Nach sehr langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Heute geht es zur Abwechslung mal wieder um einen Erfahrungsbericht zum Thema Fliegen, allerdings mal keine Business Class, sondern um das Reisen in der Premium Economy Class.

Zuerst, was zeichnet die Premium Economy Class aus? Wie aus dem Namen zu erahnen ist, ist dies eine Zwischenklasse zwischen der Economy und der Business. Man hat mehr Beinfreiheit, die Sitze sind etwas breiter, so dass auch zwei nebeneinander sitzende Menschen die Armlehne gleichzeitig nutzen können. Es ist also nicht ganz so eng wie in der „Holzklasse“. Dazu kommt, dass häufig die Sitze in Schalen eingebettet sind, so dass beim Verstellen der Rückenlehne der Hintermann diese nicht gleich im Gesicht hat. Außerdem kann man meist mehr Gepäck mitnehmen.

Abhängig von der Fluggesellschaft kann es zusätzlich unterschiedliche Vergünstigungen geben. Darunter befinden sich:

  • Zugang zu der Business Lounge
  • Priority Boarding
  • Amentity Kits
  • Besseres Essen (das gleiche wie die Business Class)
  • Noise Cancelling Kopfhörer
  • und noch mehr

Preislich liegt die Premium Economy zwischen der Business Class und der Economy. Ob es sich immer lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

Ich werde mich heute hier in diesem Bericht zu meinen Erfahrungen zu der Premium Economy bei Air France auslassen. Dabei geht es auch um zwei verschiedene Flugzeugtypen, zum einen der Airbus A380 und zum anderen der Boeing 777.

Teil 1: Mit dem Airbus A380 nach Washington und zurück

Im ersten Teil geht es mit dem A380 nach Washington. Der Flug von Berlin nach Paris war ganz normal in der Economy. Hierbei musste ich feststellen, dass der gefühlte Sitzabstand kleiner ist als bei Lufthansa oder British Airways. In Paris angekommen dann Terminalwechsel und halbwegs pünktlich am Gate angekommen. Da man als Gast der Premium Economy in der Boarding Zone 2 ist, kann man recht schnell in das Flugzeug, wenn die Economy noch nicht geboarded hat. Allerdings macht das beim A380 wenig aus, da Air France die PE-Class im Oberdeck hinter die Business Class gepackt hat. Hinter der PE gibt es noch eine kleine Economy mit nur sehr wenig Reihen. Der größte Teil der Eco ist im Hauptdeck untergebracht. Das sorgt sowohl bei der Business als auch bei der Premium Eco für ein sehr entspanntes Einsteigen.

Die Sitzanordnung bei der Premium Eco ist 2-3-2, so dass man maximal über einen Passagier drüber steigen muss. Ich hatte beim Hinflug Platz 85A, also am Fenster. Vorteil bei diesem Platz ist, dass es hier zusätzliche Gepäckfächer an der Seite gibt, in denen man seinen Laptop und andere Dinge verstauen kann.

Was allerdings negativ auffällt: die Premium Economy ist nicht mehr die neuste und schon ziemlich heruntergerockt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Air France den A380 lieber heute als morgen los werden will.

Das Essen war definitiv nicht so der Bringer. Man konnte zwischen Hühnchen mit Sherry Essig und Gemüsepüree oder Pasta mit Napoli-Sauce wählen. Ich entschied mich für das Hühnchen, was gerade noch ok war. Aber die beste Küche ist das definitiv nicht, da gibt es Fluggesellschaften, die es besser können.

Ich vertrieb mir die Zeit mit Filme schauen. Das Entertainment Programm ist gut, aber nicht überragend. Man findet trotzdem ausreichend Filme, die man schauen kann. Und das auch in deutscher Sprache, wenn man des französischen oder englischen nicht mächtig ist. Von daher: Daumen hoch.

Kurz vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Snack, auf den ich aber verzichtete.

 

Der Rückflug ging dann wenige Tage später ebenfalls in einem A380. Diesmal hatte ich jedoch einen Gangplatz in der Mitte. Auch in diesem Airbus war der Zustand der PE doch eher schlecht. Allerdings soll dieser Airbus wohl schon Anfang 2020 an den Leasinggeber zurück gehen, so dass an diesen nichts mehr investiert wird.

Da dies ein Übernachtflug von Washington nach Paris war, wollte ich versuchen, zu schlafen. Kurz nach dem Start gab es noch eine Mahlzeit. Ich entschied mich für Farfalle in einer Käsesauce, was halbwegs ok vom Geschmack her war. Anschließend versuchte ich zu schlafen, was mir nicht wirklich gelang. Im Gegensatz zu den Economy sitzen wird bei den Pe-Sitzen die Sitzfläche nach vorne geschoben, wodurch die Rückenlehne sich etwas neigt. Ich konnte allerdings nicht wirklich darin schlafen, so dass ich mir das Unterhaltungsprogramm weiter anschaute und bald alle Marvel-Filme kenne 🙂

Kurz vor der Landung gab es wieder Frühstück, was ich allerdings ablehnte, da nichts für mich dabei war.

Alles in allem ist die Premium Economy bei Air France  im A380 nicht schlecht, da aber Air France wohl nichts mehr in den A380 investieren wird, kann ich sie nur bedingt empfehlen. Für Flüge von Ost nach West, die tagsüber sind und man wach bleiben sollte, ist sie gut, da das Plus an Beinfreiheit im Vergleich zu Economy wirklich gut ist.

Ein Gesamtfazit werde ich nach dem zweiten Teil abgeben, der sich dann mit der Premium Economy in der Boeing 777 beschäftigen wird.

 

Hier dann noch ein paar Bilder: