnte. Seit Tagen stürmte es ziemlich heftig und laut Wetterbericht sollte der Montag der schlimmste Tag sein. So kam es dann auch, so dass wir zwar am Montag uns fertig machten, die Tour aber abgesagt werden musste. Wir verschoben diesen Ausflug dann auf Mittwoch und fuhren am Montag in den Oasis Park, über den ich später noch einen ausführlichen Bericht schreiben werde.

Am Mittwoch war das Wetter entsprechend besser. Zwar wehte noch ein kräftiger Wind, aber er war nicht so stürmisch. So wurden wir gegen 10 Uhr vom Hotel abgeholt, sammelten noch zwei weitere Fahrgäste ein (einer war schon im Auto, als wir zustiegen) und fuhren zum Hafen von Morro Jable. 

Hafen von Morro Jable? Da war doch was? Richtig, da begann auch unsere Jeep Safari. Angekommen im Hafen trafen wir noch zwei weitere Teilnehmer unseres Segeltörns, so dass wir insgesamt sieben Leute plus Skipper waren. Die Gäste waren alles Deutsche, was wieder einmal unterstreicht, dass die Insel zum größten Teil von Deutschen besucht wird. 

Auf der Flounders trafen wir dann auch unseren Skipper José, einen netten jungen Mann, der sein Leben wohl dem Segeln verschrieben hat.

Dann ging es auch schon los. Aus dem Hafen fuhren wir noch von einem Motor angetrieben, doch kurz danach wurden die Segel gehisst und es ging ohne Motorkraft los, nur vom Wind angetrieben. Das Steuer übernahm dann Jenny, eine der Gäste, die schon Erfahrung im Segeln hatte. Wir fuhren ostwärts an Morro Jable vorbei. Am Anfang war es noch sehr ruhig, da durch die Berge der Wind noch abgeschwächt war. Nachdem wir aber aus dem Windschatten heraus waren, nahmen wir richtig Fahrt auf. Das war dann auch der Moment, an dem die Gäste, die es sich am Bug bequem gemacht hatten, zum ersten Mal richtig nass wurden und nach hinten zu den eigentlichen Sitzplätzen kamen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir eine schöne Schräglage des Bootes. Wir fühlten uns aber sehr sicher, da das Boot einen 3 Meter tiefen Kiel mit etwa zwei Tonnen Gewicht hat und uns versichert wurde, dass wir nicht kentern könnten. Zwar musste man sich je nach Schräglage schon festhalten, allerdings wurde es nie gefährlich, da José auch nicht volles Risiko ging und die Segel voll setzte. Das war auch gut so, da wir zwischendurch immer noch Windstärke 6 auf der Beaufort Skala hatten. Leider konnten wir keine Delfine sehen, was wohl unter anderem am Wellengang gelegen haben könnte. 

Nach gut zwei Stunden herumcruisen vor der Küste ging es zu einer etwas geschützten Bucht in der Nähe des Hafens, wo wir ankerten. Nicole und ich nahmen ein Bad im Atlantik und anschließend gab es noch kleine Snacks, darunter leckeren Ziegenkäse aus Fuerteventura, der wirklich anders schmeckt als aus Deutschland. 

Nach etwa einer Stunde ging es wieder zurück zum Hafen und wir wurden wieder in die Hotels zurück gefahren.

Ich kann diesen Ausflug auf jeden Fall empfehlen. Es hat eine Menge Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen. 

 

Hier noch ein paar Fotos von der Tour: