Mallorca ist die Lieblingsinsel der Deutschen im Mittelmeer. Bedingt durch den Massentourismus vor allem um die Inselhauptstadt Palma de Mallorca und auch viele Touristen, die sich zum Ziel  gesetzt habe, den Urlaub möglichst komplett im Rausch zu verbringen, hat die Insel einen leider teilweise doch schlechten Ruf erhalten. Dieses Ansehen wird der Insel in keinem Fall gerecht. Abseits des Massentourismus gibt es wirklich schöne Ecken zu sehen, die wir in unserem Urlaub 2016 hier entdecken durften.

Wir hatten uns damals alles selbst organisiert: Flug direkt bei Eurowings gebucht, einen Mietwagen in der Nähe des Flughafens (was ich nie wieder machen werde, da wir über 2 Stunden gewartet hatten, bis wir den Mietwagen hatten) und auch die Ferienwohnung in Port d’Alcudia über fewo-direkt.

Die Wohnung war toll: eine Dreiraumwohnung mit Terasse, kleiner Küche und einer sehr netten Betreuerin. Erika war schon Rentnerin und verdiente sich ein Zubrot zu Ihrer kleinen Rente durch die Verwaltung der Ferienwohnungen. Von ihr bekamen wir auch den Tipp, am Dienstag zum Markt nach Arta zu fahren.

Von Port d’Alcudia ist es mit dem Wagen nicht wirklich weit nach Arta, Also sind wir am Dienstag das erste mal hingefahren und danach noch an zwei Tagen, um jedes Mal neue Dinge zu entdecken.

 

Arta

Am Dienstag fuhren wir am späten Vormittag nach Arta. Am Markttag empfiehlt es sich, das Auto etwas außerhalb der Stadt abzustellen und dann einen Spaziergang in die Straßen der Stadt zu unternehmen, in denen der Wochenmarkt an diesem Tag immer statt findet. Es gibt hier das übliche zu kaufen: Klamotten, Handtaschen, einheimische Handwerkskunst, etc. pp. Auch treten „einheimische“ Indio-Bands aus Südamerika hier auf…

An diesem Tag fanden wir hier ein kleines Regionalmuseum, bei deren Besuch wir ein Kombiticket erwarben, welches uns Rabatt auf diverse Sehenswürdigkeiten versprach, weshalb wir hier in Arta öfter landeten. Von diesem Museum aus gingen wir in Richtung Sant Salvador, welche schon von weitem beeindruckend über der Stadt thront. Wir entschieden uns allerdings, nicht in die Feste zu gehen, sondern besuchten die knapp unterhalb davon liegende Kirche Transfiguració del Senyor. Ein wirklich schöner Bau mit einem fantastischen Blick über die Stadt und das Umland.

Ses Païsses

Nur einen kurzen Fußmarsch von der Innenstadt liegt Ses Païsses, ein Zeugnis steinzeitlicher Kultur auf Mallorca. Diese alterstümliche Siedlung war zwar lange bekannt, ist aber erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts unter Schutz gestellt worden. Diese Reste einee talajotischen Siedlung existiert stammt aus der Zeit 1300 bis 100 v. Chr. Diese beeindruckende Relikt aus der steinzeitlichen Geschichte Mallorcas ist aus meiner Sicht super interessant und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Durch das im Regionalmuseum gekaufte Kombiticket war der Eintritt nur 1 Euro (oder so ähnlich, auf jeden Fall super billig).

Coves d’Arta

Wer es noch nicht wusste: Auf Mallorca gibt es mindestens 200 Tropfsteinhöhlen. Wir selbst haben zwei davon besucht:

Coves de Companet

Coves d’Arta

Leider darf man in der ersten keine Fotos machen, so dass ich hier nur Bilder der zweiten zeigen kann. Coves de Campanet liegt südwestlich von Port d’Alcudia, während Coves d’Arta eine kurze Fahrt von Arta an die Küste ist. Eigentlich kann man wenig sagen, die Bilder sagen glaube ich mehr. Führungen sind mehrsprachig in spanisch, englisch und deutsch und auf jeden Fall den Eintritt wert.

Museo Art Arta

Der letzte Abschnitt handelt von einem wirklich interessanten Museum in Arta, dem Museo Art Arta. Auch hier bekommt man mit dem Kombiticket einen preiswerteren Eintritt. Dort findet man Figuren des in Arta geborenen Bildhauers Pere Pujol. Dieser hat dort Figuren aus lokalen Märchen ziemlich echt und teilweise doch gruselig zum Leben  erweckt. Ein paar Impressionen sind in der folgenden Bildergalerie zu sehen.