Heute ein weiterer Beitrag von unserem Urlaub auf Lanzarote. Schön wie wir hier ankamen und die ersten Prospekte von Auflugszielen in die Hände bekamen, fiel mir ein Angebot besonders auf: Mit dem Twizy in den Timanfaya National Park.

Wer den Twizy nicht kennt: Das ist ein Elektromobil von Renault, welches zwar hauptsächlich für die Stadt gedacht ist, aber auch für kurze Touren überland eingesetzt werden kann.

Also das ganze im Hotel gebucht, was mit 102 Euro nicht ganz billig ist. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Termin sollte Sonntag früh um 8 am Hotel sein. Da in der Nacht vorher Zeitumstellung war, war das mit einem noch früheren Aufstehen verbunden. Nach dem Frühstück kam pünktlich um 8 der Bus, der uns nach Puerto del Carmen brachte.

Dort wartete schon Dietmar auf unsere Truppe, bestehend aus 18 Deutschen und 2 Franzosen. Dietmar ist eigentlich Tiroler, der aber schon ewig auf Lanzarote lebt und uns mit seinem österreichischen Humor gut unterhielt. Die Twizys hatte im Gegensatz zu den Bildern auf der Homepage keine Türen, das versprach viel Fahrspaß.

Nach einer kurze Einweisung ging es dann auch los. Der erste Teilabschnitt führte uns zum Volcán del Cuervo, dem Rabenvulkan.

Wie fährt sich so ein Twizy eigentlich? Eigentlich nicht anders als ein Auto mit Automatik. Da er kein Getriebe hat, ist die Beschleunigung ohne ruckeln extrem genial. Durch die fehlenden Türen hat man fast ein Go-Kart Feeling. Überrascht war ich das erste Mal beim Bremsen. Da der Twizy keinen Bremskraftverstärker hat, muss man mit ziemlich viel Schmackes in die Bremse treten. Auch gibt es keine Servolenkung. Ansonsten fährt er sich wie ein normales Auto. Und die gut 85 km/h Höchstgeschwindigkeit fühlen sich in so einem offenen Auto noch viel schneller an.

Nachdem wir die Twizys am Parkplatz abgestellt hatten, ging es zu Fuß in den Vulkan. Ein gut ausgebauter Weg führt direkt bis in den Krater. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es zurück zum Parkplatz.

Hier ein paar Impressionen:

 

Anschließend ging es weiter in den Timanfaya Nationalpark zu den Feuerbergen. Der Eintritt hier beträgt 10 Euro pro Person. Da Dietmar diesen Beitrag schon vorher eingesammelt hatte, ging es schnell zum Parkplatz hoch. Man kann mit eigenem Auto nicht bis direkt an die Berge fahren, sondern muss zwingend eine offizielle Bustour nehmen. Diese dauert ca. 35 Minuten und die Hintergründe werden in 3 Sprachen, Spanisch, Englisch und Deutsch, erzählt. Für die Qualität dieser Fotos entschuldige ich mich schon im Voraus, da diese aus dem Bus aufgenommen wurden und man diesen nicht verlassen kann.

Nach Ende der Tour kann man entweder im Restaurant was essen, oder einige Demonstrationen sich anschauen, die zeigen, dass die Erde hier noch immer sehr heiß ist, da sich wohl in 3000-5000 m Tiefe eine Magmablase befindet. Zum Beispiel werden trockene Zweige in ein Erdloch gegeben, die sich dann bei Kontakt schnell selbst entzünden. Oder Wasser wird in ein Loch gekippt, welches dann wie ein Geysir rausschießt. Zum Schluss kann man noch den natürlichen Grill sich anschauen und wer will, auch etwas von dem Fleisch oder Gemüse essen, was darauf gegrillt wird. Dieser Grill arbeitet ebenfalls mit der natürlichen Hitze und würde wie das Gebäude von Cesar Manrique geschaffen. Wer jemals auf Lanzarote war, der wird um diesen Namen nicht herumkommen.

 

Zum Schluss der Tour ging es noch zum Weingut Rubicon. Hier kann man den in Lanzarote auf sehr eigene Weise angebauten Wein probieren, etwas essen und sich kurz erholen. Der Weinbau sieht komplett anders aus wie man ihn aus Deutschland oder Frankreich kennt. Grund hierfür ist der geringe Niederschlag auf Lanzarote. Wer mehr darüber erfahren will, der muss mal hierher kommen und sich das anschauen und erklären lassen. Oder ich schreibe irgendwann mal darüber…

Leider war von wenig Regen bei uns wenig zu spüren. Angekommen im Weingut begann es zu schütten. Der Spuk war zwar schnell vorbei, Aber auf der Rücktour erwischte uns eine Husche während der Fahrt. Aber das trübte den Spaß nur unwesentlich.

Hier noch ein paar letzte Impressionen. Danke noch einmal an Dietmar, der uns super unterhalten hat, auch wenn wir an einem Sonntag ihn zur Arbeit gezwungen haben und die lahmarschigste Truppe ever waren 🙂

Das war es dann auch wieder für heute. Danke nainmal an Dietmar, der uns sehr gut unterhalten hat, auch wenn er wegen uns am Sonntag arbeiten musste und wir die lahmarschigste Truppe ever waren 🙂

Bis demnächst…