Heute gibt es schon wieder einen neuen Bericht über einen Ausflug, den Nicole und ich heute unternommen haben. Dabei ging es nach Ajuy, um dort die Caleta Negra, die Schwarze Bucht, zu besuchen. 

Was ist so besonders an dieser Bucht? Nun, hier gibt es viele Höhlen, in denen Piraten seit dem 15. Jahrhundert ihre Beute versteckt haben.

 

 

Ajuy ist ein kleines verschlafenes Fischerdorf an der Westküste, in dem laut Wikipedia nicht einmal einhundert Menschen wohnen. Allerdings gibt es in dem Dorf mindestens drei Restaurants, die mehr oder weniger alle vom Tourismus leben.

In den Ort führt nur eine einzige Straße, die FV-621. Man gelangt vom Osten her kommend über Pajara und die FV-605 auf die FV-621, oder von Süden aus Richtung La Pared kommend, wenn man kurz vor Pajara links auf die FV-621 abbiegt. Am Ortseingang befindet sich ein Kreisverkehr und linkerhand ein Parkplatz, auf dem man gut parken kann. Vormittags sollen hier wohl öfter große Busse mit Touristen ankommen, da wir erst am Nachmittag gegen 15 Uhr da waren, können wir das nicht bestätigen. Bei uns gab es noch einige freie Parkplätze. Alternativ kann man auch das Auto durch die engen Gassen manövrieren und am Strand parken. 

Der Strand von Ajuy ist im Gegensatz zu den meist weißen Stränden auf Fuerteventura sehr dunkel, vergleichbar am ehesten mit den Stränden auf Teneriffa, z.B. bei Playa de las Americas. Man kann hier wohl baden gehen, allerdings ist auch hier eine starke Unterwasserströmung vorhanden, welche das Schwimmen gefährlich macht.

Am nördlichen Strandende beginnt dann auch der relativ steile Anstieg an den Klippen entlang. Der Weg ist nicht überall gut ausgebaut und manchmal etwas holprig, festes Schuhwerk ist auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem, wenn man später noch die Höhlen weiter erkunden will. Der Atlantik ist hier sehr wild, vor allem, wenn es wie bei uns sehr windig ist. Geht man den Weg entlang, so kommt man zu 2 relativ großen und tiefen Löchern. Dabei handelt es sich um alte Kalkbrennöfen, da Kalk hier bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebrannt worden ist. Nach weiteren 5 Minuten gelangt man dann in die Bucht. Der Weg führt dann über eine Treppe über 25 Meter hinab in eine erste Höhle. Man muss etwas aufpassen, da es bei Gegenverkehr sehr eng werden kann und die Geländer zu Absturzsicherung nicht an allen Stellen hoch genug sind. Der TÜV hätte seine Freude daran 🙂

Unten angelangt kann man die erste Höhle etwas erkunden. Wenn gerade Ebbe ist, wie bei uns, und man festes Schuhwerk an hat, so kann man mit wenig Kletterkünsten auch noch in die zweite Höhle gelangen. Hier führt der Weg noch weitaus tiefer in die Höhle. Mit einer Taschenlampe kann man diese noch weiter erkunden, worauf wir aber verzichteten. Wer weiß, vielleicht hätten wir ja noch einen Piratenschatz gefunden. Arrrrrr!!

Anschließend ging es wieder zurück. Alles in allem ein schöner und lohnender Ausflug, den man bequem an einem Nachmittag machen kann.

 

Und hier noch einige Impressionen von dem Ausflug.