Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Monat: April 2019

La Graciosa und Mirador del Rio

La Graciosa

Und schon wieder ein Beitrag, den ich aus Bildern und Erlebnissen unseres ersten Lanzarote-Aufenthalts erstelle.

Diesmal geht es nach La Graciosa, der seit letztem Jahr offiziell achten Kanareninsel.

 

 

Die mit gerade einmal 29 km² kleinste bewohnte Insel der Kanaren wartet mit einsamen Stränden und einer genialen Gelassenheit auf ihre Besucher. Dabei ist es gar nicht so schwer dorthin zu gelangen. Die LZ1 kennt man ja schon aus anderen Beiträgen von mir. Folgt man dieser bis ganz in den Norden Lanzarotes, so erwartet einem das kleine Fischerdorf Orzola. Von dort kann man fast im Halbstundentakt nach Caleta del Sebo mit der Fähre übersetzen. Parkplätze für das Auto gibt es auch, es empfiehlt sich nicht direkt am Hafen zu parken, da man dort nur drei Stunden kostenlos parken kann. In der Nähe findet man trotzdem kostenlose Parkmöglichkeiten, wenn man sagt, dass man mit der Fähre nach La Graciosa fährt.

Dabei gibt es zwei verschiedene Fähranbieter, zum einen ist das die von uns genutzte Fähre von Biosfera Express, zum anderen die Fähren von Lineas Romero. Beide Betreiber fahren versetzt im Stundentakt, so dass man etwa jede halbe Stunde losfahren kann. Die Kosten sind für beide gleich: die einfache  Fahrt kostet 11 €, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 20 €.

Die Überfahrt dauert rund 25 Minuten und ist zu mindestens am Anfang doch sehr rau gewesen. Ich hatte jedenfalls nicht mit so viel Seegang gerechnet. Nach der Einfahrt in den Rio, wie die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa genannt wird, wir der Seegang spürbar weniger und man kann den ersten Ausblick auf die Insel genießen.

Angekommen im Hafen haben wir erst einmal Caleta del Sebo zu Fuß erkundet. Da es hier keine befestigten Straßen gibt, wirkt das ganze doch recht seltsam. Es gibt wenig Autos, dafür recht viele Fahrradverleihe. Ich habe auf Anhieb drei gezählt, was für einen Ort mit knapp weniger als 750 Einwohnern doch viel ist. Ansonsten gibt es hier eine Polizeistation, einen kleinen Supermarkt und mehrere Restaurants.

Witzig: hier gibt es super Empfang von 4G auf dem Handy. Da gibt es viele Gegenden in Deutschland, wo der Empfang schlechter ist.

Da wir dann Hunger hatte, sind wir in ein Restaurant eingekehrt. Wir haben uns für das Restarante Girasol entschieden, da es zum einen nicht so aggressiv Werbung bei den Touris gemacht hat, wie der kleine Imbiss auf der anderen „Straßenseite“, sondern, weil es gemütlich aussah und hier auch mehrere Einheimische gegessen haben. Nach einem Blick auf die Karte war klar, dass wir hier frisch gegrillten Fisch essen wollten und dass hat sich auf jeden Fall gelohnt. Kanarische Kartoffeln mit Mojo Rosso und Mojo Verde, dazu der frische Fisch, der Lecker gegrillt und nicht zu trocken war – ein Gedicht…

Gut gestärkt machten wir noch einen Spaziergang durch den Ort, der nicht nur wunderschön ist, sondern auch noch selbst einen schönen Strand direkt im Ort neben dem Hafen hat.

Der einzige weitere Ort auf der Insel ist Pedro Barba. Allerdings ist dieser nicht ständig bewohnt und besteht mehr oder weniger nur aus Ferienhäusern von Bewohnern anderer kanarischer Inseln bzw. vom spanischen Festland.

Auf der Insel gibt es noch mehrere schöne Strände, darunter auch den Playa De Las Conchas, Playa Del Ámbar oder Playa La Francesa.

Uns hat es hier sehr gefallen und wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Wer ein paar sehr ruhige Tage haben will, der ist hier wahrscheinlich sehr gut aufgehoben.

 

Mirador del Rio

Da wir schon einmal im Norden der Insel waren, sind wir dann nach der Rückkehr nach Orzola noch gleich zu einem weiteren Highlight gefahren: dem Mirador del Rio.

Hmm, Rio ist doch spanisch für Fluss. Und auf Lanzarote gibt es doch keine Flüssen. Also warum sollte ein Aussichtspunkt auf einen Fluss hier existieren? Nun ja, wie schon weiter oben geschrieben wird die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa als Rio bezeichnet, da sich hier auch der Atlantik anders verhält und wir dies bei unserer Überfahrt nach Caleta sel Seto und zurück zu spüren bekamen.

Der Weg zum Mirador ist gut ausgeschildert und die Straßen sind nicht zu schmal, so dass man den Mirador relativ leicht erreicht.

Adresse
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/mirador-del-rio-2/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 17:45

vom 15.07. bis 15.09. 10:00 – 18:45

Eintrittspreis

4,75 €

Minderjährige zahlen  2,40 €

Es gibt auch hier diverse Sparpakete

Das Gebäude war für uns schon auf der Überfahrt nach la Graciosa erkennbar, die Bridgekamera konnte mit dem Zoom sehr schöne Fotos mit guter Auflösung davon machen. Das Gebäude wurde entworfen von, man kann es erahnen, Cesar Manrique. Es gibt hier 2 Aussichtsebenen, man kann hier Kaffee trinken und die Aussicht genießen und natürlich darf auch ein Souvenirshop hier nicht fehlen.

Von hier oben hat mein einen genialen Ausblick auf La Graciosa und die kleineren unbewohnten Inseln wie die Isla de Montaña Clara oder Isla de Alegranza.

In der Galerie kann man ein paar Eindrücke gewinnen.

Video zum Timanfaya National Park

So, hier noch ein Update zu meinem Beitrag über den Timanfaya National Park, den wir während unserer Twizy Tour besucht haben.

Ich habe das Video auf Youtube geladen.

Aufgenommen wurde das Video an folgendem Ort.

 
Was passiert hier? Neben dem Restaurant, in dem der natürliche Grill steht , bei dem das Fleisch und Gemüse mittels natürlicher Hitze gegrillt wird, sind ein paar Metallröhren bis knapp 10 m unter die Erdoberfläche eingelassen. In regelmäßigen Abständen zeigt der Kollege auf dem Video, wie heiß es noch in dieser doch sehr geringen Tiefe unter der Erdoberfläche ist, in dem er Wasser in die Röhren schüttet.
 
Was passiert, kann sich jeder selbst anschauen.
 

Cueva de los Verdes

Heute gibt es einen weiteren Beitrag aus unserem Urlaub auf Lanzarote. Diesmal besuchen wir die Cueva de los Verdes. Im Prinzip waren wir ja schon fast da, als wir Jameos del Aqua besucht haben. Die Cueva und das Jameos liegen nur einige hunder Meter auseinander und gehören, so weit ich das gelesen habe, zum gleichen Jameos, also der Höhle, die durch einen unterirdischen Lavastrom entstanden ist.

Man erreicht die Cueva de los Verdes ebenfalls über die LZ1 in Richtung Norden (Orzola) und biegt diesmal an der Abzweigung, an der rechts zu Jameos del Aqua geht, nach links ab. Nach wenigen hundert Metern erreicht man rechterhand einen kostenlosen Parkplatz, auf dem man dann gleich eingewiesen wird. Überquert man dann die Straße, so erreicht man den Eingang in die Höhle.

 

 
Adresse
Carretera Arrieta-Órzola
35542
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/cueva-de-los-verdes/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 17:00

vom 15.07. bis 15.09. von 10:00 bis 18:00

Eintrittspreis

9,50 €

Minderjährige zahlen die Hälfte

Wie schon beim Kaktusgarten und Jameos del Aqua geschrieben, gibt es diverse Sparangebote, bei denen man verschiedene Sehenswürdigkeiten kombinieren kann und einiges an Geld sparen kann.

Wie auch schon bei den anderen Angeboten beschrieben, lohnt es sich, entweder ganz früh da zu sein, oder ab ca. 15:00. Ab 15:00 gibt es sogar 20% Rabatt am Einlass.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist diese Höhle nicht zu besuchen, da man schon einiges an Höhenmetern in Form von Treppen zurücklegt und man an einigen Stellen ganz schön den Kopf einziehen muss. Auch einige Durchgänge sind doch sehr schmal. Deswegen ist das ganze aus meine Sicht auch nicht geeignet für Eltern mit ganz kleinen Kindern. Ebenfalls sollte man vorher noch einmal auf die Toilette gehen, da es in der Höhle keine Möglichkeiten dafür gibt.

Die Höhle selbst ist nur mit einem Guide zu begehen, sprich, man muss warten, bis einen neue Führung beginnt. Unser Guide sprach spanisch und englisch, deutsch wurde nicht angeboten. Ob es andere Führer gibt, die auch deutsch sprechen, ist mir nicht bekannt. Da der Guide ein Mikrofon und einen Lautsprecher bei sich trug, konnte man ihn gut verstehen.

Die insgesamt sieben Kilometer lange Höhle ist für Besucher ca. einen Kilometer freigegeben. Der Guide erklärt an vielen Stellen, wie die Höhle entstanden ist und welche Mineralien hier vorkommen. Der meist gehörte Satz ist „Mind your head“, was man auch wirklich beherzigen sollte, da einige Durchgänge sehr klein sind und man sich hier wirklich doll den Kopf stoßen kann. Weiter unten befindet sich ebenfalls ein Saal, in dem Konzerte stattfinden können. Dieser wird allerdings wenig genutzt, da es hier keine Infrastruktur wie eine Bar oder gar Toiletten gibt.

Insgesamt dauert die Tour ca. 45 Minuten und ist sehr informativ. Unten gibt es ein paar Eindrücke. Die Bilder sind teilweise dunkel, allerdings war es in der Höhle eben auch sehr dunkel und die Bilder geben das teilweise ganz gut wieder.

Jameos del Aqua

Und hier schon der nächste Bericht von unserem Urlaub auf Lanzarote. Diesmal geht es nach Jameos del Aqua.

Erreicht werden kann das ganze einfach wieder über die LZ1 Richtung Orzola, an der ausgeschilderten Abzweigung sind es dann nur noch wenige hundert Meter. Am besten man ist hier entweder sehr früh da oder am späteren Nachmittag nach um 3. Dann ist hier wohl meist weniger los.

 

 

Aber hier mal wieder ein paar Informationen:

Adresse
Carretera Arrieta-Órzola
35542
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/jameos-del-agua/
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 – 18:30

Dienstag und Samstag 19:00 – 0:30

vom 15.07. bis 15.09. auch Mittwoch bis 0:30

Eintrittspreis

9,50 €

Minderjährige zahlen die Hälfte

Wie schon beim Kaktusgarten geschrieben, gibt es diverse Sparangebote, bei denen man verschiedene Sehenswürdigkeiten kombinieren kann und einiges an Geld sparen kann.

Wenn man nach dem Eingang die Treppen hinuntersteigt, so kommt man erst einmal in einem Gastrobereich an, dreht man sich dann Richtung der ersten Höhle, so kann man schon das erste Highlight sehen, der See in der Höhle, in dem man kleine weiße Punkte sehen kann. Bei diesen kleinen Punkten handelt es sich um Albinokrebse (Munidopsis Polimorpha), die endemisch sind, also nur auf dieser Insel vorkommen. Diese winzigen Krebse sind selten größer als 1 cm, und wenn man genau hinsieht, kann man sie sich auch bewegen sehen. 

An der rechten Seite führt ein kleiner Weg zur anderen Seite. Hier ist Vorsicht geboten, da die Absperrung doch sehr niedrig ist und an einigen Stellen auch ganz fehlt. Auf der anderen Seite ist dann wieder ein Gastrobereich. Geht man die Treppen nach oben, so kommt man wieder ans Tageslicht. Dort befindet sich eine Art Pool, in dem es aber verboten ist, baden zu gehen. Hinter dem Pool öffnet sich eine zweite Höhle, die für Konzerte genutzt wird. Hier sind auch ein paar schöne Kunstwerke zu sehen. Diese sind wie die gesamte Höhle inklusive der Einrichtung, wie soll es auch anders sein, von Cesar Manrique.

Hier noch ein paar Eindrücke:

 

Jardin de Cactus

Heute mal ein neuer Bericht und Ausflugstipp für Lanzarote. Diesmal geht es in den Jardin de Cactus, den Kaktusgarten, welcher sich in Guatiza befindet und wie kann es auch anders sein vom Künstler Cesar Manrique erschaffen wurde. Zu erreichen ist der Kaktusgarten relativ einfach über die LZ1. Dort ist er jeweils von Norden und von Süden kommend ausgeschildert.

 

Adresse
Av. Garafía
35544 Guatiza
Telefon +34 901 20 03 00
Homepage http://www.cactlanzarote.com/de/cact/jardin-de-cactus/
Öffnungszeiten

10:00 – 17:45

vom 15.07. bis 15.09. schon ab 9:00

Eintrittspreis

5,80 €

Minderjährige zahlen die Hälfte

Zum Eintrittspreis ist zu sagen, dass es sich lohnt, Kombiangebote mit weiteren Sehenswürdigkeiten zu kaufen, da man da schon einiges sparen kann.

Wir waren kurz vor 10:00 Uhr da und ich kann nur empfehlen, auch wirklich so zeitig da zu sein, da man dann noch entspannt den Garten genießen kann. Ab 11:00 Uhr wird es ziemlich voll.

Betritt man den Kaktusgarten, so denkt man, man ist in einem Amphitheater. Auf verschiedenen Terrassen sind Kakteen der unterschiedlichsten Arten angepflanzt, von klein und niedlich bis riesengroß, blühende Kakteen, Kakteen mit Kaktusfeigen. In der Bildergallerie sind ein paar Eindrücken zu sehen. Die größten Kakteen stehen unten auf der „Bühne“ des Amphitheaters, teilweise wirken diese wie Bäume, da dort die Stämme schon verholzt sind. 

Es gibt hier einen Souvenirshop, in dem man auch Kakteen oder Kateensamen kaufen kann. Ebenso gibt es Marmeladen aus Kaktusfeigen, entweder pur oder in Kombination mit z.B. Bananen.

Des Weiteren gibt es auch ein Cafe, in dem man Kaffee trinken kann oder auch kleinere Snacks genießen kann. Ein Highlight dürfte der Kaktusburger sein, den war aber aufgrund des noch frühen Zeitpunkt nicht bestellt hatten.

 

 

Interessant ist auch noch, dass in der Umgebung von Guatiza in sehr vielen Gärten Kakteen zu finden sind. Der Grund dafür ist, dass auf diesen Kakteen die Cochinilla-Schildlaus zu finden ist, die für die Gewinnung von Karminrot benutzt wird, einen Farbstoff, der früher zum Färben von Kleidung genutzt wurde und heute noch als Lebensmittelfarbe Verwendung findet.