Blog von Michael Munick

Persönlicher Blog mit Informationen zu Reisen, Ausflugstipps, Fliegen, Garten.

Monat: März 2019

Eine Tour mit dem Twizy

Heute ein weiterer Beitrag von unserem Urlaub auf Lanzarote. Schön wie wir hier ankamen und die ersten Prospekte von Auflugszielen in die Hände bekamen, fiel mir ein Angebot besonders auf: Mit dem Twizy in den Timanfaya National Park.

Wer den Twizy nicht kennt: Das ist ein Elektromobil von Renault, welches zwar hauptsächlich für die Stadt gedacht ist, aber auch für kurze Touren überland eingesetzt werden kann.

Also das ganze im Hotel gebucht, was mit 102 Euro nicht ganz billig ist. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Termin sollte Sonntag früh um 8 am Hotel sein. Da in der Nacht vorher Zeitumstellung war, war das mit einem noch früheren Aufstehen verbunden. Nach dem Frühstück kam pünktlich um 8 der Bus, der uns nach Puerto del Carmen brachte.

Dort wartete schon Dietmar auf unsere Truppe, bestehend aus 18 Deutschen und 2 Franzosen. Dietmar ist eigentlich Tiroler, der aber schon ewig auf Lanzarote lebt und uns mit seinem österreichischen Humor gut unterhielt. Die Twizys hatte im Gegensatz zu den Bildern auf der Homepage keine Türen, das versprach viel Fahrspaß.

Nach einer kurze Einweisung ging es dann auch los. Der erste Teilabschnitt führte uns zum Volcán del Cuervo, dem Rabenvulkan.

Wie fährt sich so ein Twizy eigentlich? Eigentlich nicht anders als ein Auto mit Automatik. Da er kein Getriebe hat, ist die Beschleunigung ohne ruckeln extrem genial. Durch die fehlenden Türen hat man fast ein Go-Kart Feeling. Überrascht war ich das erste Mal beim Bremsen. Da der Twizy keinen Bremskraftverstärker hat, muss man mit ziemlich viel Schmackes in die Bremse treten. Auch gibt es keine Servolenkung. Ansonsten fährt er sich wie ein normales Auto. Und die gut 85 km/h Höchstgeschwindigkeit fühlen sich in so einem offenen Auto noch viel schneller an.

Nachdem wir die Twizys am Parkplatz abgestellt hatten, ging es zu Fuß in den Vulkan. Ein gut ausgebauter Weg führt direkt bis in den Krater. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es zurück zum Parkplatz.

Hier ein paar Impressionen:

 

Anschließend ging es weiter in den Timanfaya Nationalpark zu den Feuerbergen. Der Eintritt hier beträgt 10 Euro pro Person. Da Dietmar diesen Beitrag schon vorher eingesammelt hatte, ging es schnell zum Parkplatz hoch. Man kann mit eigenem Auto nicht bis direkt an die Berge fahren, sondern muss zwingend eine offizielle Bustour nehmen. Diese dauert ca. 35 Minuten und die Hintergründe werden in 3 Sprachen, Spanisch, Englisch und Deutsch, erzählt. Für die Qualität dieser Fotos entschuldige ich mich schon im Voraus, da diese aus dem Bus aufgenommen wurden und man diesen nicht verlassen kann.

Nach Ende der Tour kann man entweder im Restaurant was essen, oder einige Demonstrationen sich anschauen, die zeigen, dass die Erde hier noch immer sehr heiß ist, da sich wohl in 3000-5000 m Tiefe eine Magmablase befindet. Zum Beispiel werden trockene Zweige in ein Erdloch gegeben, die sich dann bei Kontakt schnell selbst entzünden. Oder Wasser wird in ein Loch gekippt, welches dann wie ein Geysir rausschießt. Zum Schluss kann man noch den natürlichen Grill sich anschauen und wer will, auch etwas von dem Fleisch oder Gemüse essen, was darauf gegrillt wird. Dieser Grill arbeitet ebenfalls mit der natürlichen Hitze und würde wie das Gebäude von Cesar Manrique geschaffen. Wer jemals auf Lanzarote war, der wird um diesen Namen nicht herumkommen.

 

Zum Schluss der Tour ging es noch zum Weingut Rubicon. Hier kann man den in Lanzarote auf sehr eigene Weise angebauten Wein probieren, etwas essen und sich kurz erholen. Der Weinbau sieht komplett anders aus wie man ihn aus Deutschland oder Frankreich kennt. Grund hierfür ist der geringe Niederschlag auf Lanzarote. Wer mehr darüber erfahren will, der muss mal hierher kommen und sich das anschauen und erklären lassen. Oder ich schreibe irgendwann mal darüber…

Leider war von wenig Regen bei uns wenig zu spüren. Angekommen im Weingut begann es zu schütten. Der Spuk war zwar schnell vorbei, Aber auf der Rücktour erwischte uns eine Husche während der Fahrt. Aber das trübte den Spaß nur unwesentlich.

Hier noch ein paar letzte Impressionen. Danke noch einmal an Dietmar, der uns super unterhalten hat, auch wenn wir an einem Sonntag ihn zur Arbeit gezwungen haben und die lahmarschigste Truppe ever waren 🙂

Das war es dann auch wieder für heute. Danke nainmal an Dietmar, der uns sehr gut unterhalten hat, auch wenn er wegen uns am Sonntag arbeiten musste und wir die lahmarschigste Truppe ever waren 🙂

Bis demnächst…

Wanderung in einen Vulkankrater

In unserem Urlaub auf Lanzarote könnte ich es mir nicht entgehen lassen, einmal in einen (erloschenen) Vulkankrater zu kraxeln. Von unserem Hotel aus war ein Vulkankrater zu sehen, bei dem ein Teil seiner Bergflanke fehlt, so dass es relativ unkompliziert sein sollte, in diesen hineinzusteigen. Dieser Berg heißt im Übrigen Montana de Tinaguache.

 

Deshalb würde mit Hilfe von Google Maps sich ein Plan erstellt, wie wir da hin kommen würden und am Nachmittag ging es mit ausreichend Wasser bei bestem Wetter los. Der Hinweg führte uns über normale Fußwege durch ein Wohngebiet, bzw. sollten dort mal mehr Häuser stehen als jetzt, bis an den Füße des Berges. Dort angekommen war zwar eine Steinmauer zu sehen, die aber an einer Stelle offen war, und an dieser Stelle begann auch ein aussichtsreicher Weg, der nicht im Nirgendwo zu enden schien. Nach einem doch sehr steilen und vor allem rutschigen Anstieg erreichten wir den Rand des Kraters, von wo langsam ein Weg hinab führte.

Allerdings blieben wir kurz stehen, tranken etwas und genossen die fantastische Aussicht auf Costa Teguise und in der Ferne auch Arrecife. Anschließend ging es erst hinab in den Krater und dann wieder sehr steil und rutschig die andere Flanke nach oben. Ganz nach oben sind wir dann doch nicht gegangen, da wir uns nicht sicher waren, dass wir es noch im Hellen ins Hotel zurück schaffen würden. Zurück ging es nach dem Abstieg über die Ebene auf einem ausgetretenen Pfad. Durch den Staub sahen vor allem unsere Beine sehr lecker aus. Angekommen am Strand ging es dann so schmutzig über die Strandpromenade zurück ins Hotel. 

Hier noch ein paar Eindrücke:

 

Gran Canaria – Ausflüge in die Inselhauptstadt – Teil 3

Wie schon versprochen folgt jetzt der dritte Teil von den Ausflugstipps in und auch um die Inselhauptstadt Las Palmas. Wenn man genug Zeit hat, so kann man diesen Ausflug nach einem Besuch im Casa de Colon oder Museo Elder machen. Im Jardin Botanico Canario kann man sich herrlich entspannen und einen wunderschön angelegten botanischen Garten vorfinden.

Dazu verlassen wir Las Palmas und fahren die GC-110 in Richtung Süd/Südwest. Bei etwa Kilometer 7 liegt dann auch rechterhand der Parkplatz, von dem man den Park „von oben“ betreten kann. Wer sich vorher noch stärken möchte, der kann im Restaurante Jardin Canario noch etwas Stärkung zu sich nehmen. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Tal. Wir verzichteten auf eine Stärkung, da wir vorher in Las Palmas nach unserem Besuch im Museo Elder noch etwas gegessen hatten.

Alternativ kann man den botanischen Garten auch direkt „von unten“ betreten, indem man dazu der GC-310 folgt. Allerdings gibt es dort wohl keinen direkten Parkplatz, sondern geparkt werden muss am Straßenrand

 

 

Zuerst wie immer einige wichtige Informationen:

Adresse

Camino del Palmeral 15

Tafira Alta

35017 Las Palmas de Gran Canaria

Telefon +34 928 219 580 / +34 928 219 583
Homepage http://www.jardincanario.org/
Email jardincanario@grancanaria.com

Öffnungszeiten

1. April – 30. September: 9:00 – 19:00

1. Oktober – 31. März: 9:00 – 18:00

Eintritt kostenlos

Der Jardin Botianco Canario ist wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Gegensatz zu vielen anderen botanischen Gärten ist dieser nämlich teilweise vertikal an einem Berghang angelegt. Folgt man den serpentinenartigen Wegen nach unten, so kann man die beeindruckende Vielfalt der Pflanzenwelt bestaunen. Viele endemische Arten, also solche, die nur auf den kanarischen Inseln wachsen, sind hier zu finden. Dazu zählen die kanarische Kiefer, Lorbeerbäume und natürlich auch der Drachenbaum.

Der etwa 27 ha große Park wurde an 1952 vom schwedischen Wissenschaftler Eric Sventenius angelegt. Damit ist er der größte botanische Garten Spaniens und mit Sicherheit einer der schönsten.

Die Bilder können leider nur einen Bruchteil der Schönheit des Parks wiedergeben, sprechen aber glaube ich für sich.

 

Gran Canaria – Ausflüge in die Inselhauptstadt – Teil 2

Heute Teil 2 der Serie zu Ausflugstipps in Las Palmas. Wie auch schon Teil 1 der Serie von gestern eignet sich der Teil auch für Eltern mit pubertierenden Jugendliche, zumindestens hatten die beiden 16 jährigen Jungs, die wir mit hatten viel Spaß in dem Museum.

 
Parken kann man relativ einfach in der Tiefgarage des Museums und soweit ich mich erinnere, war das auch nicht sehr teuer.
 
Aber hier erst einmal wie immer die technischen Details:
 
Adresse

Muelle Sta. Catalina

35008 Las Palmas de Gran Canaria

Las Palmas, Spain

Telefon +34 828 01 18 28
Homepage http://www.museoelder.org
Email info@museoelder.es
Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag: 10:00 – 20:00
Eintrittspreis

Erwachsene: 6 €

Ermäßigt: 3 €

Das schöne an dem Museum ist, dass man viele Bereiche nicht nur einfach anschauen kann, sondern auch berühren und mitmachen kann. Wie unten zu sehen ist, kann man unter anderem in das Cockpit eines alten Verkehrsflugzeugs (DC 9) oder eines Kampfjets (Northrop F5). Auch andere Exponate, wie die Toilette einer Raumstation sind super interessant. Des weiteren sind in dem Museum ein 3D-Kino sowie ein Planetarium untergebracht. Im ersten Stock kann man verschiedene Phänomene aus Bereichen der Physik oder Mathematik selbst erleben.

Alles in allem kann man hier sehr viel entdecken und einen guten Tag verbringen.

Das Highlight für Kinder und Jugendliche ist der Robocoaster, bei dem man in allen 3 räumlichen Dimensionen umhergeschleudert wird. Man kann demjenigen, der das Steuerungsgerät bedient, sagen, wie schlimm man es haben will. Wenn man frech ist, kann der einem das Gesicht ziemlich weiß machen 🙂

Wer nach dem Besuch noch Hunger hat, findet in der Umgebung viele kleine Restaurants, in denen man lecker essen kann.

Je nachdem, wie lange man im Museum verbracht hat, empfehle ich anschließend einen Besuch im Jardin Botanico Carnario. Ein kurzer Bericht dazu folgt im dritten Teil.

Gran Canaria – Ausflüge in die Inselhauptstadt – Teil 1

Heute findet ihr hier den ersten Teil einer dreiteiligen Serie zu Besuchstipps in Las Palmas, der Inselhauptstadt von Gran Canaria.

Teil 1 beschäftigt sich mit dem Haus des Columbus, oder auch Casa de Colon genannt. Das Haus befindet sich unweit des Plaza de Santa Ana , der von beiden Seiten vom Rathaus und der Kathedrale Santa Ana begrenzt wird.

 
Bevor man zum Casa Colon geht, kann ich nur einen Aufstieg auf die Catedral de Santa Ana empfehlen, die unweit des Museums liegt. Von hier hat man einen super Ausblick auf Las Palmas. Für 1,50 € auf jeden Fall lohnenswert.
Öffnungszeiten der Aussichtsplattform

Montag – Freitag: 10:00 – 16:30

Samstag: 10:00 – 13:30

Eintrittspreis 1,50 €
 
Hier ein paar Impressionen:

Nur wenige Meter von der Kathedrale befindet sich das Casa de Colon. Dieses Museum beschäftigt sich mit der Geschichte von Kolumbus und seinen Fahrten nach Amerika. Wenn man sich fragt, was Kolumbus mit den Kanaren zu tun hat, so findet man hier die Antwort. Auf allen seinen Entdeckungsreisen nach Amerika waren die kanarischen Inseln immer ein Zwischenstopp, da man hier Wasser und Proviant laden konnte und die Schiffe noch einmal reparieren konnte.

Thematisch ist die Ausstellung in mehrere Themenkomplexe eingeteilt:

  • Kolumbus und seine Fahrten nach Amerika
  • die kanarischen Inseln
  • Amerika, seine Kunst und Kultur vor der Eroberung durch die Europäer
  • die Geschichte Las Palmas
  • sowie eine Ausstellung von Kunstwerken, unter anderem von Künstlern der Kanaren

Hier wieder einmal ein paar Fakten zu dem Museum:

 

Adresse:

Calle Colón, 1

35001 Las Palmas

Telefon:

928 31 23 73/84/86

Email:

casacolon@grancanaria.com

Öffnungszeiten

Montag – Samstag: 10:00 – 18:00

Sonntag & Feiertag: 10:00 – 15:00

Eintrittspreis

Erwachsene: 6 €

Ermäßigt: 2 € (Studenten 18-23 Jahre, Rentner)

kostenlos für alle unter 18 Jahren

Auf jeden Fall ist das Museum einen Besuch Wert. Man kann sehr viele Original Dokumente aus der Zeit dort finden. Den Nahcbau der Kajüte von Kolumbus fand ich sehr interessant. Zu damaliger Zeit vermutlich luxuriös, heute doch eher bescheiden. 

Hier ein paar wenige Impressionen, die nur einen Bruchteil wiedergeben können.

Wer vorher oder nachher noch was essen möchte, der findet in den umliegenden Gassen viele kleine Restaurants, die wirklich gute Gerichte zu fairen Preisen bieten. Mittags bekommt man meist ein Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Dessert für etwa 10 €. Einfach die Augen aufhalten und nicht das nächstgelegene Restaurant nehmen, sondern auch mal den einen oder anderen Meter mehr laufen.

Barranco de Guayadeque – Das Tal der Höhlenbewohner

Gran Canaria hat mehr zu bieten als nur Strände und Sonne. Wer sich mal ein Auto mietet und sich von den Touristenzentren im Süden entfernt wird einige spannende Entdeckungen machen.Fährt man von Süden kommend die GC-1 in Richtung Las Palmas und biegt kurz vor dem Flughafen links ab, so gelangt man nach Agüimes. Fährt man dort die GC-100 gen Norden und nimmt kurz vor Ortsausgang die Abzweigung nach links auf die GC-103, so gelangt man in das Tal Guayadeque.

Was ist an diesem Tal so besonders? Nun, hier haben die Bewohner nicht einfach Häuser errichtet, nein, sie haben ihre Häuser in die Felsen gehauen und die Eingänge später so ausgebaut, dass diese wie Häuser aussehen.

Schon nach kurzer Zeit kann man auf der linken Straßenseite ein Museum sehen, das Centro de Interpretación del Barranco de Guayadeque. Dort kann man mehr über die Geschichte des Tals sowie ihrer Bewohner erfahren.

Fährt man weiter ins Tal hinein, so gelangt man auf halber Strecke zur Bar Restaurant Guayadeque, in dem man typisch kanarisch essen kann. Ich würde nicht zu viel dort essen, da das kulinarische Highlight weiter oben im Tal ist. Das Restaurant ist auch wie die Häuser der Bewohner in den Fels gehauen. Direkt in der Umgebung wohnen auch noch mehrere Menschen in ihren typischen Höhlenhäusern. Wir durften uns eins anschauen, und obwohl ich Fotos von innen gemacht habe, werde ich diese hier nicht zeigen. Nur so viel sei gesagt: es gibt fließend Wasser und auch Strom. Die Zivilisation ist dort eben auch angekommen. Interessant war auch zu erfahren, dass, wenn neue Räume gebraucht wurden, wie zum Beispiel bei einem neuem Kind, einfach ein neuer Raum in den Fels gehauen wurde.

Fährt man einige Kilometer tiefer in das Tal hinein, so gelangt man am Ende der asphaltierten Straße zu dem Highlight. Zum einen bietet sich von hier ein fantastischer Blick in das grüne Tal, zum anderen findet man hier mehrere Restaurants, einen Souvenirshop und wer will kann hier sogar in einem entsprechenden Haus übernachten. Wir waren im Restaurant Tagoror, wo es typisch kanarische Spezialitäten als auch „normales“ Essen gibt. Sehr schön ist das Restaurant vor allem deshalb, da es auch komplett aus dem Felsen gehauen ist, inklusive der Tische und Sitzgelegenheiten. Es muss unheimlich kompliziert gewesen sein, dies alles genau so zu planen. Einmal zu viel Stein entfernt, und man muss umplanen.

Für mich war das Barranco de Guayadeque eine der interessantesten Erfahrungen auf Gran Canaria und ich kann jedem Besucher einen Besuch dort empfehlen.