Kinderfeindlichkeit in Deutschland

Dezember 4th, 2009

Hallo,

heute möchte ich mich mal zu einem anderen Thema auslassen. Heute Abend lief im ZDF bei ZDF.reporter ein sehr interessanter Beitrag über Kindergärten (ab min 12:00). Darin geht es mal wieder um eine Sache, die ich nicht verstehe und ich mich jedes Mal richtig aufregen könnte: Kindergärten werden verklagt von irgendwelchen Nachbarn. Wie in dem Bericht zu sehen ist beschweren sich dort Nachbarn zweier Kitas darüber, dass die dort spielenden Kinder zu laut sind und ziehen deswegen vor Gericht.

Das alles wäre nur halb so schlimm, wenn die deutschen Gerichte nicht den Klägern Recht geben würden.  Kinderlärm wird ja noch dem Bundesimmisionsschutzgesetz genau so behandelt wie Straßen- oder Baustellenlärm. Wie beknackt muss man sein, um Kinder als Ding einzustufen. Da die Klagewütigen meist noch Rentner sind fragt man sich ernsthaft, was in deren Köofen vorgeht. Nicht nur, dass diese Kinder unsere Zukunft sind, nein diese Kinder werden irgendwann mal die Rente dieser Leute bezahlen, im Augenblicktun dies wahrscheinlich sogar die Eltern der Kinder in der Kita, da diese ja arbeiten sind. Am liebsten hätte man Kindergärten wohl raus aus den Stätten in irgendwelche Industriegebiete, wo sie keinen stören…

Aber hier in Deutschland werden Kinder und Jugendliche ja immer noch nicht als das gesehen, was sie sind: die Zukunft dieser Welt.Da diskutiert man heutzutage, ob man den Eltern nicht Geld geben sollte, die ihre Kinder zu Hause erziehe. Was für ein Schwachsinn. Auch mehr Kindergeld halte ich für sinnfrei, Das meiste Kindergeld kommt doch grade bei einkommensschwachen Familien nicht den Kindern entgegen, sondern wird in die Haushaltskasse gegeben. Dagegen kann man bei wirklich armen Familien nicht mal etwas sagen. Nur kommt das Geld halt nicht da an, wo es sollte, nämlich bei den Kindern.

Ich finde, diese Erhöhungen sollte man sich sparen und das direkt in Kindergärten und Schulen stecken. Eltern sollten dafür (Kita und Schule/Hort) nichts mehr zahlen, dafür bekommen dieKinder mittags wenigstens eine gesunde und warme Mahlzeit, man könnte mehr Erzeiher und Pädagogen einstellen, was sich auch auf die soziale Entwicklung auswirken sollte. Damit ist allen mehr geholfen, als 20 Euro im Monat mehr in der Kasse, die nicht fürs Kind ausgegeben werden.

Bis denne

Verbot von Minaretten – Beeinträchtigung der Religionsfreiheit?

Dezember 3rd, 2009

Am Sonntag haben ja die Schweizer darüber abstimmen dürfen, ob es zu einem landesweiten Verbot von Neubau von Minaretten kommen soll. Wie es nunmal so in einer direkten Demokratie ist, kommt es nicht immer zum gewünschten Ergebnis der Politiker. Die großen Schweizer Volksparteien waren mehr oder weniger entsetzt, auch aus dem Rest der Welt kam ein großer Aufschrei. Natürlich war dieser bei den muslimisch geprägten am größten. Aber so ist das nunmal, wenn auch das einfache Volk entscheiden kann. Da lässt sich mit Populismus viel anrichten. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das Ergebnis in vielen Teilen Deutschlands ähnlich aussehen würde.

Vor allem der türkische Ministerpräsident Erdoğan bläst dabei ganz laut ins Horn. So fordert er reiche Muslime auf, ihr Geld aus der Schweiz abzuziehen und es in der Türkei anzulegen. Komischerweise geht es aber den Christen in der Türkeidabei weniger gut. Sie sind faktisch immer noch unterdrückt, können keine hohen Beamtenposten bekommen und sonderlich beliebt sind sie offensichtlich auch nicht. Der selbe Erdogan hat auch einmal aus einem Gedicht zitiert: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Wenn dies seine politische Ansicht ist, na dann gute Nacht…

Zurück zum eigentlichen Thema: Wird die Religionsfreiheit dadurch beschränkt? Meiner Meinung nach ganz klar NEIN! Es ist ja nicht der Bau von Moscheen verboten worden, sondern nur die Minarette. Auch ohne diese hohen Türme kann eine Moschee immer noch ihren Zweck erfüllen. Und heute braucht es sicher keinen Muezzin, der die Gläubigen zum Gebet aufruft. In der heutigen Zeit sollten auch die meisten Moslems Uhren haben und wissen, wann ihre Gebetszeiten sind.

Alles in allem denke ich, dass sich beide Seiten mal aufeinander zubewegen sollten. Der Islam schreit immer nach Gleichberechtigung, in einigen islamisch-geprägten Ländern lässt das aber sehr zu wünschen übrig…

Bis demnächst

Ami befehl, wir folgen dir!

Dezember 3rd, 2009

Wie man am Titel erkennen kann haben es die Europäer wieder einmal geschafft, sich zum treudoofen Anhängsel der USA zu machen. Im letzten Eintrag merkte ich schon an, dass die Amerikaner Zugriff auf das SWIFT-System bekommen sollten. Dies ist nun am Montag auch erfolgt.

Die FDP, die sich zur Partei des Datenschutzrechtes ja selbst hochstilisiert hat, konnte sich natürlich nicht in der Regierung durchsetzen und die Deutschen zu einem Nein bewegen. Jetzt schiebt man natürlich wieder alles auf die Vorgängerregierung. Aber was erwartet man auch. Nach der Wahl sind solche Versprechen meist wieder vergessen und bis zur nächsten Bundstagswahl ist ja noch lange hin….

Bis demnächst….

Datenschutz ade – auf dem Weg zum gläsernen Bürger.

November 12th, 2009

Vor 2 Tagen begang man in Berlin und auch in anderen Ländern dieser Erde den Tag des Mauerfalls. Politiker, die selbst dazu wenig bis gar nichts beigetragen haben sonnen sich im Scheinwerferlicht und feiern den Anfang vom Ende der DDR. Damit war dann auch die totale Überwachung in der DDR durch das Ministerium für Staatssicherheit erstmal vorbei. Als dann im Januar 1990 die Zentrale in der Normannenstraße gestürmt wurde und alles zum Vorschein kam, was die Stasi so trieb war das Entsetzen riesengroß. Mit einem Riesenapparat an hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern wurde ein ganzes Volk mehr oder weniger überwacht.

Doch mit der Wiedervereinigung sollte ja alles vorbei sein. Wir waren alle freie Bürger in einem freiem Land. Doch das ändert sich immer drastischer. Was mit dem großem Lauschangriff Ende der 90er begann entwickelte sich nach den Terroranschlägen  vom 11. September 2001 immer mehr in Richtung totaler Überwachung. Den letzten beiden Bundesinnenministern, der EU und unseren „Freunden“in denVereinigten Staaten verdanken wir Gesetze, die immer mehr unsere Freiheit und informelle Selbstbestimmung einschränken. Als Beispiele seien hier genannt die einseitige Weitergabe von Fluggastdaten von EU-Bürgern in die USA, verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung von sämtlichen Telekommunikationsdienstleistungen (ja es wird nicht nur die IP-Adresse gespeichert, sondern auch von den Providern, wann man an wen eine E-Mail versendet hat), den tollen Fingerabdrücken im Reisepass etc. Wie das alles helfen soll, den internationalen Terrorismus zu bekämpfe, wissen wahrscheinlich auch nicht unsere Poitiker, aber gut, wir könnten ja damit später vielleicht was anfangen.

Und es geht weiter. Heute muss ich lesen, dass die EU der Weitergabe von Bankdaten und Kontobewegungen zustimmen soll. Vor allem der Termin ist interessant: am 30. November, genau einen Tag vor in Kraft treten des Lissabonner Vertrages. Dieser stärkt ja die Rechte des EU-Parlaments, so dass damit eine möglicherweise kritische Debatte umgangen wird. Aber was haben wir denn anderes erwartet. Nur geht diese Meldung heute etwas unter, da man sich in den Nachrichten so sehr auf den Suizid von Robert Enke gestürzt hat, dass für solche Nebensächlichkeiten wie den Datenschutz kein Raum mehr ist.

Auch in Deutschland selbst entwickelt man sich weiter. Nachdem wir wenigen Tagen bekannt wurde, dass sowohl Daimler als auch Beiersdorf und Merck schon vor der Einstellung Bluttests von Bewerbern anfordern, muss ich heute lesen, dass das Land Berlin von seinen Bewerbern vor der Einstellung Fragebögen ausgegeben hat, in denen rechtlich nicht zulässige Fragen nach z.B. Alkoholkonsum oder Verhütungsmitteln gestellt wurden. Wo die Relevanz der Frage nach verwendeten Verhütungsmitteln liegt, wissen wahrscheinlich nicht einmal die Ersteller der Fragebögen. Natürlich kann manbei der Einstellung die verlangten Bluttests verweigern, ob das die Chancen auf ein Einstellung erhöht, darf man ruhig bezweifeln.

So, dass war es dann erstmal für heute. demnächst mehr

Hallo da draußen

November 9th, 2009

So, jetzt ist es soweit. Ich fange an zu bloggen. Worüber? Mal sehen, ich werde meine geistigen Ergüsse zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und ähnlichen in die Welt tragen.

Ob ich das aktuell halten werde, werden wir sehen. Ich werde mich aber bemühen, über Dinge halbwegs aktuell zu bloggen.