So, wie vor 2 Wochen versprochen hier nun ein aktueller Tripreport über meine Dienstreise nach Porto Alegre in der Business Class von TAP Portugal.

Da ich dienstlich für eine Woche nach Porto Alegre musste begann ich im Dezember nach einer vernünftigen Verbindung von Berlin in die südbrasilianische Stadt zu suchen. Neben vielen Verbindungen, bei denen man zweimal umsteigen muss und teilweise längere Aufenthalte auf brasilianischen Flughäfen wie Sao Paulo oder Brasilia hat, bin ich auf darauf gestoßen, dass TAP Portugal einen Direktflug von Lissabon nach Porto Alegre mehrmals die Woche anbietet. Da meine Meetings von Montags bis Freitags dauern sollten, fand ich einen passenden Hinflug am Samstag und den entsprechenden Rückflug eine Woche später von Samstag auf Sonntag.

Nachdem der Flug nach Lissabon schon um 6 Uhr früh ab Tegel ging und ich somit schon sehr zeitig am Flughafen war, habe ich den Flug nach Lissabon mehr oder weniger schlafend verbracht und auch nichts weiter gegessen. Angekommen in Lissabon ging es erst einmal in die Business Lounge, in der ich dann auch etwas zum Frühstück gegessen hatte. Pünktlich um 11 ging dann der Flieger. Das Flugzeug war ein etwa 16,5 Jahre alter Airbus A330-200 mit der Kennung CS-TOQ, der allerdings schon eine recht neue Business Class hatte. Die Sitzanordnung war abwechselnd 1-2-1 und 1-2-2, wobei mein Platz 4K am Fenster war, aber leider jemand direkt neben mir saß, über die ich immer rübersteigen musste. Auf dem Rückflug hatte ich in gleicher Konfiguration 6C, der noch angenehmer war, da niemand neben mir saß.

Zur Begrüßung konnte man zwischen Sekt, Saft und Wasser wählen, wobei ich mich für den Sekt entschied. Das Platzangebot war sehr gut, die Sitze lassen sich zu einem flachen Bett ausfahren, wobei ich irgendwie das Gefühl hatte, immer falsch zu liegen. Anderen ging es ebenso. Ein Blick in die Speisekarte und ich suchte mir schon einmal mein Mittagessen aus.

Nach dem Start war dann auch das In-Flight Entertainment System an. Die Filmauswahl ist gut, auch wenn ich schon größere gesehen habe. Das Repertoire an Filmen umfasste Klassiker wie „Ben Hur“ oder „Rebel without a Cause“ bis hin zu aktuellem Material wie „Bohemian Rhapsody“. Bemerkenswert fand ich, dass neben 6 oder 7 James Bond Filmen auch alle Harry Potter Filme angeboten worden.

Nach ca. einer Stunde kam das Mittagessen, zuerst natürlich die Vorspeise, anschließend der Hauptgang. Auf das Dessert verzichtete ich, da ich nicht mehr essen wollte.

Der Flug selbst war zumindestens über dem Atlantik recht ruhig, erst über Brasilien gab es vermehrt Turbulenzen, die sich aber in Grenzen hielten. Nach etwa 11 Stunden landeten wir in Porto Alegre bei immer noch über 25°C.

Der Rückflug eine Woche später war dann zwar in einem baugleichen A330-200, allerdings unterschied sich die Business Class in einem Detail. Das Flugzeug beim Hinflug (CS-TOQ) hatte über den Mittelplätzen kein Gepäckfächer, was zu einem gutem Raumgefühl führte. Beim Rückflug hatte das eingesetzte Flugzeug (CS-TOP) hingegen über der Mitte Overhead Bins, was dazu führte, dass es gefühlt beengter wirkt.

Ich selbst weiß nicht, was ich besser finden soll. Ohne die Gepäckfächer in der Mitte wirkt alles offener, allerdings muss sämtlicher Gepäck dann in die Fächer an den Seiten verstaut werden. Da erfahrungsgemäß in der Business Class die Passagiere häufiger mit mehr Handgepäck fliegen, sind die Fächer dann meist recht voll. Sind Overhead Bins auch in der Mitte, ist viel Platz für Gepäck und es muss nicht gequetscht werden…

 

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder